Ich suche... oder habe gefunden...

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jan_reinhardt
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Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von jan_reinhardt » Mittwoch 16. Oktober 2019, 14:44

BladeRunner1974 hat geschrieben:
Mittwoch 16. Oktober 2019, 06:14

Damit meinst du wohl meine Resümees hier. Ist halt schon Sch..sse, dass es qualitativ toll abgemischte Musik gibt, die, wenn man recherchiert ohne Ende, auch durchaus findet.
Nein, meine ich nicht. Mir gings grundsätzlich darum, und das ist dann ja auch genau passiert, dass bei 3 Usern 3x unterschiedliche Standards für Referenzgedöns gelten.

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BladeRunner1974
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Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 26. Oktober 2019, 08:57

Max Cooper - Emergence (Blu-ray Pure Audio in Dolby Atmos 48kHz/24b und LPCM Stereo 2.0 48kHz/24b)

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BladeRunner1974 hat geschrieben:
Samstag 14. September 2019, 07:53
Elektronische Musik ist hochauflösend so gut wie nicht zu finden. 3D-Tonformate schon gar nicht. Es gab zwei weitere Alben unterschiedlicher Künstler in Atmos & Auro 3D, die aber leider schon vom Markt sind und ich bis dato noch nicht finden konnte.

Seit dem 18.10.2019 ist dieses grandiose Album endlich wieder zu beziehen über Pure Audio Recordings. Die hatten den Titel schon früher im Katalog, war dann aber nicht mehr erhältlich. Umso erfreuter bin ich, dass es nun unverhofft geklappt hat.

Der hier vorliegende Titel basiert auf dem bereits 2016 erschienenen Album ‚Emergence‘, welches 11 Tracks umfasste und von der Fachpresse gelobt wurde.

Die Sounds bewegen sich zwischen Ambient und Minimaltechno und schränken den Hörkreis stark ein. Das ist keine Musik für die breite Masse. Wer mit elektronischer Musik aber was anfangen kann, dürfte von der vielseitigen und qualitativ hochwertigen Produktion sehr angetan sein.

Dieses Album wurde als ‚Experiment‘ neu in Dolby Atmos vertont. Neu umfasst das Album 18 Tracks mit einer Gesamtlaufzeit von 95‘. Für eine Pure Audio Blu-ray eher unüblich ist die Tatsache, dass sämtliche Tracks mit phantasievollen und teils sehr schönen Visuals konsequent begleitet werden.

Die vorliegende Atmosabmischung ist atemberaubend und liegt qualitativ gleich auf mit der Referenz ‚Kraftwerk 3-D Katalog‘. Wie lange habe ich auf etwas vergleichbares gewartet und gehofft. Wie ich schon mal geschrieben habe, ist elektronische Musik stark prädestiniert für Atmos. Man hat sich entsprechend ausgetobt und sämtliche Kanäle werden sehr aktiv und virtuos eingebunden und in Szene gesetzt. Das ist Science Fiction pur, denn alle Ebenen werden gleichermaßen bedient und die Sounds schwirren so elegant und überraschend um den Hörer rum, das Gänsehautmomente garantiert sind. Wie bei Kraftwerk auch gewinnen auch diese Tracks durch dieses verspielte Tanzen zwischen den verschiedenen Lautsprechern und Ebenen ungemein. Organische Musik zum anfassen. Die Soundqualität ist ebenfalls über alle Zweifel erhaben. Der Raum und die Tiefe scheinen unendlich, die hier geöffnet werden. Kristallklar und doch wohlig warm mit einer ausgeprägten Dynamik und Feinauflösung werden die Tönchen und Melodien in Szene gesetzt. Die Bassfrequenzen dürfen tief hinabsteigen oder so richtig kicken. Herrlich!

