Tiefbass Subwoofer DIY - "Earthquake Sub"

Alles was kleiner ist als gleich ein ganzes Heimkino ;)

Tiefbass Subwoofer DIY - "Earthquake Sub"

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:13

3575

Hallo Heimkino Verrückte und Bass Fetischisten :headphones: ,

in diesem Thread soll es darum gehen, einen DIY Tiefbass Subwoofer zu planen. Nachdem ich immer noch äußerst zufrieden mit meinen äußerst preisgünstigen Kickbässen bin (KMTH Thread), will ich nun an das Thema Tiefbass angehen.

Die einfachste Lösung wäre es natürlich gewesen, einfach auch einen Brachialen a la Wolfgang zu bauen, aber irgendwie wäre mir das zu einfach gewesen :rolleyes: :wink:
Aber eines ist klar, die Brachialen sind Referenz und da will ich auch hin. Nur eben auf einen anderen Weg.

Eine kleine Bitte: keine Diskussion über Sinn und Unsinn von Tiefbass. Ich will das einfach haben. nachdem ich es bei Wolfgang erlebt habe :mrgreen:
Edit Nachtrag: Hier gibt es eine Sammlung von Filmen mit viel Bass: Link zu Hometheatershack

So, dann mal zur Ausgangslage:
- ca. 20qm Kellerkino
- akustisch optimiert u.a mit 60Hz Folienschwingern
- Vorstufe Lexicon MC12 Subwoofer Ausgänge Sub L und Sub R => DCX 2496 => an die Endstufen für Kickbass links / Kickbass rechts / Tiefbass Mono
- bis zu zweimal 400l Gehäuse sind sicherlich machbar (Einbau in die Baffle Wall)
Sprich ich habe mir einen 2-Wege Bass gebaut; aktuell läuft der Uncle Doc von Teufel als Tiefbass, aber dem Teil geht zu schnell die Puste aus.

Zur Definition von Tiefbass und Ziel:
- Einsatz Frequenzbereich 20Hz - 40Hz
- wenn 16Hz machbar sind, dann wäre es super
- 20Hz mit 120dB im Raum als Ziel

Nun an alle Fertigkauf Subwoofer User a la Canton & Co. auf die Frage, "aber selbst mein Subwoofer ist doch bereits mit 20Hz angegeben, warum also so ein Monster bauen", ist die Antwort, aber eben nicht bei einer Lautstärke jenseits von 110dB werden die 20Hz abgespielt. Sprich den Teilen geht schnell die Puste aus. Da unser Ohr im Bassbereich auch noch leiser hört, muss man also umso lauter sein. Na gut, bei 20Hz hört man eh nichts mehr, sondern fühlt nur noch. Und das geht nur über Membranfläche.
Das führt mich zu meinen Nebenbedingungen im Projekt:
- mind 18 Zoll Chassis
- Chassis sollte bekannt sein (will also kein total neues Chassis probieren, sondern auf Bewährtes setzen)
- Chassis sollte relativ einfach beschaffbar sein, möglichst Deutschland mit Garantie
- die Chassis sollten nicht viel mehr als 1000€ insgesamt kosten
- als Amping ist soweit aus Kostengründen die Thomann t-amp ta2400 für 295€ vorgesehen. Eigentlicher Wunsch wäre es, die Proline 3000 für 569€ einzusetzen. Da die Endstufen ich Nachbarraum stehen, sind Lüfter mir egal.

Gesamtprojektkosten sind mal für eine ein-Chassis-Lösung so rund 1500€ im Gespräch.
Grüße
The Jedi of Bass

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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:13

Kaufbare Fertig Lösungen

Kaufbare Fertiglösungen, die ich im Internet gefunden habe, aber selber noch nicht gehört habe. Wer weitere Kandidaten hat, bitte unten posten.

Adam 2100
Der Adam 2100 ist ein Subwoofer, der tatsächlich geeignet zu sein scheint, diesen auch als Tiefbass Subwoofer einzusetzen. Gem. Herstellerangabe ist der Subwoofer auf 18Hz abgestimmt in einem Bassreflexgehäuse. Mit 300l Bruttovolumen und einer 1000 Watt Endstufe scheint das Teil grundsolide gebaut für den Tiefbasszweck. Es scheint offensichtlich zu sein, dass als Chassis das PD2150 zum Einsatz gekommen ist. Mit einem Preis von 4000€ vielleicht nicht gerade ein Schnäppchen aus meiner Sicht, aber der Preis kann durchaus gerechtfertig werden durch die Einmaligkeit des Subs.

