Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Mittwoch 5. September 2018, 23:05

Ready Player One (UHD)

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Ready Player One ist ein Science-Fiction-Thriller von Steven Spielberg, der am 29. März 2018 in die US-amerikanischen und am 5. April 2018 in die deutschen Kinos kam. Der Film basiert auf dem Science-Fiction-Roman Ready Player One von Ernest Cline und ist in der Gamer-Welt der nahen Zukunft angesiedelt. (Quelle: Wikipedia)

Handlung

Im Jahr 2045 spielt sich das Leben vieler Menschen auf der heruntergekommenen Erde zum größten Teil nur noch in OASIS ab. Das ist eine vom Programmierer und Web-Designer James Halliday (Mark Rylance) erfundene virtuelle Welt, die mehr als die düstere Realität zu bieten hat. In dieser Simulation können Nutzer beinahe alles machen und erleben. Die meiste Zeit seines jungen Lebens verbringt auch der Teenager Wade Watts (Tye Sheridan) damit, in diese Welt einzutauchen: Dort reist er mit seinem Avatar Parzival zu verschiedenen Orten innerhalb der künstlichen Sphäre, besucht zum Beispiel die virtuelle Schule und zockt Videospiele. Nach dem Tod des Erfinders entbrennt eine Schnitzeljagd, denn Halliday hat in OASIS ein Easter Egg versteckt. In seinem Testament hat er vermerkt, dass der Finder dieses verborgenen Schatzes sein Vermögen inklusive der OASIS erbt. Halliday selbst war ein großer Fan der Popkultur der 1980er Jahre, also recherchiert Wade was das Zeug hält und liest Bücher, sieht Filme und Serien, hört Musik und spielt die Games aus dem Jahrzehnt. Doch Wade hat große Konkurrenz: Nolan Sorrento (Ben Mendelsohn), ein hohes Tier in einer Internet-Firma, will das Oasis-Spiel unbedingt gewinnen. Dann kann er den Eintritt ins virtuelle Paradies so richtig teuer machen... (Quelle: Google)

Der neuste Blockbuster von Steven Spielberg hatte ein Produktionsbudget von 175 Mio. USD und spielte weltweit 582 Mio. USD ein. Somit war der Film kein Flop, aber auch kein Monsterhit.

,Ready Player One‘ hatten wir zu Fünft im Kino gesehen und hatten richtig Spaß mit dem Film. Entsprechend hab ich mich sehr auf den hiesigen Release gefreut. Obwohl die Story schnell erzählt ist und unter dem Strich relativ einfach gestrickt ist, ist das letztlich gelungenes, nahe der Perfektion grenzendes Unterhaltungskino. Denn was Spielberg mit der ‚Oasis‘ und den darin mal mehr mal weniger offensichtlichen, zu hunderten auftauchenden Popzitaten aus Film, Games und auch Musik geschaffen hat, ist schlichtweg genial. Film macht dann richtig Spaß, wenn man in die gezeigte Welt entführt wird und tief darin eintauchen kann. Und das gelingt hier vorzüglich, wofür man den Altmeister einmal mehr loben muss. Das Setting ist atemberaubend und großartig gefilmt und inszeniert. Man kann sich nicht genug satt sehen an diesen fantastischen und ja, künstlichen Welten, die wie aus einem perfekten Videoclip eines neuzeitlichen Videospiels entsprungen sein könnten. Auch nach dem x-ten Mal schauen wird man wohl haufenweise neue ‚alte‘ Bekannte im Film entdecken. Dass Spielberg sich auch selber zitieren durfte oder eben einen der ‚Altmeister‘ mit einer Szene einer der besten Horrorfilme aller Zeiten, darf als Geniestreich angesehen werden. Wahrscheinlich wird der Film nicht für jedermann funktionieren und wohl gerade zum Schluss hin für manche zu ‚süss‘ sein und/oder zu glatt gebügelt. Auch könnte man dem Film anlasten, dass gewisse Charaktere (insbesondere der Bösewicht) zu stereotypisch gezeichnet sind und die Story keine Überaschungen zu bieten hat. Mich störts nicht, ist‘s doch ein typischer Spielberg ‚Feel good Movie‘, in dem Teenager mal wieder fantastische Abenteuer erleben und so an seine Filme der 80er Jahre erinnern. Ein Film, der von seiner Leichtigkeit und seinen Schauwerten lebt. So, wie es die ‚alten‘ Star Wars Filme eben auch tun. Ich möchte mehr davon von Steven Spielberg sehen, denn die ‚Blockbuster‘-Industrie hat er nunmal geprägt und bereichert und ist und bleibt ein Meister der Unterhaltung. Und nichts anderes will ich als gut unterhalten werden, wofür ich bereit bin, das eine oder andere zu verzeihen :wink:

Bei der Bildqualität schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Das eine Herz hüpft vor Freude, wenn die Oasis gezeigt wird. Glücklicherweise überwiegen die ‚Oasis‘-Anteile, womit man in Sachen Schärfe, Tiefenwirkung, Feinzeichnung, Farbdarstellung- und Intensität und haufenweise gelungener HDR-Effekte und Spitzenlichter regelrecht verwöhnt wird. Auch der Schwarzwert ist sehr gut und lässt die Details nicht absaufen. In diesen Szenen spielt der Film klar auf Referenzniveau und eignet sich hervorragend als Demomaterial. Das andere Herz ist hin und her gerissen, wenn Realszenen gezeigt werden. Hier kommt die Bildqualität meist nicht über durchschnittliches BD-Niveau hinaus und zeigt sich deutlich weicher und blasser, ja fast schmutzig. Wahrscheinlich ist dies stilbedingt so gewollt und muss man leben mit. Das Bild der Realszenen ist nicht grottig und hat auch hier seine zufriedenstellenden Momente, aber die sind halt rarer gesäht. Zusammenfassend eine sehr löbliche Präsentation in Dolby Vision, die, obwohl nur auf einem 2k DI basierend, wirklich VIEL zum Sehspass beiträgt und mal wieder eindrucksvoll demonstriert, wie toll eine UHD, insbesondere HDR- und Spitzenlichteffekte aussehen können. Top!

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Durchgängig auf Referenzniveau spielt der Dolby Atmos Mix in Deutsch & Englisch. Dynamisch, wuchtig, feinauflösend, tolle Surroundebene trotz frontlastigem LS-Layout (die Großes hoffen lässt und wohl sämtliche Ebenen richtig toll fordern soll), gepaart mit guter Sprachverständlichkeit. Film- und Technikfan, was willst Du mehr? Top!

Auch wenn der Film nicht perfekt ist, ist es doch ein Movie, welcher jetzt schon in Sachen Blockbuster zu meinen Alltime Favorites gehört und sich mühelos einen Platz in meinem Filmherzen gesichert hat. Zuviele Lieblinge der Film- und Videospielegeschichte werden hier gekonnt versammelt, als dass mich das unberührt lassen könnte. Dazu noch eine technische Umsetzung in Bild und Ton, wie man es sich wünscht, und fertig ist ein weiterer ‚Bubentraum‘. Bitte mehr davon!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon flinke flasche » Donnerstag 6. September 2018, 00:25

Immer wieder eine tolle Filmbeschreibung. Echt der Wahnsinn :thumbsup: DANKE
Der Film hat mir auch sehr gut gefallen, die Bilder in der Oasis sind einfach gewaltig und auch der Sound überzeugt.
Werde ihn mir bestimmt noch öfters mit Bekannten anschauen.

Leider wurde ich etwas aus der Faszination dieses Films gerissen, als ein Kumpel meinte ich soll doch mal das Buch lesen und meinte, ich werde sehr Überrascht sein. Und er hatte recht. Ich muss sagen, der Film kommt bei weitem nicht an das Buch heran. Das einzige was gleich ist sind die Hauptcharaktere.
Das Buch ist viel düsterer als der Film und sehr spannend geschrieben. Man merkt wie Erneut Cline ein Freund der frühen Konsolenspiele war.
Schade, dass die Autoren nicht etwas mehr beim Buch geblieben sind.
Z.B. gibt es keine der im Film vorkommenden Aufgaben im Buch :no:

Wer den Film mag wird vom Buch überwältigt sein.
In meiner Hitliste die unangefochtene Nummer 1.
Grüße
Tobias


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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Donnerstag 6. September 2018, 12:37

Grüss Dich Tobi,

vielen Dank für Deinen Input und Dein Lob :)

Da werd ich mich demnach hüten, das Buch zu lesen, um meinen ‚Bubentraum‘ nicht zu zerstören :wink:

Grundsätzlich finde ich, dass ein Film nicht eine 1 zu 1 Kopie eines Buches sein sollte und der Regisseur die künstlerische Freiheit haben muss, den Stoff nach seinem Gutdünken neu zu interpretieren. Film ist eine Kunstform, genau so wie das geschriebene Wort auch, und entsprechend sollte da Spielraum vorhanden sein.