Ein weiteres Masterpiece wurde gefunden, welches ohne Umschweife auf die Referenzliste wandert und mir noch viele viele glückliche Stunden bescheren wird. Vielen Dank Max, darauf habe ich gewartet!
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BladeRunner1974
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Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 26. Oktober 2019, 09:29

The Alan Parsons Project - Eye in the Sky (Blu-ray Pure Audio in DTS-HD MA 5.1 96kHz/24b, LPCM 5.1 96kHz/24b und LPCM Stereo 2.0 192kHz/24b)

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Eye in the Sky (engl.: „Auge am Himmel“) ist das sechste Studioalbum der britischen Progressive-Rock-Band The Alan Parsons Project, das im Juni 1982 veröffentlicht wurde. Es setzt sich thematisch primär mit der Annahme auseinander, unter ständiger Beobachtung zu stehen. Darüber hinaus beschäftigt sich das Konzept des Albums mit Glaubensanschauungen, unabhängig davon, ob diese religiös, politisch oder persönlich (z. B. beim Glücksspiel) motiviert sind. Der persönliche Aspekt verweist dabei auf das Vorgängeralbum "The Turn of a Friendly Card" (1980), während in musikalischer Hinsicht dessen Vorgänger "Pyramid" (1978) zitiert wird.

„Eye in the Sky“ gilt zusammen mit "Ammonia Avenue" (1984) als kommerziell erfolgreichstes Album der Formation. Es erreichte in Deutschland und Österreich die Spitzenplätze der Verkaufslisten und Platz 7 in den US-Charts. Eye in the Sky enthält mit dem Titelstück den größten Erfolg der Band. Er erreichte Platz 3 in den US-amerikanischen Billboard-Charts und Platz 6 in Kanada. Des Weiteren ist auf dem Album das bekannte Instrumentalstück Sirius enthalten, das weltweit äußerst populär bei Sportveranstaltungen ist und eine oft mit der Band assoziierte Melodie aufweist.
(Quelle: Wikipedia)

10 zeitlose Tracks als Continous Mix mit einer Spielzeit von total nur 42‘. Damit ist auch der einzige Nachteil dieser Top-Produktion identifiziert. Eine gewisse Verwandtschaft zum Sound von Pink Floyd lässt sich nicht verleugnen. Kein Wunder, war doch Alan Parson bspw. für das Mastering von ‚The Dark Side of the Moon‘ maßgeblich verantwortlich.

Die rein instrumentalen Tracks ‚Sirius‘ und ‚Mammagamma‘, aber auch der Hit ‚Eye in the Sky‘ dürften den meisten geläufig sein. Alan Parson himself zeichnet sich denn verantwortlich für das vorliegende Mastering und die Mehrkanalabmischung. Es stehen zwei Mehrkanalformate zur Auswahl, wobei mir die LPCM 5.1 besser als die DTS-Version gefällt. Die LPCM-Spur löst etwa besser von den Lautsprechern und kommt luftiger daher. Geschmackssache letztlich, denn beide Spuren sind qualitativ sehr hochwertig. Auch hier werden sämtliche Kanäle sehr organisch und homogen eingebunden. Das hat nichts verspieltes, sondern wirkt sehr natürlich. Die Stimme löst sich schön vom Center. Das wirkt sehr ausbalanciert. Hier drängt sich nichts auf. Auch hier gelingt es unser kleines Kino gross tönen zu lassen. Die Räumlichkeit und die Tiefenstaffelung sind sehr ausgeprägt. Zudem ist die Feinauflösung auf Top Niveau und die Dynamik ist Killer. Das ist ein Album, dass man sehr laut hören kann, ohne dass es nervt oder man dabei ermüded. Großartig! Auch dieses zeitlose Album wandert schnurstracks auf die Referenzliste.
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Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Sonntag 27. Oktober 2019, 23:01

Tiny Island - Opus 3 (SACD 5.0)

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Debutalbum der durch viele Eric Bibb Alben und Tourneen bekannt gewordenen Begleitband um den Multi-Saiteninstrumentalisten Göran Wennerbrandt.

1989 gründet der Gitarrist und Multi-Saiteninstrumentalist Göran Wennerbrandt die Band Tiny Island. Ab 1993 firmiert Tiny Island im Zuge der sehr engen Zusammenarbeit mit Eric Bibb als dessen komplette Back Up Band in identischer Besetzung als Needed Time.