Velodyne Digital Drive PLUS 18
Diese scheint ein weiteres Monster zu sein, was man fertig für Geld kaufen kann. 18 Zoll, aber geschlossenes Gehäuse. Das Versprechen, zwischen 14.4Hz und 120Hz nicht mehr als 3dB vom 115db max Schalldruck abzuweichen. Weiterhin angereichert mit einer 3000 Watt Endstufe und einem 8 Band EQ. Zwei von den Teilen und ich wäre glücklich, aber 6000€ pro Kiste ist ja auch mal eine Ansage. Mit 144l Bruttovolumen auch noch recht klein. Das Teil muss wahrscheinlich weit auslenken können, da 144l und geschlossene Bauweise und trotzdem 14Hz mit 112dB irgendwo herkommen müssen. Böse Zungen würden in der Car Hifi Szene evtl. von einem Schlammschieber reden :lol:



Insgesamt scheint es mir, dass man für eine echte Tiefbasslösung von der Stange einiges an Kohle hinlegen muss, insofern dienen mir die Beispiele hier als Business Case, den Selbstbau zu wagen, um massiv Kosten zu sparen.
Grüße
The Jedi of Bass

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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:14

Potentielle Chassis

So, hier nun die potentielle Kandidaten, die ich für mich soweit indentifiziert habe.

Precision Device PD2150
Hersteller Link
Data Sheet
Beschaffung: Thomann
Preis: 549€
Kommentar: 21 Zoll Paper/Fabric Chassis. Scheint die Chassis aus dem Adam 2100 zu sein. Weiterhin scheint es das Lieblingschassis vor einigen Jahren im Poison Nuke Forum gewesen zu sein (ist es noch?)
Werbeversprechen:
Quelle: http://www.precision-devices.com hat geschrieben:The PD.2150 is a unique high power, high efficiency cone transducer designed specifically to provide powerful and accurate sub bass frequencies with minimal distortion and
power compression.
Delivers faultless low end performance. Perfectly at home in new or refurbished horn loaded sub bass systems this unit also delivers powerful lows in reflex designs.
An outstanding drive unit since it allows Designers considerably more freedom with enclosure design and specialised loading techniques without having to allow for physical characteristics or power handling limitations which are typically the result of more traditional designs.


Precision Device PD2450
Hersteller Link
Data Sheet
Beschaffung: Thomann
Preis: 819€
Kommentar: Die große Version des PD2150. Es gibt ein gut dokumentiertes Projekt mit dem Namen BigOne.
Quelle: http://www.precision-devices.com hat geschrieben:Designed specifically to provide powerful sub bass frequencies with minimal distortion and power compression.
The PD.2450 offers a fast responsive sound and is an outstanding drive unit, suitable for sound reinforcement in a variety of enclosure types since it allows Designers considerably more freedom with enclosure design and specialised loading techniques without having to allow for physical characteristics or power handling limitations which are typically the result of more traditional designs.
Perfectly at home in new or refurbished horn loaded Sub bass systems this unit also delivers powerful lows in Reflex designs, such as home theatre and house of worship applications.


Precision Device PDN2450
Es gibt den PD2450 auch noch mit einem Neodym Magneten und leicht anderen T/S Parametern. Aber ich konnte keine Quelle identifizieren, wo man das Teil auch beschaffen könnte. Ansonsten wäre es noch eine Alternative gewesen.

Eighteensound 18NLW9600
Hersteller Link
Data Sheet
Beschaffung: Thomann
Preis: 579€
Kommentar: Chassis sehr ähnlich zu den Brachialen von Wolfgang, hier allerdings nur in der Papier Version. Die Kohlefaser Chassisversion scheint nicht mehr beschaffbar zu sein.

Eighteensound 21NLW9600
Hersteller Link
Data Sheet
Beschaffung: Thomann
Preis: 849€
Kommentar: 21 Zoll Version. Es gibt eine 4Ohm und eine 8Ohm Version.

Monacor Sonic 15MK2
Hersteller Link
Data Sheet
Beschaffung: Preissuchmaschine
Preis: 275€
Kommentar: Auto Subwoofer mit 400gr MMS! Geeignet für geschlossene Bauweise.
Grüße
The Jedi of Bass

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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:14

Exkurs: Simulationprogramm WinISD
Damit ihr die Simulationen unten eventuell selber nachvollziehen könnte, hier eine Superkurzbeschreibung von WinISD.
Es gibt sicherlich noch weitere Simulationprogramme wie AJHorn, ich selber habe bisher immer nur WinISD benutzt.

Man sagt im Allgemeinen, dass man die WinISD Pro Alpha Version benutzen soll.

Downloadseite

WinISD Pro ist ein Freeware Programm, mit welchem Lautsprecher simuliert werden kann. Mögliche Gehäuse sind geschlossen, bassreflex, bandpass und passive Radiator.
Es sollte klar sein, dass es nur eine Simulation ist. Das tatsächliche Ergebnis des Subwoofer (wenn man diesen gebaut hat), hat starke Abhängigkeiten von Chassis Serienstreuung, exakter Aufbau des Gehäuses sowie der Raum an sich.