Es soll ja auch Filme geben, die besser als ihre Romanvorlagen funktionieren. :wink:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 8. September 2018, 12:13

Spider-Man (UHD)

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,Aus grosser Kraft folgt grosse Verantwortung!‘

Spider-Man ist eine US-amerikanische Action-Comicverfilmung des Regisseurs Sam Raimi, die am 3. Mai 2002 in den US-amerikanischen Kinos und am 6. Juni 2002 auch in den deutschsprachigen anlief. Der Film entstand in Koproduktion von Columbia Pictures, Marvel Studios und Laura Ziskin Productions. Als Vorlage diente die gleichnamige Comicserie Spider-Man. Die gleichnamige Hauptrolle wurde mit Tobey Maguire besetzt. Bis zum August 2002 spielte der Film bei einem Budget von 139 Mio. US-Dollar weltweit knapp 822 Mio. US-Dollar ein. Dem Film schlossen sich die beiden Fortsetzungen Spider-Man 2 (2004) und Spider-Man 3 (2007) an, zusammen bilden die Raimi-Filme eine Trilogie. (Quelle: Wikipedia)

Spider-Man (im Original: The Amazing Spider-Man, zu deutsch früher: Die Spinne) ist eine Comic-Figur und eine Comicreihe von Marvel Comics. Spider-Man wurde von Stan Lee und Steve Ditko geschaffen. Sein erster Auftritt war in Amazing Fantasy Nr. 15 im August 1962. Spider-Man ist eine der wichtigsten Comic-Figuren des Marvel Verlags. Im deutschsprachigen Raum war Spider-Man seit seiner Einführung die meiste Zeit der erfolgreichste Marvel-Charakter. (Quelle: Wikipedia)

Fiktive Biografie

In Amazing Fantasy #15 (1962) wird die bis heute gültige Entstehungsgeschichte von Spider-Man beschrieben. Der Waise Peter Parker, der bei seiner betagten Tante May und seinem betagten Onkel Ben aufwächst, ist ein schüchterner, unbeliebter Nerd. Nach dem Biss einer radioaktiv verseuchten Spinne entwickelt er verschiedene Superkräfte: die proportional vergrößerte Kraft, die Geschwindigkeit und Wendigkeit einer Spinne, die Fähigkeit Wände zu erklettern und einen „Spinnensinn“. Er nennt sich daraufhin Spider-Man, näht sich ein rot-blaues Kostüm mit Spinnenmotiven und erfindet „Netzdrüsen“ mit der dazugehörenden Netzflüssigkeit. Diese erlauben ihm, verschiedene Netze zu spinnen, von elastischen Tauen, an denen er sich von Haus zu Haus schwingt, stabilen Fangnetzen, oder Fesseln, um Verbrecher einzuschnüren. Zudem ist Spider-Man ein gewitzter Sprücheklopfer, was u. a. spätere Helden wie Deadpool inspirierte.

Als Peter in seinem Spider-Man-Kostüm als Wrestler Geld verdienen will, hält er einen flüchtenden Dieb nicht auf. Kurz darauf wird Peters Onkel Ben erschossen, und als Peter den Mörder stellt, erkennt er zu seinem Schrecken den Dieb, den er nicht stoppte. Fortan widmet er sich der Verbrecherjagd, und beherzigt stets Bens Motto: „Aus großer Macht folgt große Verantwortung“ (englisch: "With great power comes great responsibility"). Im Gegensatz zu anderen Superhelden wie Superman oder Batman ist somit weder Edelmut noch Rache, sondern Schuldgefühl der Hauptgrund für Spider-Mans Verbrecherjagd.

Nach Abschluss der High School (1965) studiert Peter an der fiktiven Empire State University, freundet sich mit seinem Zimmergenossen Harry Osborn an, und wird bald sowohl von seiner Mitstudentin Gwen Stacy als auch der angehenden Schauspielerin Mary Jane Watson umworben. Nachdem Peter und Gwen zusammenkommen, kommt sie im Kampf zwischen Spider-Man und dem grünen Goblin (Harrys kriminellen Vater Norman Osborn) zu Tode (1973). Nach längerer Trauer finden Mary Jane und Peter zueinander, und nachdem sie seine Superheldenidentität akzeptiert, heiraten sie schließlich (1987). Dies wurde aber 2007 durch die Story One More Day rückgängig gemacht. Geblieben sind Peters Karriere als freier Fotograf für den Daily Bugle sowie als Dozent an der Empire State Universität.

Seit seinem Debüt 1962 ist Peters betagte, herzkranke Tante May Parker seine wichtigste Bezugsperson. Er gibt sich die Schuld am Tod ihres Ehemannes Ben, und wagt aber lange Zeit nicht, ihr die Wahrheit über sich zu sagen, da er fürchtet, dass es sie umbringen würde. Erst spät (2002) erfährt Tante May seine Geheimidentität und verzeiht ihm seine Untätigkeit vor Onkel Bens Tode. Ebenfalls seit Anfang der Comics verkauft Peter Fotos von Spider-Man (d. h. sich selbst) an den Spider-Man hassenden Zeitungsboss J. Jonah Jameson. Nachdem Tante May 2009 Jamesons Vater heiratet, ist er ironischerweise Spider-Mans Verwandter.

Innerhalb der Welt von Marvel Comics ist Spider-Man als prototypischer Einzelkämpfer bekannt, der vom Establishment (verkörpert durch J. Jonah Jameson) gehasst, aber von der Bevölkerung geliebt wird. Dies spiegelt sich in seinem inoffiziellen Spitznamen „friendly neighborhood Spider-Man“ (engl.: der freundliche Spider-Man von nebenan) wider. Trotzdem ist Spider-Man seit den 1960er-Jahren mit Johnny Storm aus den Fantastischen Vier befreundet (was sich z. T. damit erklären lässt, dass beide damals die einzigen Teenager-Superhelden bei Marvel Comics waren), und ist öfters in Crossovern mit Daredevil und Wolverine zu sehen.

Als Superheld verfügt Spider-Man über eine große Galerie von Superschurken. Als sein Erzfeind gilt gemeinhin der Grüne Goblin/Grüne Kobold (Norman Osborn), der als erster Bösewicht Peter Parkers Geheimidentität herausfand und seine Freundin Gwen Stacy 1973 in den Tod schickte: Spider-Mans Kampf gegen den Grünen Goblin ist der Kernpunkt des Films Spider-Man. Dieser Status wird durch die zweite Inkarnation des Grünen Goblins (Harry Osborn, Norman Osborns mental instabiler Sohn) verstärkt, gegen den Peter besonders ungern kämpft, da Harry in seiner Zivilidentität sein bester Freund ist. Dieser Zwist war der Fokus des Filmes The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro. Ein weiterer Erzfeind ist Doktor Oktopus, der sein Debüt 1963 machte und historisch einer von Spider-Mans ältesten Gegnern ist. Er war der erste Superschurke, der Spider-Man in einem Kampf besiegte, und ist mit seinen mechanischen Armen ein ebenbürtiger Gegner für Spider-Mans Kraft, Agilität und Kletterfähigkeiten. Spider-Mans Kampf gegen Doktor Oktopus war Fokus des Films Spider-Man 2. Als dritter Erzfeind wird ab den 1990er-Jahren Venom gezählt, der sämtliche von Spider-Mans Kräften hat, und der erste Gegner ist, auf den dessen Spinnensinn nicht reagierte. Der Kampf von Spider-Man gegen Venom war Schwerpunkt des Films Spider-Man 3. Weitere Superschurken, die in Spider-Man-Kinofilmen tragende Rollen spielten, waren Echse (The Amazing Spider-Man) sowie Electro (The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro). Doch Spider-Mans wohl größter Feind ist J. Jonah Jameson, der mit seiner lebenslangen Schmierenkampagne gegen Spider-Man dafür sorgt, dass ihm viele Menschen misstrauen. Seine Fehde gegen Spider-Man war vor allem in den ersten Filmen ein wichtiger Nebenplot.
(Quelle: Wikipedia)

Nach Brian Singers ‚X-Men‘ im Jahre 2000 war es zwei Jahre später hauptsächlich Sam Raimis ,Spider-Man‘, welcher den Siegeszug der Comicfilme in den Kinos einläutete. Grund genug, dass wir uns ‚Spider-Man‘ hier etwas ausführlicher widmen.

Noch heute gelten Teil 1&2 der Spidi-Trilogie mit als beste Comicverfilmungen. Insbesondere die Origin Story von ‚Spider-Man‘ ist sehr gelungen und wird mmn nur durch Christopher Nolans ‚Batman Begins‘ getoppt. 2002 waren denn auch die CGI-Möglichkeiten soweit gereift, dass der Held und seine akrobatischen Künste glaubhaft in Szene gesetzt werden konnten. Die Effekte sind gut gealtert, auch wenn heutige Produktionen natürlich noch eleganter aussehen. Sam Raimi war wohl der richtige Regisseur zur richtigen Zeit. Raimi, der vorallem durch den Horror-Splatter ‚Tanz der Teufel’ und die ‚Armee der Finsternis’ bei Genrefans Berühmtheit erlangte, wurde für fähig genug befunden, für Columbia resp. Sony Pictures den Blockbuster ,Spider-Man’ zu stemmen, war die Produktion doch durchaus ein finanzielles Risiko und der überragende Erfolg für die Studios so nicht absehbar. Nach der Spider-Man Trilogie wurde es aber erstaunlich ruhig um Sam Raimi. Das letzte Werk war 2013 die Verfilmung von Disney‘s ‚Die fantastische Welt von Oz‘, welche vorallem visuell zu gefallen wusste.