Zwischen 1994 und 1998 touren Göran Wennerbrandt allein oder die gesamte Band als feste Begleitmusiker von Eric Bibb in Europa und Kanada. Wennerbrandt zeichnet darüberhinaus als Executive Producer für die beiden Eric Bibb Alben "Spirit and the blues" und "Good Stuff" verantwortlich - Alben, die Eric Bibb nach beinahe 20 Jahren Tätigkeit im Musikgeschäft endlich den langverdienten Erfolg bescherten. In der Hälfte aller Besprechungen zu den beiden Bibb-Alben findet die Leistung von Wennerbrandt und/oder Needed Time (sprich: Tiny Island) besondere Aufmerksamkeit bzw. Anerkennung. Einige Rezensenten (so zum Beispiel Franz Schöler im dt. Rolling Stone 5/98 sowie in STEREO 7/98) hielten seinerzeit ein eigenes Album von Göran Wennerbrandt und seiner Band für überfällig!

Die rein instrumentale und schwer kategorisierbare Musik des vorliegenden Debuts von Tiny Island ist geprägt von Blues, Calypso, einer Priese Buena Vista Social Club, orientalischen Elementen und nordischen Stimmungen. Neben den Eigenkompositionen der Bandmitglieder findet sich auch eine grandiose Coverversion des Taj Mahal Titels "When I feel the sea beneath my soul" - einer Interpretation, die ganz sicher zum stetig wachsenden Ruhm der Band beitragen wird!
(Quelle: dacapo-records.de)

Musik assoziiert Gefühle und damit verbundene Vorstellungen. Beim hören dieses Albums sah ich mich als alten Mann zufrieden auf einer Bank sitzen, lächelte vor mich hin und war zutiefst mit mir und der Welt im Reinen. Jedes Tönchen, jede Melodie ist von einer Leichtigkeit und unfassbaren Schönheit getragen. Das liest sich alles sehr kitschig, aber diese rein instrumentale Wohlfühlmusik ist es nicht und die damit verbundenen Gefühle auch nicht. Dabei handelt es sich nicht um experimentell vorgetragene ‚Kammermusik‘, sondern um sehr eingängige Songs, die mitunter sehr ausgefeilt komponiert sind und verschiedenste Sounds sanft miteinander verschmelzen lassen.

Das ist keine Musik, die laut gehört werden will. Ein sehr audiophil klingendes Album, das auch auf Stockfisch hätte veröffentlicht werden können. Die Sounds sind glasklar und dennoch warm. Die Surroundebene wird nur sanft dazu genutzt, um den Raum zu öffnen. Direktionale Sounds sucht man hier also vergebens, denn das Klanggeschehen erstreckt sich ‚nur’ über die ganze Front. Die Tiefenstaffelung ist sehr gut und die räumliche Darstellung ebenfalls. Musik, die für ein hochauflösendes Format wie gemacht ist. Hier gibt es nichts zu bemängeln, weswegen auch hier das Prädikat ‚Referenz‘ vergeben wird.
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Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 2. November 2019, 20:51

Miles Davis - Bitches Brew (SACD Stereo 2.0)

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Bitches Brew ist ein Studioalbum des US-amerikanischen Jazzmusikers Miles Davis, aufgenommen im August 1969 und veröffentlicht im März 1970 von Columbia Records. Berühmtheit hat das Doppelalbum erlangt, da es noch konsequenter als das Vorgängeralbum In a Silent Way (1969) Jazz mit Rockelementen verband, was später als Fusion bezeichnet worden ist. Es gilt als die Initialzündung der Fusion-Musik und nimmt damit nicht nur im Werk von Miles Davis, sondern auch in der Entwicklung des Jazz eine herausragende Stellung ein. Der Titel des Albums ist ein Wortspiel aus Witches’ Brew (dt. Zaubertrank, Hexengebräu, Teufelszeug) und bitch (dt. Hündin, Schlampe), das 1970 recht provokant klang. (Quelle: Wikipedia)

Ich taste mich weiter voran in der faszinierenden Jazz- und Fusions-Welt von Miles Davis. Erworben habe ich dieses Doppelalbum in einer schmucken Japan Edition (kleiner Exkurs: wenn immer möglich und preislich nicht zu abgehoben kaufe ich Japan Editions, da die Japaner Qualität über alles wertschätzen und bestmögliche Abmischungen verlangen. So unterscheiden sich japanische SACD‘s scheinbar oftmals qualitativ von europäischen oder US-amerikanischen Releases, was man immer wieder nachlesen kann. Beim neusten Miles Davis Album ‚Doo-Bop‘ kann ich den qualitativen Unterschied bestätigen, da ich sowohl einen japanischen als auch europäischen Release besitze. Einziger Nachteil: die Preise sind oftmals um einiges teurer).