Insofern ist WinISD mehr dazu geeignet, Chassis zu vergleichen und sich zu überlegen, wie groß das Gehäuse und wie lang das Bassreflexrohr sein soll und ob das Chassis grundsätzlich dem gewünschten Anspruch entspricht.

Mit der Installation von WinISD werden bereits einige Chassiswerte mitgeliefert. Leider nicht die Chassis aus diesem Thread. Ich habe deswegen eigene Chassis erstellt, die ihr hier laden könnt:

Speichert die einzelnen Dateien im WinISD Ordner "Drivers" ab, bei mir z.B. unter:
C:\Program Files (x86)\Linearteam\WinISD Pro\Drivers
WinISD Treiber Daten.zip

Alternativ kann (muss? weiß nicht mehr) man auch die einzelne Chassis laden, wie nun unten beschrieben.

Hier nun die Step by Step Anleitung zur Simulation einer Chassis (in dem Fall PD2150):
Schritt 1:
WinISD öffnen.
Button "New Project" drücken.
Dann wieder "New" im Fenster "New Project..." drücken
Schritt1.jpg


Schritt2:
Button "Load" drücken.
pd2150 Datei suchen aus dem Download oben
"Open" drücken.
Schritt2.jpg


Schritt3:
Mit Close Fenster schließen.
Nun im Dropdown den PD2150 auswählen.
"Next" drücken.
Schritt3.jpg


Schritt4:
Drivers=1 und Option=normal lassen
"Next" drücken
Schritt4.jpg


Schritt5:
Vented lassen. (wer mal mit einem geschlossenen Gehäuse experimentieren mag, kann hier "closed" wählen)
"Next" drücken
Schritt5.jpg


Schritt6:
Auswahl so lassen. Hier weiß ich noch nicht, was die Auswahl wirklich bedeutet, also Standard lassen.
"Finish" drücken.
Schritt6.jpg


Schritt7:
Nun ist man bereits fertig und kann anfangen, seine Box zu designen.
Im roten Kreis kann man sich die verschiedenen Graphen anschauen. Wählt mal "Maximum SPL".
In dem Fenster rechts kann man nun Einfluss auf die Box nehmen.
Schritt7.jpg


Schritt8:
Wählt man im Tab "Box" nun 300l bei 18Hz Tuning, so hat man sogleich wahrscheinlich recht gut den Adam 2100 simuliert :wink:
Schritt8.jpg





Im Rahmen dieses Projektes werden wir insbesondere anschauen
* "Maximium SPL", um zu überprüfen, wie Leistungsfähig unser Subwoofer im Bereich 20 - 35 Hz ist
* SPL bei 400 Watt als Demo Condition
* max Auslenkung "Cone Excursion" um zu sehen, ab wo man die Chassis zerstört (die rote Linie ist die max Auslenkung!) Dazu muss man aber die Eingangswatt im Tab "Signal" eingeben.
* "Rear port - Air velocity" um zu prüfen, wieviel Wind wir produzieren im BR Kanal. Hier gibt es die Abhängigkeit, wie groß der BR Port ist (Einstellung dazu im Tab "Vents"). Man sagt so, dass der Wert nicht höher als 20 bis 25 sein soll im Extremum.
* Group Delay, um zu schauen, ob man den Tiefbass auch zum richtigen Zeitpunkt mit den Hauptlautsprechern an den Hortplatz bekommt


Ein andere wirklich tolle Anleitung und Erklärung von WinISD Pro findet ihr hier: http://www.dwusel.de/hifi/Anleitung%20WinISD.pdf
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:17

Subwoofer Planung Abfolge

Ich bin ungefähr so vorgegangen bei der Planung des Subwoofers.

Step 1: Bassreflex (BR) oder geschlossenes Gehäuse (CB = Closed Box)?
Als erstes sollte man bei so einem Projekt entscheiden, welchem Bauprinzip man folgen möchte. Es gibt kein Prinzip, was über allen anderen Prinzipien steht, da alles seine Vor- und Nachteil hat.
Ich diskutiere hier BR gegen CB, da das Horn a) typischerweise sehr groß ist und b) viel komplizierter zu Bauen und Berechnen ist und der Einsatz von passiv Chassis nicht sehr populär ist (das wird seinen Grund haben). Auch Ripol, Dipol oder Transmissionslinien lasse ich aus, da ich mich damit nicht auskenne.
Vor- und Nachteile werden sehr schön in diesem Dokument aufgelistet (ein bischen durchscrollen ist notwendig).