‚Spider-Man‘ ist eine überaus leichtfüßige und warmherzige Adaption der überaus erfolgreichen Comichefte. Die Story kommt sehr rund und flüssig daher, Langeweile oder unnötige Längen sucht man vergebens. Das Casting ist in meinen Augen perfekt gewählt und Tobey Maguire in der Rolle seines Lebens perfekt und unerreicht besetzt. Willem Dafoe mit seinem markanten Gesicht und Augen passt ebenfalls perfekt in die Rolle des ‚Green Goblins‘. Der heimliche Star des Films ist aber zweifelsohne J.K. Simmons (einer der besten Schauspieler überhaupt!), welcher den schmierigen Zeitungsboss ‚J. Jonah Jameson‘ des ‚Daily Bugle’ mimt. Einzig Kirsten Dunst als ‚Mary Jane Watson‘ wurde von Fans nur minder geliebt. Ich finde sie aber ganz ok in ihrer Rolle. Bliebe da noch James Franco als ‚Harry Osborn‘, der seine Sache ebenfalls überzeugend spielt und die Wandlung vom Good zum Bad Guy über die gesamte Trilogie nachvollziehbar darstellt. Einer der fähigsten Jungschauspieler seiner Zeit.

‚Spider-Man‘ funktioniert auch heute noch prächtig und hat diesen ‚Feel Good Movie‘ Touch. Ein Film, der nur unwesentlich gealtert ist und man sich immer mal wieder zusammen mit den anderen zwei Teilen anschauen kann. Ich bin ziemlich sicher, dass diese Trilogie eine der besten des inflationären Comicuniversums bleiben wird.

Auf das Upgrade in 4k hab ich mich sehr gefreut, zumal die ursprüngliche BD etwas softer ausfiel und hinter den Möglichkeiten des Mediums blieb. Dieser UHD liegt ein 4k Scan und Restaurierung zugrunde. Und soviel ist klar, der Film sah noch nie so gut aus wie heute. Es ist wohl keine perfekte Präsentation, da immer mal wieder softere resp. schlechter fokussierte Bildinhalte zu finden sind. Auch fehlt es an überzeugender Tiefenschärfe. Aber im Vergleich zur BD ist das Bild wesentlich ruhiger und stimmiger geworden. Close Ups erfreuen meist mit guter resp. sehr guter Schärfe, die Farbgebung ist sehr natürlich ohne zu übertreiben und das permanente Filmkorn ist erstaunlicherweise weniger störend als bei der BD. Hier wurde ein richtig guter Job gemacht. Die HDR-Effekte sind ebenfalls gelungen. Eine gute bis sehr schöne Bildpräsentation, welche ich mir für diesen Comic-Klassiker gewünscht habe. Nicht perfekt, aber doch gut genug unter dem Strich. Schön!

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Die deutsche Tonspur liegt nur in einem DD 5.1 Mix vor und kann nicht wirklich glänzen. Hier fehlt es an Dynamik, Feinauflösung und soweit beurteilbar an Direktionalität. Mies ist das Ganze nicht, aber doch weit entfernt von diversen soundtechnischen Spitzenproduktionen. Der originale Atmos Mix soll aber gelungen sein, wenn auch hier keine Referenzwerte zu erwarten sind.

Trotz nicht perfekter Technik dennoch ein lohnendes Upgrade, denn besser sah diese Ikone der Comicfilme nie aus. Ein Film, der trotz trauriger Momente die Sonne im Heimkino scheinen lässt und auch heute noch nach dem x-ten Mal schauen einfach nur Spaß macht. Für mich als Comicfan ein Must Have Titel, der in jede Sammlung gehört. Freude herrscht, dank der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 23. September 2018, 19:52

Life (UHD)

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Life ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Horrorfilm des Regisseurs Daniél Espinosa aus dem Jahr 2017. Der Film kam am 23. März 2017 in die deutschen und einen Tag später in die US-amerikanischen Kinos. (Quelle: Wikipedia)

‚Life‘ hatte ein Produktionsbudget von 58 Mio. USD und ging an den Kinokassen unter und spielte weltweit bloss 100 Mio. USD ein.

Der Regisseur Daniél Espinosa ist eher unbekannt. ‚Child 44’ war der missratene, blutleere und langatmige Versuch vor ‚Life‘, die Bestselleradaption mit namhaftem Cast (u.a. Gary Oldman und Tom Hardy) unter‘s Publikum zu bringen. 2019 darf er das Spider-Man Spin-off ‚Morbius‘ mit Jared Leto produzieren.

Mit ‚Life‘ ist ein kurzweiliger, wenn auch wenig orgineller Sci-Fi Horrorthriller gelungen, der über weite Strecken richtig Spannung erzeugt und atmosphärisch zu gefallen weiss. Der Mix aus ‚Alien’ und ,Gravity’ sieht trotz durchschnittlichem Budget richtig gut aus und baut gekonnt eine klaustrophobische und blutige! Stimmung an Board der ISS auf. Der Film ist ziemlich düster geraten und Verfechter von Happy Ends werden mit dem Film nicht glücklich werden, ohne hier mehr verraten zu wollen. Obwohl der Sci-Fi Streifen nicht wirklich was Neues zu bieten hat, finde ich ihn dennoch ziemlich unterhaltsam. Das Alien ist ziemlich fies geraten und hält die Crew resp. den Zuschauer auf Trab. Natürlich ist ‚Alien’ um Klassen besser, insbesondere das Erzählerische. Aber daran will sich der Film gar nicht messen und schafft es was eigenes für sich zu sein. Verzeihen muss man den einen oder anderen Logikfehler. Die wenigen mitunter namhaften Schauspieler (Jake Gyllenhaal, Ryan Reynlods, Rebecca Ferguson u.a.) machen ihre Sache gut, wenn auch der Film weniger auf eine tiefschürfende Charakterentwicklung als eben auf Stereotypen aufbaut. Das geht letztlich in Ordnung und steht somit als Gegenentwurf zu ‚Alien‘, steht doch der Suspense im Vordergrund, und das schon fast von Beginn weg des Movies.

Das Bild kann sich sehen lassen und lässt die an sich schon gute BD-Bildqualität streckenweise richtig alt aussehen. Auf einem 3.2 DI basierend wird wohl nicht natives 4k erreicht, aber die höhere Auflösung sowie insbesondere der erweiterte Farbraum als auch die HDR-Effekte zeigen gekonnt die Vorzüge des neuen Mediums. Close Ups zeigen sich mit knack scharf. Die Tiefenwirkung ist gut, aber nicht auf Referenzniveau. Die Spitzenlichteffekte sind teils atemberaubend (bspw. der anfängliche Sonnenaufgang mit der ISS im Vordergrund) und sorgen für ein WOW-Feeling. Feines, jedoch nicht störendes Filmkorn zeigt sich mal mehr mal weniger. Unter dem Strich eine sehr schöne, wenn auch nicht 100% konsistente Präsentation, die viel zum Sehspass beiträgt und die eine oder andere Demoszene bereit hält.

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Beim deutschen Ton hingegen muss man Abstriche in Kauf nehmen. Man wird bloss mit einem DD-Mix abgespeist, welcher Dynamik, Feinauflösung und Räumlichkeit vermissen lässt. Die originale englische Tonspur liegt in Dolby Atmos vor. Was beim deutschen Mix fehlt, soll die Atmosspur liefern. Jedoch gehört die Abmischung anscheinend bei den immersiven Titeln nur zur Durchschnittsware.

Für mich hat sich das Upgrade insbesondere in Sachen Bildqualität gelohnt. Schade ist, dass nebst dem mauen deutschen Soundmix kein Wendecover verfügbar ist. Letztlich ist ‚Life’ ein Film, der eher in die zweite Reihe gehört, aber trotzdem Spass macht und für Freunde von Sci-Fi und den Alienfilmen durchaus ein Blick wert ist.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Montag 24. September 2018, 14:11

Voraussichtlich heute (spät) abends werd ich die Review zur UHD ‚Solo‘ veröffentlichen. Soviel vorab: was ne Enttäuschung! Technik ist eines Star Wars Filmes nicht würdig... später mehr! :grant:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Dienstag 25. September 2018, 06:48

Solo - A Star Wars Story (UHD)

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Solo: A Star Wars Story (oder kurz Solo) ist ein US-amerikanischer Space-Western-Film im Star-Wars-Universum aus dem Jahr 2018. Der Film ist nach Rogue One: A Star Wars Story der zweite Ableger der Star-Wars-Anthology-Filmreihe. Die Regie führte Ron Howard, das Drehbuch schrieben Lawrence Kasdan und sein Sohn Jonathan Kasdan. Kathleen Kennedy, Allison Shearmur und Simon Emanuel sind Produzenten des Films. Der Film handelt von der von George Lucas erdachten Figur Han Solo aus der Star-Wars-Filmreihe. Die Handlung des Films beginnt knapp 14 Jahre vor den Ereignissen von Krieg der Sterne (1977), in der die Figur (dargestellt von Harrison Ford) erstmals auftrat. Alden Ehrenreich übernahm die Rolle als junger Han Solo.