Auch dieses Album ist nichts für den Mainstream, da die insgesamt 7 Tracks meist sehr viel fordern vom Hörer. Das ist teils sehr massiv und einnehmend, nur um dann wieder ganz entspannt und sweet zu tönen. Viele würden das wohl als ‚anstrengend‘ abtun. Ich mag solch ‚intellektuelle‘ Musik sehr, kann man sich doch bei entsprechender Stimmung richtig rein graben in die teils sehr komplexen, aber überaus spannenden und abwechslungsreichen Arrangements. Hier wurde denn auch mit ersten analogen Synthesizern experimentiert, was die Stücke zeitlos modern und eben experimentiell klingen lässt. Nur das nicht störende Rauschen erinnert daran, dass es sich dich schon um eine 50-jährige analoge Aufnahme handelt.

Die Stereoabmischung ist tonal top. Obwohl nur zweikanalig tut sich hier eine sehr breite Bühne auf, bei welcher die Instrumente klar ortbar sind, ohne jedoch an den Mains zu kleben. Der Raum und die Tiefenstaffelung sind beeindruckend und ebenso die Feinauflösung. An der nötigen Wärme resp. Dynamik fehlt es nicht. Das hört sich sehr stimmig und ausgewogen an und präsentiert sich mit teilweise sehr ausgeprägten Stereoeffekten. Letzteres ist mitunter ein Zugeständnis an die damalige neue Synthesizertechnik, die aus den heutigen Musikproduktionen oftmals nicht mehr weg zu denken ist.

Ein sehr schönes Album, welches die Sammlung sehr gelungen ergänzt und in meine Referenzliste wandert. Und Miles, wir sind noch lange nicht am Ende, es gibt noch so einiges von Dir zu entdecken. Time will tell, ich freu mich!
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Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 2. November 2019, 21:22

Roberto Fonseca - Yesun (CD Stereo 2.0 in 44kHz/16b)

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Roberto Alain Fonseca Cortés (* 29. März 1975 in Havanna) ist ein kubanischer Pianist, Komponist und Arrangeur.

Fonseca wurde 1975 in Havanna als einer von drei Söhnen geboren. Seine Familie war sehr musikalisch, der Vater war Percussionist, seine Mutter Sängerin. Diese förderte besonders die musikalischen Ambitionen ihres Sohnes, der im Alter von 4 Jahren zunächst mit dem Schlagzeugspielen begann, dann aber zum Piano wechselte.

Nach seinem Abschluss des Kompositionsstudiums am Instituto Superior de Arte (ISA) in Havanna nahm Fonseca sein erstes Album auf, das auf dem Cubadisco-Festival von 1999 als bestes Jazzalbum ausgezeichnet wurde. Er sah sich zunächst als reinen Jazzmusiker an, was sich aber durch seinen Kontakt zum Buena Vista Social Club änderte; durch diesen entdeckte Fonseca für sich die traditionelle kubanische Musik. Er spielte in Vertretung des bereits kranken Rubén González beim Buena Vista Social Club und ersetzte González nach dessen Tod im Orchester von Ibrahim Ferrer, mit dem er in mehr als 400 Konzerten weltweit auftrat. Auch war Fonseca als Arrangeur und Ko-Produzent für Ferrers letztes Album, Mi Sueño, das 2007 für einen Grammy nominiert war, tätig. Weiterhin war er mit Omara Portuondo, Orlando „Cachaíto“ López, Miguel „Angá“ Díaz, Carlinhos Brown, Bebo und Chucho Valdés, Herbie Hancock, Michael Brecker, Wayne Shorter und anderen Musikern zu hören.