Schaut man sich den Fertigmarkt an, sieht man am häufigsten BR Boxen. Das Warum erkläre ich mir so: BR spielt lauter = ich kann mehr verkaufen. Im Highend Bereich kommen dann auch oft CB Prinzipien zum Einsatz. Das Warum erkläre ich mir so: Das Lauter kann durch den Einsatz von mehr als einer Chassis wieder wettgemacht werden (z.B. der Uncle Doc von Teufel hat technisch gesehen zwei Chassis mit je 100l CB).
Durch den Einsatz des Bassreflexkanals, pusht man eine bestimmte Frequenz in der Lautstärke. In gewissen Grenzen gilt, längerer Bassreflexkanal = tiefer und lauter. Das bringt aber auch einen Nachteil mit sich: Der Abfall der Lautstärke unter diese Abstimmfrequenz fällt dann sehr schnell und sehr stark ab. Deswegen braucht man für einen BR-Tiefbasssubwoofer ein Chassis, welche eine tiefe Resonanzfrequenz hat. Der PD2150 hat z.B. 22Hz und der 18NLW9600 hat 34Hz.
Deswegen sind aber auch oft BR PA Subs überhaupt nicht in der Lage, tief zu spielen: sie sind auf Lautstärke getrimmt (ist ja PA) und der "normale" Bassbereich ist erst ab 30Hz für den normalen PAler relevant. Deswegen sind PA Sub oft einfach bei 30-40Hz abgestimmt, aber durch den steilen Abfall unter der Abstimmfrequenz geht eben bei 20Hz gar nichts mehr.
Dieses "Abfall" Problem bei BR Boxen hat die CB Box nicht. Diese fällt über große Bereich langsam und gleichmäßig ab. Vielleicht kommt auch daher, dass eine CB Box sauberer/gleichmäßiger/musikalischer spielt.

Um nun also sauber laut 20Hz abspielen zu können, baut man sich eben eine entsprechend abgestimmte BR Box oder viele CB Boxen. Da mein Platz für eine Basswand und aber auch Geld limitiert ist, wird es eine BR Box bei mir.

Nun ist aber nicht jede Chassis geeignet für BR bzw CB. Es gibt so Regeln im Netz zu finden, welche für CB Boxen ein qts von 0.4/0.5 bis 0.7 vorschlagen. Am Ende ist es aber von ein wenig mehr abhängig. Deswegen nehme ich für mich eine ganz einfache Regel: ich schaue mir an, was der Vertreiber für die Chassis vorschlägt als Einsatzzweck.
Für die PD2150 gibt es folgenden Hinweis:
[Quote=www.precision-devices.com]Perfectly at home in new or refurbished horn loaded sub bass systems this unit also delivers powerful lows in reflex designs.[/quote]
Also ist das Teil für BR gedacht und so mache ich es :wink:

Step 2: Gehäusegröße
Für Tiefbass ist das schnell erklärt: größer gleich besser :rolleyes: Am Ende orientiert man sich meistens daran, was man noch sinnvoll hinstellen kann in den Raum. Für die PD2150 werden vom Hersteller 130-350 Liter vorgeschlagen.
Ich habe für mich mal 300l netto (also nach Abzug von Chassis und anderen Innereien) angepeilt.

Step 3: Größe und Länge der BR Öffnung
Nun hat man also entschieden, das man eine BR Box baut, eine bestimmt Chassis nimmt (hier PD2150) und das Gehäusevolumen bestimmt (hier 300l nach dem Motto größer=besser).

Nun kommt das "Tuning" der BR Kanals dran.
Erstmal ist es so, dass je tiefer getunt wird, je länger wird der BR Kanal (oder auch BR Rohr). Ich folge hier dem Adam 2100 Beispiel mit einem "18Hz" Tuning, was sicherlich schon sehr tief ist.
Aber die Länge des BR Kanals ist noch zusätzlich abhängig vom Querschnitt des BR Kanals dummerweise. Je größer der Querschnitt, desto länger muss der BR Kanal sein bei gleicher Tuning Frequenz!
Dazu kommt jetzt auch noch, dass man aber einen gewissen Querschnitt braucht, damit es eben nicht zu den bösen Strömungsgeräuschen kommt.

Ein gutes Bassreflex Design berücksichtig also Tuningfrequenz gegen BR Länge gegen BR Querschnitt gegen Strömungsgeräusche, da man nicht alles gleichzeitig kurz,wenig und klein machen kann.

Als Ziel gilt es im Allgemeinen, bei den Wind Strömungsgeschwindigkeiten möglichst nicht über 17m/s, sicher aber nicht über 25m/s zu liegen.