Der internationale Starttermin war der 25. Mai 2018, auf den Tag genau 41 Jahre nach der Veröffentlichung von Krieg der Sterne im Jahr 1977. In Deutschland erschien der Film bereits einen Tag früher. Die Weltpremiere fand am 10. Mai im Dolby Theatre in Los Angeles statt, die Europapremiere erfolgte im Rahmen der internationalen Filmfestspiele von Cannes am 15. Mai 2018. Die Dreharbeiten begannen im Januar 2017, damals mit Phil Lord und Christopher Miller als Regisseure, welche jedoch im Juni 2017 nach kreativen Differenzen mit dem leitenden Studio Lucasfilm das Projekt verlassen mussten und durch Ron Howard ersetzt wurden.
(Quelle: Wikipedia)

Gemäss dem Branchenblatt Variety soll ‚Solo‘ der teuerste je produzierte Star Wars Film aller Zeiten sein und verschlang auf Grund der umfangreichen Nachdrehs (es wird gemunkelt, dass Ron Howard 80%! des Films neu drehen liess) sagenhafte 250 Mio. USD. An den Kinokassen floppte ‚Solo‘ kolossal und wurde von den Fans gehörig abgestraft. Nur knapp 393 Mio. USD konnten letztlich weltweit eingespielt werden, womit es den ersten größeren Flop für Disney & Co. absetzte bei einem Film einer der beliebtesten Franchisen überhaupt. Ein Film dieser Größenordnung muss mind. die doppelten Produktionskosten einspielen, um sämtliche Aufwendungen mindestens zu decken. Das Ergebnis zwang Disney zum umdenken und erst kürzlich liess Disneychef Bob Iger verlauten, dass man mit der Marke Star Wars zuviel wollte und das Tempo neuer Filmreleases nun drosseln werde. So sind weitere angekündigte Anthologyfilme erst mal vom Tisch und an eine oder mehrere Fortsetzungen von ‚Solo‘ ist nicht zu denken.

Beim zweiten Mal schauen hat mich ‚Solo‘ weit weniger fasziniert und weggehauen als noch im Kino. Dabei hatte ich mich sehr auf den Homerelease gefreut, denn hey, wir sprechen hier immerhin von Star Wars, da kann die Vorfreude nicht gross genug sein! ‚Solo‘ ist denn aber leider nur bessere Durchschnittsware. Der Film hat ein paar nette Einfälle und schön anzusehende Szenen. Die Action ist ganz passabel (bspw. der Zugüberfall), fällt aber weniger opulent aus als bei Star Wars Filmen sonst üblich. So sind bspw. Weltraumschlachten kein Thema und so tröpfelt ‚Solo‘ storymässig vor sich hin, ohne dabei wirklich Akzente zu setzen. Zuwenig gibt die Story her, um wirklich zu fesseln und zuwenig sind die Schauwerte, um darüber hinwegzutrösten.

Über die Story möchte ich hier keine Worte verlieren. Es sei bloss angemerkt, dass es wie bei Star Wars IIIV auch wieder ziemlich nervige Szenen & Charaktere gibt, die man nur mögen oder hassen kann, ohne hier etwas verraten zu wollen. Schade, denn dies hätte ein geiler Spacewestern werden können. Hätte... Positiv ist der ‚angestaubte‘ Touch des Films, welcher was nostalgisches hat und ihn letztlich doch wieder sympathisch macht. Die Schauspieler, allen voran Alden Ehrenreich als Han Solo machen ihre Sache ganz gut. Gerade die deutsche Synchronisation von Han Solo weckt Erinnerungen an Harrison Ford. Seine Figur gewinnt in der deutschen Sprachfassung, was mich positiv überrascht hat. So ist ‚Solo‘ nicht der schlechteste Star Wars Film geworden, aber leider auch nicht der große Wurf wie ‚Rogue One‘. Es bleibt zu hoffen, dass Disney resp. Lucasfilm nun wieder vermehrt auf Qualität setzen und ihre Lehren aus den letzten beiden Filmen gezogen haben. Denn den Millionen von Fans zuliebe darf die ‚heilige‘ Marke Star Wars nicht in den Sand gesetzt werden. Möge die Macht mit Lucasfilm sein.

Die grösste Enttäuschung ist die Bildqualität. Obwohl hier natives 4k vorliegt und die Voraussetzungen für ein vorzügliches Seherlebnis gegeben wären, sumpft der Film über weite Strecken richtig ab. Viel zu dunkel wurde der Film in Szene gesetzt, sodass oftmals nicht mal die Gesichter zu erkennen sind. Der Kameramann setzte auf natürliches Licht und liess die Szenen nicht ausleuchten, was in einem gänzlich anderen, dreckigen, in brauntönen absaufenden Look sich wiederspiegelt, womit keine Freude aufkommen will. Tiefenwirkung sucht man vergeblich. Schärfe blitzt hier und da mal durch, sofern man was erkennen kann und Farben scheinen nicht zu existieren in diesem Film. HDR-Effekte (kein DV) sind so gut wie keine vorhanden und so ist der Bildeindruck für mich für einen Film dieser Größenordnung eine einzige Katastrophe. Man ist nach dem Ende des Films richtig ermattet, denn es ist ziemlich anstrengend für die Augen, wenn in dunkleren Szenen (und davon hat es viele) fast nichts zu erkennen ist. Die BD soll eine Spur heller sein, überprüft habe ich es noch nicht. Schade schade!

Die nachstehenden Filmschnipsel sind in Wahrheit dunkler. Die Handykamera hellt halt auf. Trotzdem sollte erkannt werden, was ich mit viel zu dunkel meinte...

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Die deutsche Soundspur liegt als DD Plus 7.1 vor. Bis auf fehlende Dynamik ist der Mix in Sachen Räumlichkeit, Sprachverständlichkeit und soweit beurteilbar Direktionalität ganz gut. Aber auch hier fehlt der WOW-Effekt, die die englische Atmosspur wohl auch nicht zu bieten hat und gerade mit den Höheninformationen spärlich umgehen soll.

‚Solo - A Star Wars Story‘ ist kein schlechter, aber auch kein sonderlich guter Film. Das entäuscht umso mehr, als es sich wie bei vielen anderen hier auch um eines meiner Lieblingsfranchisen handelt. Seis drum, ab und an wird man sich ‚Solo‘ mal geben, abfeiern aber wohl nie. Dazu trägt auch die enttäuschende Bildpräsentation bei, die nur in wenigen Szenen wirklich zu gefallen weiss. Der Ton hauts auch nicht raus, und dass Disney konsequent auf Wendecovers verzichtet, ist ein weiteres Ärgernis. Der Film wird sicherlich gekauft, doch so richtig ans Herz legen kann man den niemanden. Schon gar nicht zu Demozwecken. Schade!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Donnerstag 27. September 2018, 20:46

Jagd auf Roter Oktober (UHD)

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Jagd auf Roter Oktober (Originaltitel: The Hunt for Red October) ist eine Literaturverfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Tom Clancy. Er handelt von einem sowjetischen Atom-U-Boot, dessen Kapitän mit seinen Offizieren zur NATO überlaufen möchte. Der erfolgreiche Film wurde 1990 von John McTiernan gedreht und startete am 9. August 1990 in den bundesdeutschen Kinos. (Quelle: Wikipedia)

‚Jagd auf Roter Oktober‘ war für Paramount ein voller finanzieller Erfolg. 30 Mio. USD kostete der Film vor fast 30 Jahren und spielte weltweit 200 Mio. USD ein.

Regisseur John McTiernan, der zuvor mit den kultigen Titeln ‚Predator‘ und ‚Stirb langsam‘ für Aufsehen resp. für Furore sorgte, gelang die spannende Verfilmung eines Tom Clancy Romanes und etablierte erfolgreich den CIA Analytiker Jack Ryan auf der Filmleinwand. Fünf Jack Ryan Filme kamen die Jahre mit unterschiedlichen Schauspielern in der Hauptrolle in die Kinos. ‚Jagd auf Roter Oktober‘ machte dabei den Anfang.