Mit seinem beim Münchener Label Enja erschienenen Album Zamazu (2007) erreichte Roberto Fonseca die internationalen Bühnen. Seine Klavierkunst beeindruckt durch eine Kombination aus präziser Rhythmik und intensiver Emotion. Das Album Zamazu hat diesen Eindruck gefestigt. „Es handelt sich schlicht um ein Meisterwerk“, schrieb die Jazzthetik, „eine Platte, die ohne Übertreibung als eine der schönsten bezeichnet werden kann, die die kubanische Musik bis heute hervorgebracht hat.“ Oliver Hochkeppel erkannte in der Süddeutschen Zeitung „die Handschrift eines kommenden Weltstars“.

Sein im Frühjahr 2009 erschienenes Album Akokan (Yoruba für „Herz“) entstand im Egrem-Studio in Havanna, wo in den 1950er Jahren Stars wie Nat King Cole aufnahmen. Begleitet von Musikern, die seit mehr als zwölf Jahren mit ihm arbeiten, gelang es Roberto Fonseca auf Akokan, die Kraft einer Live-Performance in ein Studioalbum zu packen. Auf dem Album At Home (2015), das gemeinsam mit der malinesischen Sängerin Fatoumata Diawara beim Festival in Marciac entstand, hat der Pianist die musikalischen Brücken zwischen Mail und Kuba erkundet.
(Quelle: Wikipedia)

Normalerweise stehe ich Empfehlungen von einschlägigen Hifi-Fachmagazinen skeptisch ggü. und grabe lieber selber etwelche Perlen für mich aus. Für einmal bin ich allerdings mit der Empfehlung @LowBeats sehr glücklich und auch dankbar, denn gekannt habe ich diesen tollen Künstler bis dato nicht.

Das jüngste Album vom Ausnahmekünstler Roberto Fonseca ist sehr abwechslungsreich und süffig arrangiert. Hier verschmelzen verschiedenste Soundstyles über Jazz, klassischen Elementen, kubanischer Musik und Elektronika zu einer gelungenen Synopsis, die alles andere als anstrengend oder experimentiell tönt. Das ist pure Lebensfreude, mit welcher uns der Pianist hier verwöhnt. Ein Stück kubanische Lebensfreude und reichlich Sonne im herbstlichen Mitteleuropa. Ein Album, das man denn in den Player einschiebt, problemlos dazu tanzen könnte und kaum hat es angefangen, schon wieder fertig ist. Und dies etwa nicht aufgrund kurzer Tracks, nein, es ist einfach herrlich kurzweilig und keine Sekunde langweilig.

Tonal bin ich ebenfalls sehr positiv überrascht. Das ist eine sehr hochwertige, audiophile Produktion, die sich sehr räumlich und fein nuanciert präsentiert. Eine geniale Tiefenstaffelung und eine tolle Feinauflösung zeichnet die Abmischung zudem aus. Hier ist auch Dynamik zu finden, was den überaus positiven Eindruck gekonnt abrundet.

Ein Volltreffer durch und durch, der mir noch viel Freude machen wird. Ein weiteres Album von Roberto Fonseca (diesmal etwas ‚klassischer‘ angehaucht) ist schon unterwegs. Ich bin gespannt, genieße aber erstmal weiter die kubanische Sonne im Herzen Europas.
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LG Stephan - Cinema Utopia

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HighEndHarry
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Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von HighEndHarry » Freitag 6. Dezember 2019, 22:42

Sarah Connor - Herz Kraft Werke

Soundtechnisch top, schön differenzierter Mix, satter Bass und Drums, Vocals klar darüber gemischt. Für mich für ein Livekonzert perfekt, macht richtig Druck und genauso viel Spaß.

Bild ist ebenfalls super. Bin positiv überrascht von der Scheibe.
"Das Bessere ist stets der Feind des Guten" - Voltaire

HeroPleXx

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Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 7. Dezember 2019, 14:01

Grüß Dich Harry,

schön mal wieder von Dir zu lesen und danke natürlich für den Tipp! :)
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