Bei dem PD2150 Design haben wir nun 300l Gehäuse, 18Hz Tuning. Dazu kommt nun ein BR Kanal mit der Querschnittsfläche von 60cmx5cm. Das ergibt dann eine BR Kanal Länge von 80cm. Die "60cm" und "80cm" sollten dann noch idealerweise was mit den Gehäusemaßen zu tun haben, dann kann man den Kanal schön ins Gehäuse integrieren.
Das ergibt bei einem 400 Watt Signal @20Hz eine SPL von 112.7dB. Der "Wind" hat dort 14m/s dann. Selbst bis 10HZ runter geht es nicht über 18m/s. Das sollte für die Praxis also völlig reichen.

Step 4: Innenverstrebung des Gehäuses
Im Allgemeinen sagt man, dass Innenverstrebung wichtiger ist als dicke Platten zu nutzen. Das leuchtet mir ein. Da ich keine Möglichkeit habe, Platten zu verleimen, werde ich 22mm MDF Platten als Basis nehmen und ordentliche Innenverstrebung machen.

Step 5: Damping
Ich habe hier zwei 100l CB DIY Gehäuse stehen. Mit nichts drin. Das hohle Geräusch, wenn man auf die Box klopft, hat mich schon immer gestört. Deswegen kommen bei mir auch die Ikea Kissen rein wie bei Wolfgang :tongue: Hier nochmals der Link.
Grüße
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:18

Simulation PD2150 vs 18NLW9600

Gehäuse 300l
BR Öffnung: 18Hz Tuning und 40x10cm große Öffnung
PD2150: 110cm BR Schacht Länge
18NLW9600: 107cm BR Schacht Länge
Signal: 500 Watt

Maximal SPL
pd2150vs18NLW9600_MaxSPL.jpg

Hier die theoretische maximale Lautstärke. Es bleibt anzumerken, dass der PD2150 ca 1000 Watt dazu braucht und der 18NLW9600 ca. 1600 Watt.
Ich halte das aber für eine sehr theoretische Kurve, da diese Lautstärken realistisch nicht abgerufen werden. Ist also mehr für das gute Gefühl, Headroom zu haben. Wenn man noch den Room Gain mit reinrechnet, kann man zumindestens sagen, dass man die magischen 120db@20Hz schafft :rock:
Der 18NLW9600 scheint tiefer gehen zu können.

pd2150vs18NLW9600_SPL.jpg

Interessanter schon, mir "nur" 500Watt mal reinzugehen. Da sieht man, dass sich die Kurve schon viel glatter verhält. Beide Kurven sehen gut aus, da hat keiner einen Vorteil.

pd2150vs18NLW9600_ConeExcursion.jpg

Als mit 10Hz Signalen und 500 Watt zerstört man die Chassis. Ist damit ein High Pass Filter notwendig für 18Hz und tiefer? Gibt es sowas für den DIY Bereich? Die Behringer DCX 2496 kann bis maximal 20Hz runter gehen.
Das die PD2150 weniger ausschlägt liegt an dem Vergleich 18 Zoll gegen 21 Zoll.

pd2150vs18NLW9600_Air.jpg

Beide Kurven sehe ich unkritisch.

pd2150vs18NLW9600_GroupDelay.jpg

Group Delay hat die PD2150 besser. Ob man das hört?

pd2150vs18NLW9600_Impendance.jpg

Die PD2150 scheint sich gleichmäßiger zu verhalten. Ob man das hört?

pd2150vs18NLW9600_ImpendancePhase.jpg

Die PD2150 scheint sich gleichmäßiger zu verhalten. Ob man das hört?
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:20

Simulation 1 PD2150 vs 1 18NLW9600 vs 1 bzw 4 Sonic15mk2

Hier nun die Challenge erweitert um den Car Sub Monacor Sonic 15MK2.

Die Protagonisten:
Gelb: 4 Stück Sonic15MK2 in einem 400l geschlossenen Gehäuse
hellblau: 1 Stück Sonic15MK2 in einem 100l geschlossenen Gehäuse
rot: 1 Stück PD2150 in einem 300l Bassreflex Gehäuse, Tuning bei 18Hz
grau: 1 Stück 18NLW9600 in einem 300l Bassreflex Gehäuse, Tuning bei 18Hz

Max SPL
ps vs 18 vs sonic max spl.jpg

Hier kann man nochmals schön die Theorie BR gegeüber CB sehen. Während bei BR unterhalb der Tuningfrequenz die SPL stark abfällt, verläuft die Linie bei CB sehr viel gleichmäßiger abfallend. Auch können die BRs viel lauter als der CB.
Bzgl max Pegel muss man 4 Sonics ins Rennen schicken, um bei 20Hz einem PD oder 18Sound das Wasser zu reichen.