Bei den Kritikern wurde der Film als technisch aufwendig und inszenatorisch erstklassig gerühmt. Und in der Tat ist es mein liebster Teil der Jack Ryan Reihe, welcher sich noch vor ‚Die Stunde der Patrioten‘ einreiht. John McTiernan gelang es einen überaus spannenden Unterwasser-Spionagethriller zu filmen. Der Movie schmückt ein hochkarätiges Schauspielerensemble, welches man sich mal auf der Zunge zergehen lassen muss. Alec Baldwin, Sean Connery, Scott Glenn, Sam Neill, James Earl Jones, Richard Jordan, Tim Curry, Stellan Skarsgård um nur die wichtigsten und bekanntesten Schauspieler zu nennen, tragen großartig durch dieses Katz- und Mausspiel des kalten Krieges. Alleine Sean Connery ist und bleibt mit seinem Charisma eine Wucht und spielte den überlaufenden Kapitän Ramius mit viel Ruhe und gewohnter Präsenz. Zwar gefällt mir Harrison Ford besser in der Rolle des Jack Ryan, aber der damals noch junge Alec Baldwin weiss ebenfalls zu überzeugen. Weitaus mehr auf jeden Fall, als die späteren Ben Affleck oder Chris Pine. Der Film funktioniert auch heute noch bestens. Bis auf den Storybackground ist da nix altbacken, was auch an den gelungenen Practical Effects liegt. Der Spannungsbogen wird über die rund zwei Stunden gekonnt aufgebaut, ohne sich in einer unnötig komplizierten Geschichte zu verheddern. So ist ein sehr flüssiger und runder U-Boot-Streifen gelungen, der weniger auf Action als eben mehr auf Dialoge setzt und keine Längen aufweist. Der Lack blättert hier definitiv nicht ab. So kann man sich ‚Jagd auf Roter Oktober’ in losen Abständen immer mal wieder ansehen und wird dabei auf‘s Neue sehr gut unterhalten.

Dem Film wurde ein 4k Master gegönnt und liegt mit in Dolby Vision vor. Der eher dunkel gefilmte Spionagethriller weiss sich qualitativ aber nur unwesentlich von der mir bekannten BD abzusetzen. Das eher inkonsistente Bild mit teils schlechten Fokussierungen kommt nur in Close Ups vereinzelt scharf rüber. Die Farbgebung ist jedoch natürlicher gelungen und der Schwarzwert sticht ebenfalls positiv hervor, womit gerade in den U-Boot Szenen die Lichteffekte der Armaturen oder der Lampen sich deutlicher und prägnanter abzusetzen vermögen. Das Fillmkorn wirkt sehr homogen und filmisch und ist zu keiner Zeit störend. Keine berauschende Bildpräsentation, von der ich mir eigentlich mehr erhoffte. Eine Steigerung zur BD ist aber auszumachen, weshalb auf Grund des Alters des Films das eine oder andere Manko verziehen werden kann.

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Die Soundqualität weiss leider gar nicht zu überzeugen. In Deutsch liegt bloss ein ziemlich lahmer DD 5.1 Mix vor, welcher Dynamik und Räumlichkeit arg vermissen lässt und ziemlich frontlastig abgemischt wurde. Wenigstens ist die Sprachverständlichkeit bei diesem dialoglastigen Film ganz gut. Die originale Tonspur liegt in einer Dolby TrueHD Abmischung vor, welche ich noch nicht probegehört habe.

Von der Technik habe ich mir für diesen exzellenten Klassiker mehr erhofft. Die Enttäuschung hält sich aber in Grenzen, womit es schon alleine wegen des Covers ein lohnendes Upgrade war. Denn alle auf 4k erschienen Jack Ryan schmücken das gleiche Coverlayout. Als Sammler freut man sich darüber. Immer noch ein toller Film, den man gesehen hahen muss und nichts an seiner Faszination über die Jahre eingebüßt hat. Empfehlenswert!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 30. September 2018, 13:36

Prometheus - Dunkle Zeichen (UHD)

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Prometheus – Dunkle Zeichen (Originaltitel: Prometheus) ist ein US-amerikanisch-britischer Science-Fiction-Film von Ridley Scott aus dem Jahr 2012. Das Drehbuch schrieben Jon Spaihts und Damon Lindelof. In den Hauptrollen sind Noomi Rapace, Michael Fassbender und Charlize Theron zu sehen. Der Film verfolgt ein ähnliches Thema wie schon Scotts 1979 erschienener Film Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt: Ende des 21. Jahrhunderts geht eine Forschungsgruppe mit dem Raumschiff „Prometheus“ Hinweisen auf außerirdische Ursprünge des menschlichen Lebens nach.(Quelle: Wikipedia)

130 Mio. USD hatte Ridley Scott zur Verfügung, um seine Visionen zu verwirklichen. Es wurde kein Box Office Hit, doch immerhin wurden ordentliche 403 Mio. USD weltweit eingespielt. Zuwenig aber, dass 20th Century Fox kein unmittelbares grünes Licht gab, Teil Zwei zu produzieren. Denn eine zweiteilige Story hätte es werden sollen, welche die Vorgeschichte von ‚Alien‘ erzählen sollte. Mit ‚Alien: Covenant‘ wurde dies 2017 schließlich mehr oder weniger befriedigend, bezogen auf Prometheus, zu Ende erzählt.

Der Film hatte keine guten Startvoraussetzungen. Ridley Scott wollte anfänglich nur als Produzent fungieren, übernahm dann aber doch als Regisseur das Ruder. Das Drehbuch von Jon Spaiths wurde mehrfach überarbeitet und von Damon Lindelof in großen Teilen umgeschrieben, was der Geschichte mitunter anzumerken ist. Es lässt sich darüber streiten, ob eine Vorgeschichte zu ‚Alien‘ wirklich nötig war. Diese Entmystifizierung von Filmleinwandikonen ist leider ein neuerer Trend Hollywoods. Nichtsdestotrotz wären die pseudophilosophischen Ansätze von ‚Prometheus’ zur Schöpfungsgeschichte eigentlich eine interessante Ausgangslage für eine spannende Geschichte gewesen. Jedoch wirft der Film leider mehr Fragen auf als diese letztlich zu beantworten, womit der Plot nicht ganz schlüssig und rund wirkt.

Immerhin weiß Ridley Scott ähnlich wie bei ‚Alien‘ mitunter eine klaustrophobische Stimmung zu erzeugen. Spannung wird aber nicht durchgehend erzeugt, hierfür ist die Story einfach zu unausgereift. Dafür hat es eine wirklich heftige ‚Abtreibungsszene‘, die es für das Mainstreamkino ganz schön in sich hat. Noomi Rapace in der Hauptrolle weiss aber nicht nur in dieser Szene glaubhaft zu überzeugen und steht Sigourney Weaver mit ihrem intensiven Spiel in nichts nach. Der heimliche Star des Films ist jedoch einmal mehr Michael Fassbender, welcher seine Figur David äußerst undurchsichtig und unheimlich spielt und definitiv zu begeistern weiss. Der übrige Cast, allen voran Idris Elba und Charlize Theron machen ihre Sache routiniert, ohne dass das Drehbuch zuviel von den beiden abverlangen würde.

Neben guten Schauspielern wird der Movie durch absolut fantastische Schauwerte gerettet, die ihresgleichen suchen. Ohne Umschweife ist es für mich einer der visuell berauschensten Filme der SciFi-Geschichte. Dies ist denn auch DIE Stärke des Films, die über so manches hinwegzutrösten vermag. Ridley Scott ist und bleibt DER Meister des Bildes. Der damals 74 jährige Scott übertraff sich einmal mehr mit einer an die Perfektion grenzenden Bildsprache und -Komposition. Ein wahrer Rausch, ein Fest für die Sinne, der in UHD besonders eindrucksvoll zur Geltung kommt.

Der Bildpräsentation liegt bloss ein 2k DI zugrunde, womit die UHD nur ein Upscaling erhalten hat. Die bereits richtig gute BD-Bildqualität wird aber locker getoppt. Insbesondere die Schärfewerte und die Detailzeichnung bei den CGI-Effekten sind auf Referenzniveau angesiedelt und somit eine wahre Augenweide. Die Farbgebung ist natürlich gehalten, jedoch intensiver als noch bei der BD. Als bspw. der eine Protagonist sprichwörtlich in Flammen aufgeht, zeigt HDR seine Klasse. Auch der Schwarzwert weiss zu überzeugen und zeigt viele Details in den vielen dunklen Szenen. Zwar reicht die Bildqualität nicht ganz an die besten mir bekannten UHD-Präsentationen heran, hat aber trotzdem viele Momente, die zu Demozwecken gezeigt werden können. Eine Bildpräsentation, die in der Summe richtig Spaß macht und dem Film zu schmeicheln weiss. Sehr schön!

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In Deutsch liegt der von der BD bekannte DTS 5.1 Mix an. Dieser ist ziemlich dynamisch und atmosphärisch und fordert den Bassbereich zuweilen ganz schön. Ebenso nehme ich eine gute Räumlichkeit wahr. Die Direktionalität ist, soweit beurteilbar, richtig Klasse. Einzig die Feinauflösung überzeugt nicht zu 100%. Das englische DTS-HD Master 7.1 soll auch auf hohem Niveau spielen, gepaart mit der Feinauflösung, welche dem deutschen Soundmix etwas fehlt.

‚Prometheus- Dunkle Zeichen‘ war leider nicht der große Wurf, den sich viele Alienfans erhofft hatten. Schlecht ist der Film allerdings nicht, und schaut man über das eine oder andere Plothole hinweg, wird man dennoch gut unterhalten. Denn zu schön ist dieser Film in seiner Bildsprache, um alleine hierfür die verdiente Beachtung zu finden. Die Technik ist gut bis überwiegend sehr gut, womit sich dieses Upgrade für mich gelohnt hat. Hoffentlich bleibt uns Ridley Scott noch lange erhalten, um uns weitere wunderschön anzuschauende Filme zu schenken.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Freitag 9. November 2018, 19:42

Bald bald geht’s hier im gewohnten Stil wieder weiter mit Reviews... :wink:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon Ewi » Samstag 10. November 2018, 09:20

Freu mich drauf Stephan :thumbsup:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon Oleeinar » Samstag 10. November 2018, 12:57

Ich bin auch sehr gespannt.......bin durch deinen Thread auch schon auf den ein oder anderen Film gestoßen, den ich sonst nicht geguckt hätte!!


Vielen Dank schon mal und wir freuen uns auf weitere Artikel! :rock:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 10. November 2018, 15:23

Ewi hat geschrieben:Freu mich drauf Stephan :thumbsup:


Ich mich auch Werner... :beer2:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 10. November 2018, 15:25

Oleeinar hat geschrieben:bin durch deinen Thread auch schon auf den ein oder anderen Film gestoßen, den ich sonst nicht geguckt hätte!!


Das freut mich zu lesen :) Weiterhin viel Spaß beim entdecken und genießen... :wink:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 11. November 2018, 17:13

Ich werde nun auch die Soundqualität eingehend beurteilen können. :mml:

Dabei werde ich aber nur auf die nativen Spuren eingehen. Upmixer (deren Freund ich wohl nie oder nur bedingt werde... :no: ) werden nicht berücksichtigt.

Zudem werde ich was nicht neu erworben ist weiterhin unter Backstock publizieren, den Backstock aber neu in

Backstock
Backstock Classics


unterteilen. Backstock Classics soll eine Auswahl an Titeln sein, die 30 Jahre und älter sind.

P.S.: habe mir fest vorgenommen, die Übersicht über meine Film-, Doku- und Musiksammlung in Kürze auf den neusten Stand zu bringen. Da hat sich viel viel Neues in der Zwischenzeit angesammelt... :)
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 11. November 2018, 20:08

Backstock: Rogue One - A STAR WARS Story (BD)

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Rogue One: A Star Wars Story (oder kurz Rogue One) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 2016 und der erste Spielfilm der Anthology-Reihe der Star-Wars-Saga. Er schildert die Vorgeschichte zu Krieg der Sterne. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Gruppe von Rebellen, welche die Baupläne einer imperialen Superwaffe, bekannt als Todesstern, unter Aufopferung ihres Lebens stehlen. In Deutschland startete der Film am 15. Dezember 2016. Gemessen am weltweiten Einspielergebnis war Rogue One der finanziell zweiterfolgreichste Film des Jahres 2016.

Der Film unterscheidet sich stilistisch von den bisherigen Filmen im Star-Wars-Universum. So besitzt Rogue One Anleihen von Kriegsfilmen und betont somit stärker das „Wars“ (Krieg) im Titel. Des Weiteren wird die „Macht“ nur wenig thematisiert und die „Jedi-Ritter“ haben hier keine so herausragende Stellung als moralische Autorität wie in der Kern-Saga.

Der Titel Rogue One ist das Rufzeichen der Rebellen, das sie sich auf die Anforderung der Leitstelle der Rebellenbasis hin spontan ausdenken, als sie sich unerlaubt auf den Weg nach Scarif machen wollen. Rogue ist Englisch und hat verschiedene Übersetzungen (meist „Schurke“; in Das Imperium schlägt zurück wurde „Rogue Squadron“ als „Renegaten-Staffel“ übersetzt).
(Quelle: Wikipedia)

Der erste Anthology-Streifen und der Zweite im neuen STAR WARS Universum hatte ein stattliches Budget von 200 Mio. USD und war für Disney resp. Lucasfilm ein voller finanzieller Erfolg. Rund 1.056 Mrd. USD konnte das ‚Wagnis‘ weltweit einspielen.

Mit Rogue One wurde im STAR WARS Universum erstmals Neuland betreten, steht der Film doch für sich alleine und wiedersprach der bisher gekannten Philosophie, ein solcher müsse einer mehrteiligen Saga angehören. Natürlich steht da kommerzielles Kalkül von Disney dahinter, die Marke zu ‚melken‘. Aber ein Wagnis war es schon eine Geschichte zu erzählen, deren Ende bereits bekannt war. Das Risiko hat sich aber ausbezahlt, und wie!

Verantwortlich zeichnete sich der Regisseur Gareth Edwards, welcher mit dem 2014 veröffentlichten Godzilla Bekanntheit erlangte. Der Film stand eigentlich nicht unter guten Vorzeichen, drangen doch Gerüchte durch, dass massive Nachdrehs vorgenommen werden mussten. Die STAR WARS Community befürchtete denn das Schlimmste... die Sorgen waren den absolut unbegründet. Der Film wurde von den Kritikern nur teilweise abgefeiert. Bemängelt wurde eine blasse Figurenzeichnung und eine unausgegorene Story. Einig war man sich hingegen, dass der Film haufenweise genialer Schauwerte hat. Aber bröseln wir das einmal Stück für Stück auf...

Für mich, soviel vorweg, ist Rogue One nach der Originalen Trilogie mit Abstand der beste neue STAR WARS Film. Ein Film der von mal zu mal gewinnt und somit Charakter hat, was nicht jedem Film vergönnt ist. Die Figurenzeichnung finde ich gelungen und die Motive klar nachvollziehbar. Natürlich ist es der falsche Film für eingehende Charakterstudien und natürlich baut er auf Stereotypen auf, aber das soll hier nicht negativ bewertet werden. Der Cast ist passend und namhaft. Doch finde ich es gelungen, wurde kein Superstar in die Story eingewoben, sondern zumeist Schauspieler aus der zweiten Reihe. Felicity Jones als Jyn Erso nimmt man die Kämpferin ab und man kann sich durchaus mit ihr identifizieren. Genial finde ich den Sidekick K-S2O, der umprogrammierte imperiale Sicherheitsdroide, der trockenen Humor vom Feinsten zelebrieren darf und die nötige Auflockerung in dieses eher düstere Kriegsepos bringt. Denn ein waschechter und wenig kindertauglicher Kriegsfilm ist es geworden, der STAR WARS-untypisch ziemlich schonungslos zu Werke geht. Die Geschichte ist schnell erzählt, doch Längen finde ich keine in diesem über 2h dauernden Spektakel. Ich finde die ganze Story bis zum furiosen und emotionalen Schlussakt flüssig und passend. Natürlich gibt es inhaltlich bessere Filme, aber nur wenige, welche dermaßen grandios in Szene gesetzt wurden. Man kann sich nicht genug satt sehen an den Settings und fremden Welten und der Look ist perfekt gelungen. Da stören mich auch die CGI-Reinkernationen von Gouverneur Tarkin oder Prinzessin Leia wenig bis gar nicht.

Die Bildqualität ist auf Referenzniveau angesiedelt und in der BD-Welt Demomaterial der ersten Güte. Das Bild zeigt sich sehr filmisch und das feine Filmkorn unterstreicht den Look, mit dem man an STAR WARS IV anknüpfen wollte. Top Schärfewerte, ein ausgezeichneter Kontrast, Farben die richtig Punch haben, ohne ins Übertriebene abzudriften und ein sehr guter Schwarzwert zeichnen diesen Blockbuster aus. Eine Bildqualität, die diesem Eyecatcher mehr als gerecht wird und viel viel zum Sehspass beiträgt. Höchste Punktzahl - ganz klar - Top!

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Die Soundabmischung liegt in Deutsch in einem verlustfreien 5.1 DTS-HD Master vor, die originale englische Tonspur als DTS-HD High Resolution 7.1. Atmos vermisse ich nicht, denn beide Spuren sind großartig mit ganz leichten Vorteilen für die englische Version, bei welcher die Sprache natürlicher abgemischt ist. Das ist denn aber schon der einzige Unterschied, den ich ausmachen kann. Die Sourroundebene ist spektakulär eingebunden und die Side- und Backsurrounds sind im Dauereinsatz. Raumgleiter, Laserschüsse etc. zischen quer durch den Raum, dass es eine wahre Freude ist. Dabei zeigt sich das Soundbild sehr räumlich und ausgewogen, gepaart mit einer tollen Feinauflösung. Wahnsinn! Die Subwoofer haben gut zu tun, Tiefbassunterstützung in vielen Sequenzen. Überhaupt ist da viel Dynamik, mit auch im prägnanten Spundtrack vorhanden, weshalb man sich einen zufriedenen Smile während des Films nicht verkneifen kann. Auch hier die Höchstnote. Top!