Chassis Auslenkung
ps vs 18 vs sonic cone excursion.jpg

Der Sonic hat ja eine abartige Auslenkung von bis zu 25mm :w000t: Man sieht sehr schön, dass bei 400 Watt Einspeisung das Teil nie(!) an seine Grenze kommt. Die BR Systeme haben Prinzip bedingt <=15Hz ein Abrauch-Problem...

SPL bei 400 Watt
ps vs 18 vs sonic 400W spl.jpg

Die 400 Watt mal wieder willkürlich als Demo Pegel bestimmt. Ein einzelner Sonic kommt auf 102dB bei 20Hz. Sicher nicht schlecht, aber die PA Lautsprecher können mehr. 4 Sonics spielen wieder lautstärkemäßig auf Augenhöhe der PAs.

Group Delay
ps vs 18 vs sonic group delay.jpg

Mein lieber Scholli, wenn mich nicht alles täuscht, ist das hier der Graph, der zeigt, warum ein CB Sub besser ist bzgl Klang als ein BR Gehäuse. Man sieht, wie die beiden BR Simulationen ab 22Hz und drunter komplett abhauen. Das heißt im Klartext, dass man gar nicht am Receiver eine vernünftige Entfernung einstellen kann für die BR Subs. Bei 15Hz ist der Delay z.T. über 38ms (also umgerechnet 12Meter) und bei 30Hz sind es nur 7ms (also umgerechnet 2.3m),
Hier glänzt der Sonic mit einem gleichmäßigen Group Delay von 8ms über den ganze geplanten Nutzungbereich von 15 - 35Hz. Das Teil ist also sehr exakt beim Timing.

Impendance
ps vs 18 vs sonic impendance.jpg

Verläuft beim Sonic viel unkritischer.

Bewegte Membranmasse
PD2150: 305gr
18NLW9600: 261gr
Sonic 15MK2: 400gr
Tja, hier bin ich noch kein Experte, aber es scheint, dass mit 400gr (bei 4 Chassis insgesamt also 1600gr) ein Haufen Zeug bewegt werden muss. Da dürfte einige Anforderungen an das Amping stellen.
Ich würde mal mutmaßen, dass für 4 Sonic15MK2 man schon dann mit der Proline 3000 ins Rennen gehen sollte.


Vorläufiges Ergebnis
Es scheint wie immer, alles ein Kompromiss. Wenn die Gruppenlaufzeit wichtig ist bei Tiefbass (das weiß ich noch nicht abschließend, sieht aber mal so aus), dann ist der Sonic in einem CB Gehäuse schon was feines. Die Downside scheint die schwere Membran mit 400gr zu sein.
Aber insgesamt sieht man, wie laut die beiden PA Lautsprecherchassis tatsächlich können.
Aber das aufwendigere Amping, die schwere Membran und am Ende deutlich höhere Kosten für die gleiche Lautstärke sowie 400l statt 300l notwendiges Gehäuse lässt mich dann doch noch bei der PD2150 Lösung verweilen.
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:21

Schluss und (vorläufige) Entscheidung
Ich habe keine Simus für den 21 Zöller von 18Sound sowie 24 Zöller von PD reingestellt, die Ergebnisse sind nicht so krass unterschiedlich.

So weit habe ich mich in den PD2150 verliebt. Dieser scheint dem 18NLW9600 ebenbürtig zu sein.
Bei dem PD 2150 reizt mich der geringe Preis, die außergewöhnliche Optik sowie der Verbindung mit dem Adam 2100 Profi Subwoofer.

Darum würde nach aktuellen Stand einen 300l Sub bauen mit 18Hz Tuning = 110cm Rohr analog zum Adam 2100.

Frage ist nun, da die PD2150 Chassis recht günstig ist, ob es sich spürbar lohnt, in mein 20qm Kino zwei von den 300l Teilen reinzustellen (werden wie gesagt in die Baffle Wall integriert)? Oder ist das dann der totale Überoverkill und ich werde schon mit einem 21Zöller glücklich? Die Datenlage sagt zu mindestens aus (120DB@20HZ), dass einer reicht.