Fazit: die ‚Hoffnungen‘ die auf diesem Film ruhten, wurden vollends befriedigt. Kein Märchen, dafür ein toll in Szene gesetztes Kriegsepos, das seine Schauwerte kontinuierlich zu steigern weiss und die restlichen neuen STAR WARS Filme mitunter ganz schön alt aussehen lässt. Ein Film, der über die Zeit eher gewinnt und für mich nur knapp an der Höchstnote vorbeischrammt. Dafür ist die Technik in allen Belangen perfekt in Szene gesetzt und rechtfertigt alleine schon deshalb den Kauf. Die Macht war eindeutig mit diesem Film. Bitte Lucasfilm, ihr könnt es doch, also bitte bitte weiter so!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 25. November 2018, 11:23

Ant-Man and the Wasp (UHD)

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Ant-Man and the Wasp ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm rund um die Marvel-Figur Ant-Man von Peyton Reed und eine Fortsetzung des Films Ant-Man (2015). Es ist der 20. Film im Marvel Cinematic Universe (MCU) und Teil der „Dritten Phase“. Der Film kam am 6. Juli 2018 in die US-amerikanischen und am 26. Juli 2018 in die deutschen Kinos. (Quelle: Wikipedia)

Über das Budget des Films wird Stillschweigen bewahrt. Die sehr guten CGI-Effekte lassen aber vermuten, dass mind, 150 Mio. USD oder mehr zur Verfügung standen. Mit rund 622 Mio. USD weltweit ist das Einspielergebnis eines der schwächsten im MCU. Ein Flop an der Kasse war das Sequel aber nicht.

Der mir nicht geläufige Regisseur Peyton Reed, welcher in der Vergangenheit vorallem durch Komödien bekannt wurde, durfte sich auch für das Sequel verantwortlich zeigen. Kein Wunder durfte er wieder ran, wird der erste Teil doch gleichermaßen von den Fans und den Kritikern gefeiert. So ist denn auch Teil 2 ähnlich leichtfüßig geworden, auch wenn der Humor im ersten Teil noch etwas besser sitzte. Die Story ist vergleichbar dünn wie im ersten Teil, weiß aber dennoch zu unterhalten. ‚Ant-Man and the Wasp‘ ist von seiner Machart her denn ein typischer Sommerblockbuster. Ein ‚Gute Laune‘ Movie, der nichts von seinen Zuschauern abfordert und einfach nur unterhalten will. Die Schauspieler, allen voran Paul Rudd, Evangeline Lilly, Michael Douglas und Michael Peña (welcher wiederum die meisten Lacher gebucht hat...), harmonieren auch hier wieder prächtig. Den Schauspielern ist der Spaß, den sie beim Dreh wohl hatten, sichtlich ins Gesicht geschrieben. Kranken tut der Film höchstens beim Bösewicht ‚Ghost‘, der nicht viel besser als jener aus dem ersten Teil gelungen ist. Laurence Fishburne spielt in seiner Nebenrolle gewohnt routiniert. Die Schauwerte sind grandios. Wie bereits geschrieben sind die CGI-Effekte erste Sahne und wissen sich über den Verlauf des Movies gekonnt zu steigern. Die Schrumpfszenen wurden weiter aufgepeppt, da verbucht der Film ein paar nette Einfälle. ‚Ant-Man and the Wasp‘ ist jetzt nicht der ganz große Marvel-Wurf geworden. Wem aber Comicfilme gefallen, ist hier für ‚Zwischendurch‘ gut bedient. Gefällt!

Die Bildqualität ist über weite Strecken sehr gut. Obwohl nur auf einem 2K DI basierend, zeichnet sich der Film meist über eine sehr gute Schärfe aus. Die Tiefenschärfe ist ebenfalls gelungen, auch wenn es hier noch krassere Beispiele gibt. Die Farbgebung ist super ohne zu übertreiben. Sehr natürlich und ausgewogen ist das Color Grading gehalten. HDR-Effekte (nur in HDR 10) hat‘s auch überzeugende. Der Kontrast ist sehr gut und auch der Schwarzwert gefällt. Details lassen sich auch in dunkleren Szenen gut erkennen. Keine Referenzproduktion, aber die eine oder andere Demoszene (Kapitel 14) lassen sich schon finden. Schrammt nur knapp an der Höchstnote vorbei. Sehr schön!

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Der deutsche Soundmix liegt als 7.1 DD Plus an. Ärgerlich, zumal die englische Originalspur in Dolby Atmos daher kommt. Letztere schafft denn nochmals ein kleines Plus an Räumlichkeit und Dynamik. Die Höheninformationen sind durchaus gelungen, kommen aber über den ganzen Film verteilt etwas zu kurz. Die Surroundebene ist in beiden Sprachvarianten sehr aktiv und atmosphärisch. Das macht schon Laune! Auch der bloße DD Mix zeigt sich dynamisch und mit viel Feinauflösung, womit auch ohne Atmos bereits genug Atmosphäre und räumliche Darstellung geboten wird. Keine Referenz, aber doch eine gelungene Abmischung, welche wie das Bild nur knapp die Höchstnote verfehlt. Passt schon!

Wer ein Marvelfanboy ist, sollte den 20. MCU-Blockbuster nicht verpassen, da der Movie zu unterhalten weiß, auch nach mehrmaligem Schauen. Die Technik in Bild und Ton weiß denn zu gefallen und sollte den Kaufentscheid leichter machen. Ant-Man bleibt denn einer meiner Lieblings-MCU-Helden, und so hoffe ich, dass ihm über die Zeit noch ein dritter Teil gegönnt wird.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 25. November 2018, 12:27

Stanley Kubrick‘s 2001: A Space Odyssey (UHD)

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2001: Odyssee im Weltraum (Originaltitel: 2001: A Space Odyssey) ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1968 von Stanley Kubrick. Das Drehbuch wurde von Kubrick und Arthur C. Clarke geschrieben und basiert teilweise auf Clarkes Kurzgeschichte The Sentinel aus dem Jahre 1948. Aus der Zusammenarbeit entstand außerdem Clarkes Roman 2001: Odyssee im Weltraum, der kurz nach dem Film veröffentlicht wurde. Der Roman weicht in Details vom Film ab und ist deutlich ausführlicher. Clarke bezog sich bei Abweichungen in weiteren Teilen der Reihe auf den Film.

Der Film beschreibt eine Reise zum Jupiter mithilfe des empfindungsfähigen Computers HAL, nachdem ein mysteriöser schwarzer Monolith entdeckt worden ist, der die menschliche Evolution beeinflusst. Der Film bietet viel Spielraum für Interpretationsansätze und befasst sich mit den Themen Existentialismus, menschliche Evolution, Technologie, künstliche Intelligenz und der Existenz außerirdischen Lebens. 2001: A Space Odyssey ist für seine physikalisch korrekte Darstellung der Raumfahrt, seine bahnbrechenden Spezialeffekte und seine mehrdeutige Bildsprache bekannt. Der Film benutzt den Sound und die minimalistischen Dialoge anstelle von traditionellen filmischen und erzählerischen Techniken, und der Soundtrack des Films enthält zahlreiche Stücke der klassischen Musik, wie Also sprach Zarathustra von Richard Strauss, An der schönen blauen Donau von Johann Strauss II und diverse Werke der Komponisten Aram Chatschaturjan und György Ligeti.

2001: Odyssee im Weltraum wurde für vier Oscars nominiert, wovon Kubrick einen für seine Regie der visuellen Effekte erhielt. Der Film wird heutzutage als einer der besten und einflussreichsten Filme aller Zeiten angesehen, und das American Film Institute wählte den Film 2008 auf Platz eins der besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten.
(Quelle: Wikipedia)

Es gibt nur sehr wenige Filme, über welche gleichermaßen sinniert und gerätselt wurde wie bei diesem Klassiker des Sci-Fi. Kubrick gelang ein zeitloses Meisterstück, ein hypnotischer Trip in die Vergangenheit und mögliche Zukunft des Menschen, der das Kino maßgeblich beeinflusste und atmosphärischer kaum sein könnte. Dialoge rücken in den Hintergrund, hier sprechen Bild und Musik und nehmen den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute gefangen. Erstaunlich wie gut sich der Film auch heute noch visuell präsentiert und eindrucksvoll aufzeigt, welches Genie Kubrick war. Ein Meister seines Fachs, der seiner Zeit weit weit voraus war und großes Vorbild vieler bekannter Regisseure wurde. So bspw. von Steven Spielberg, die eine Freundschaft bis zu letzt verband und Spielberg den nie fertig gestellten Film A.I. von Kubrick beendete.

Ob man den Film resp. die Message versteht oder auch nicht spielt nur eine untergeordnete Rolle. Denn hier wird auf eindrucksvollste Art und Weise zelebriert, warum das Medium Film zu einer der spannendsten Kunstformen über die Jahrzehnte geworden ist. Hier kann man sich endlos in den wunderschönen Bildern verlieren und dem Alltag im wahrsten Sinn des Wortes entfliehen. Eine Space Opera, eine Hymne auf den ‚modernen‘ Film, der auch in 100 Jahren noch glänzen und nichts von seiner Faszination einbüßen wird.