Edit 27.5.2013:
Schluss und getroffene Entscheidung
Die ersten wenigen Testtage sind durch. EIn 3578 scheint zu reichen :wink: Die Endstufe läuft nur auf 30% und Bass musste ich trotzdem noch am Receiver rausnehmen :wink:

Geworden ist es ein ~350l Gehäuse mit 18Hz Tuning.
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:21

Edit 27.5.2013:

Konkrete Gehäuseplanung für den 3578 Subwoofer

Gehäuse ca 350l Volumen, Abstimmung auf 18Hz mit 2 Stück Bassreflexöffnungen je 6cmx30,6cm Öffnung, somit BR Kanallänge ca. 86cm

Hier das 2D Planungsbild:
20130527_Earthquake Subwoofer - Bass Attack Gehäuse mit PD2150_final.jpg


Hier die Sketchup Datei:
20130527_Earthquake Subwoofer - Bass Attack Gehäuse mit PD2150_final.zip


Die mitgelieferten Chassis Befestigungen, welche ich verwendet habe und für gut befunden habe:
3579

Bauimpressionen:
3580 3581 3582 3583


Beschaffungsliste (ohne Gewähr!!!)
16mm MDF:
120cm x 120cm

22mm MDF:
2 Stück 120cm x 120cm (vorne + hinten)
2 Stück 120cm x 30.6cm (Außenseiten)
2 Stück 84cm x 30.6cm (Bassreflexkanal innen, bestimmt die Kanallänge, 22mm kommen schon vom Gehäusedeckel)
1 Stück 115.6cm x 30.6cm (Deckel unten)
1 Stück 103.6cm x 30.6cm (Deckel oben)
1 Stück 70cm x 30.6cm (Innenverstrebung quer)
2 Stück 115.6cm x 30.6 (Innenverstrebung hochkant)

Nicht Holz:
- Ponal und Schrauben für Befestigung
- 6 Ikea Kissen
- Anschlussterminal (bei mir Neutrik Steckersystem) + Abdichtband + kurzes dickes Lautsprecherkabel für innen
- Chassis PD2150, Lautsprecherkabel und Endstufe :wink:
- Farbe + Pinsel/Roller/Sprühpistole

Als Werkzeug habe ich benutzt:
- Akkuschrauber
- Oberfräse (alle Kanten abrunden, insbesondere alle Innenkanten, wo Luft vorbeizieht)
- Lötkolben für Lautsprechkabel an Anschlussterminal (muss aber nicht, kommt auf das Terminal an)
- Bandschleifer für ein paar Kanten/Oberfläche
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:21

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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon The Jedi of Bass » Dienstag 26. März 2013, 23:23

Hallo an alle,

ich danke an alle, die bis hierhin durchgehalten haben (und hoffentlich das Zeug oben auch gelesen haben :wink: ), euer Feedback ist nun herzlich willkommen, ob ich alles bedacht habe oder auch jeden anderen Kommentar.
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon AndiTimer » Mittwoch 27. März 2013, 00:26

The Jedi of Bass hat geschrieben:Hallo an alle,

ich danke an alle, die bis hierhin durchgehalten haben (und hoffentlich das Zeug oben auch gelesen haben :wink: ), euer Feedback ist nun herzlich willkommen, ob ich alles bedacht habe oder auch jeden anderen Kommentar.


Gut soweit habe ich mal durchgehalten :grin:

Aber bevor es Dir so ergeht (Bilder unter den Videos beachten), ist mir ein Thread in den Sinn gekommen, den ich mal im avsforum gesehen hatte:

- geschlossene Gehäuse
- 10 Hz bei 130dB (wenn er extrem aufdreht)

Ok das hat dem auch mal die Türen geöffnet, aber für die (überschaubare) Größe der Gehäuse find ich das echt Hammer. Link.

Gut die Amis machen oft verrückte Sachen, aber da sind auch richtig gute Projekte dabei. Ich bin auf jeden Fall gespannt was Du so zaubern wirst und bin braver Mitleser. Wohl zu groß für unsere Kinos, aber mein Highlight, der Terraformer XL von Seaton.

Gruss
Andi
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon Kreuzi » Mittwoch 27. März 2013, 08:31

Servus,

Du machst hier Deinen Namen wieder alle Ehre. Ich kann nur applaudieren wie Du diese Sache hier wieder angehst und hoffe dass es auch so funktioniert wie du es dir vorstellst.
Vor allem schön finde ich auch Deine Gliederung und Deine Step für Step-Anleitung für eventuelle Nachahmer.

Danke für Deinen Bericht, ich werde ihn ganz gespannt verfolgen. :flowers:

Viele Grüße
Frank
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon heidax » Mittwoch 27. März 2013, 09:23

Moin,

ein schönes Projekt. Da werde ich mal interessiert mitlesen. Danke für den Exkurs....sind denn zwei SUBS gesetzt oder evtl nur einer?

gruss
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon wolfmunich » Mittwoch 27. März 2013, 09:26

Servus,

Wahnsinn was Du bereits für die Theorie an Arbeit reinsteckst. Meinen allergrößten Respekt hast du für die perfekte Ausarbeitung und Darstellung hier im Forum. Wenn die praktische Ausarbeitung nur halbwegs so gut ist wie die theoretische dann.... :w000t: :w000t: :w000t: :w000t: :w000t:
Gruß

Wolfgang

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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon jonesy » Mittwoch 27. März 2013, 11:25

Moin,
20Hz mit 110db das ist ja mal ne Ansage :rock: :w000t:

Unter Simulation der 2 Treiber schreibst du etwas von Reflexkanallänge von gut 100cm :confused:

Eckart

P.S. Mir hat mal jemand gesagt das beim Gehäuse eine abweichung von max. 10% kein Problem ist.
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon Nilsens » Mittwoch 27. März 2013, 15:19

Hallo Leute,

schönes Projekt...
Ein würde mich nur mal interessieren.
Habt ihr mal geprüft, in weit die Raumgröße im Zusammenhang zum Tiefbass steht.

Der Test ist ganz einfach...
Ihr braucht einen Sub der von 20- 80Hz recht linear spielt. Nun gebt ihr etwas Pegel und nutzt einen Sinusgenerator um von 80Hz langsam runter zu regeln. Dabei achtet ihr zum einen auf das Subjektive Tiefbass empfinden, zum anderen auf das Popowackeln.
In allen Kinos in denen ich das gemacht habe, konnte ich immer einen Zusammenhang zwischen Raumgröße und Tiefbass feststellen.

Im Grunde war es immer so, dass unter der 1. Raummode nicht mehr passierte, selbst wenn dort der Pegel 10db höher war. Das Kino vom Wolfgang z.B. hat auch vorher mit den kleinen Teufeln schon sehr tief geklungen... Tiefer als z.B. das Kino vom Heidax je klingen wird, egal was für Subs er drin hat.

Dennoch bin ich sehr gespannt auf das Projekt. Vielleicht gibt es ja doch eine Möglichkeit in kleinen Räumen Tiefbass zu bekommen.

Gruß
Nilsens
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon Andi Büttner » Mittwoch 27. März 2013, 15:30

Das wird meine Lieblingsthread, da bin ich mir jetzt schon sicher. :clap:

Meine zwei Testgehäuse für die Peerless XXLS 12 AL 12/04 sind nun auch fertig. Beim geschlossen Gehäuse habe ich leider etwas ungenau gefräst und das Chassis nicht abgedichtet eingefräst. Der pfeift sehr köstlich durch die Löcher der Aufhängung :hit:

Zu Testen hat es aber genügt. Wie zu erwarten war, habe ich mit dem BR Gehäuse knapp 5db mehr Schalldruck. Spricht also dafür es als BR zubauen.

Was mich an dem Thema noch stört, unterhalb der ersten Mode (bei mir 21,5 Herz) geht gar nichts. Von dem her bis Du mit Raumlängen um die 8m im Frenzbereich unter 20 Herz der Depp.
Da helfen Dir auch 130 db Schalldruck auf dem Papier nicht weiter.

Grüße
Andi
Zuletzt geändert von Andi Büttner am Mittwoch 27. März 2013, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon Andi Büttner » Mittwoch 27. März 2013, 15:32

Servus Nilsens,

genau das Problem vom dem Du schreibst habe ich auch, da haben wir uns schön überschnitten.

Mich würde auch intressieren wie sich 20 Herz bei Wolfgang anhören. Ich würde einen Hunni wetten dass da NICHTS zu hören oder spüren ist!

Nachtrag: Ich habe die Subs eben mal in meinen Vorraum geschleppt. Der hat immerhin 10m auf 6 m.
Erste Mode somit bei 17 Herz. Hier spielt der 16 Herz Ton immerhin schon bei 80db anstatt mit 60db im kleinen Raum. Allerdings auch nur ganz an der Wand, das ist ja klar - da erste Mode.

Im lezten Nachtrag werde ich das Teil noch im Waschkeller ausprobieren, der hat 4*3m. MAl sehen ob sich da ein Druckkammereffekt aufbaut.

LG
Andi
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Re: Tiefbass Subwoofer DIY - Möglichkeiten

Beitragvon Andi Büttner » Mittwoch 27. März 2013, 17:12

2. Nachtrag

Auch im kleinen Raum (4m*3m) bekomme ich unter 20 Herz keinen Druck aufgebaut. Also scheinen hier die Chassis nicht mehr mitzuspielen oder die Endstufe kann das Teil nicht mehr kontrollieren. Laut Diagramm sollte mit dem Peerless bei 16 Herz noch knapp 100db zu machen sein.

Beim Uncle Doc ist ebenfalls unter 20 Herz nichts mehr angesagt. Man hört nur noch das flattern der Chassis...

Achja, bezüglich Druckkammereffekt hier was zum Thema: http://forum.poisonnuke.de/index.php?ac ... d&TID=2446
Von dem her ist es eigentlich unlogisch, dass unter der ersten Mode nichts mehr gehen würde.


LG
Andi
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