Das Bild wurde aufwendig restauriert und höchstpersönlich von Christopher Nolan überwacht. So entstand ein 4K Master, welches den Film in nie gezeigter Qualität zeigt. Der in HDR 10 & DV gemasterte Film ist qualitativ eine Wucht. Man will nicht glauben, dass der Film nunmehr 50 Jahre alt ist. Sehr gute Schärfe, ein neues, wärmeres Color Grading, sehr guter Kontrast und ein vorzüglicher Schwarzwert wurden hier herausgearbeitet. DV hat viele tolle Momente. Ein Fest für die Augen, denn noch nie hat der Film besser ausgesehen und wird es wahrscheinlich auch in Zukunft nicht. Top!

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Die deutsche Soundspur muss sich mit einer eher flachen und weniger atmosphärischen DD 5.1 Abmischung zufrieden geben. Hier ist ganz klar die englische Spur in DTS-HD MA 5.1 zu bevorzugen (restaurierte neue 5.1 Abmischung oder alternativ als neue O-Ton Abtastung). Ich bevorzuge die remasterte Version, die am räumlichsten rüber kommt und die Surroundebene gekonnt und aktiv einbindet. Der O-Ton kommt etwas dynamischer rüber. Das ist denn aber schon der einzige Vorteil. Natürlich lässt sich die Soundspur nicht mit heutigen Hochglanzproduktionen vergleichen. Nichts desto trotz wurde hier in Anbetracht des Alters ein sehr guten Job gemacht, dessen Soundqualität viel zum Flair des Filmes beiträgt. Sehr schön!

2001: A Space Odyssey gehört definitiv in jede seriöse Filmsammlung. Bei dieser wunderschönen Kollektion kann man bedenkenlos zugreifen, denn noch nie hat der Film besser ausgesehen oder sich besser angehört. Dieses Meisterwerk hat diese aufwendige Restaurierung zweifellos verdient. Eindrucksvoll wird unter Beweis gestellt, dass auch altes Quellmaterial auch heute noch fantastisch aussehen kann. Von A-Z stimmt hier einfach alles und lässt mein Sammlerherz deutlich höher schlagen. Ein Must Have, ohne wenn und aber! Danke Kubrick, danke Nolan, DANKE!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasured

Beitragvon BladeRunner1974 » Samstag 1. Dezember 2018, 17:53

Der König der Löwen (UHD)

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Der König der Löwen (Originaltitel: The Lion King) ist der 32. abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios und erschien im Jahr 1994. Gemessen an den Kinoeinnahmen ist er der bisher weltweit kommerziell erfolgreichste klassische Zeichentrickfilm. Die Handlung des Films dreht sich um den Löwenjungen Simba und die beschwerliche Suche nach seinem Platz im Kreis des Lebens.

Im Jahr 2011 kam eine Wiederaufführung des ursprünglichen Films im Verleih von Walt Disney in 3D in die Kinos, der am 10. November 2011 im deutschsprachigen Raum erschienen ist.

In den Jahren 1998 und 2004 erschienen die Fortsetzungen Der König der Löwen 2 – Simbas Königreich und Der König der Löwen 3 – Hakuna Matata. 1997 wurde der Film für ein Musical adaptiert. Außerdem produziert Disney derzeit eine computeranimierte Neuverfilmung, bei der Jon Favreau Regie führt und die 2019 zum 25. Jubiläum des Originals in die Kinos kommen soll.
(Quelle: Wikipedia)

‚The Lion King‘ war ein gigantischer kommerzieller Erfolg für Disney. Bei einem Produktionsbudget von bloss 45 Mio. USD spielte der Box Office Hit weltweit rund 968 Mio. USD ein. Kein anderer Zeichentrickfilm konnte je ähnliche Zahlen verbuchen.

Die Story ist denn typisch Disney. Familie, Vertrauen, Verlust, glaube an Dich selber... sind die Kernthemen, die zu einem bunten, temporeichen, sehr witzigen und emotionalen Mix zusammen gewürfelt wurden. Die gelungene Animation, aber insbesondere die großartige Musik mit vielen Ohrwurmstücken, komponiert von Hans Zimmer und Elton John, dürfte den meisten bekannt sein.

Der Film hat zurecht den Status eines Klassikers und stellt ohne Zweifel einer der absoluten Höhepunkte des Studios dar. Schade, wird heute nur noch auf Computeranimation gesetzt. Den heutigen modernen Produktionen fehlt zuweilen der Charme, der von handgezeichneten Trickfilmen ausgeht. So ist ‚The Lion King‘ eine zeitlose, universelle Geschichte, welche mit viel Charme bestens zu unterhalten weiss und auch heute noch in die Topriege meiner Filmsammlung gehört.

Die mir bekannte BD setzte bei der Bildqualität bereits Massstäbe. Entsprechend war ich sehr gespannt, ob hier die UHD nochmals eins drauf setzen kann. Und JA, sie kann... und wie! Dem Film wurde ein 4k-Remaster spendiert. Das Color Grading ist phänomenal geworden. Die Farben wirken dermaßen lebendig und kräftig, ohne aber zu übertreiben, dass es eine wahre Freude ist. Das vom zeichenstil her eher flache Bild wirkt unheimlich kontraststark und plastisch und läuft sehr ruhig. Die Schärfe ist auf Topniveau und der Einsatz von ‚nur‘ HDR 10 (Disney verzichtet ja neuerdings konsequent auf DV... :grant: ) ist sehr gelungen. Wer hätte das gedacht, aber die UHD setzt klar nochmals einen drauf. Demomaterial. Top!

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Für Deutsch liegt ein DD Plus 7.1 Spur vor. Wir haben den Film aber auf Englisch in Dolby Atmos geguckt, weshalb ich auf die deutsche Spur nicht eingehen werde. Der Atmosmix macht Laune, wenn auch die Höhenkanäle zumeist mit Musik gefüttert sind. Die Darstellung kommt sehr räumlich und atmosphärisch rüber; die Surroundebene ist denn meist sehr aktiv und hüllt den Zuschauer wunderbar ein. Die Sprachverständlichkeit ist tip top und die Musik kommt mit viel Dynamik und Feinauflösung rüber. Wenn bspw. Elefanten durch das Bild stapfen, haben die Subwoofer gut zu tun. Ich siedle die Abmischung nicht auf Referenzniveau an, aber sehr gefällig ist das Ganze schon, weshalb mein Daumen klar nach oben zeigt.

‚The Lion King‘ ist ein Film, der zu jeder Jahreszeit bestens passt und nicht nur ‚kleine‘, sondern auch ‚große‘ Kinder entzückt. Ein zeitloses Meisterwerk, welches durch und durch gefällt und auf sehr hohem Niveau zu unterhalten weiss. Technisch ist die UHD top und rechtfertigt ein Upgrade, was eigentlich kaum zu glauben ist. So bleibt zu hoffen, dass nun bei Disney der Startschuss endlich gefallen ist und die vielen Klassiker, die das Studio zu bieten hat, in neuem remasterten Glanz released werden. Wünschen täte ich mir das.
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Beitragvon BladeRunner1974 » Sonntag 9. Dezember 2018, 13:07

Baby Driver (UHD)

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‚Alles was du brauchst ist ein Killer Track.‘

Baby Driver ist ein US-amerikanisch-britischer Action-Thriller von Edgar Wright, der am 11. März 2017 im Rahmen des South by Southwest Film Festivals seine Premiere feierte. Am 28. Juni 2017 kam der Film in die US-amerikanischen und am 27. Juli 2017 in die deutschen Kinos. (Quelle: Wikipedia)

Edgar Wrights Publikum- und Kritikerliebling ‚Baby Driver‘ hatte ein eher bescheidenes Budget über 34 Mio. USD und spielte weltweit rund 226 Mio. USD ein. Kein kommerzieller Grosserfolg für Sony / TRISTAR, aber lohnenswert genug für die Studios, weshalb 2020 Teil 2 in den Kinos anlaufen soll. Ob‘s eine Fortsetzung wirklich braucht, sei dahingestellt...

‚Baby Driver‘, ein etwas ungewöhnlicher Heist-Movie, wurde vor der Erstausstrahlung ziemlich gehyped. Edgar Wright hat denn sowas wie den Status eines Kultregisseurs. Werke wie ‚Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt‘, ‚Hot Fuzz‘ oder ‚Per Anhalter durch die Galaxie‘ sind nur einige seiner ziemlich abgedrehten Filme. ‚Baby Driver‘ ist denn sein vielleicht ‚konventionellster‘ Film bis dato. Besonders das erste Drittel mit einer genial in Szene gesetzten Verfolgungsjagd nach einem Banküberfall macht höllisch Spass. Der Rest des Films wird etwas beliebiger, weshalb ich die teils sehr guten Kritiken nur bedingt nachvollziehen kann. Vielleicht hab ich mir einfach eine noch abgedrehtere Story gewünscht, womit ich hier nicht bedient wurde. Musik ist ein prägendes Stilelement in diesem Movie. Wie Actionsequenzen mit Musik verwoben wurden, ist wirklich stark gemacht. Ob einem aber die Musik von A-Z gefällt, sei dahingestellt. Diese Symbiose aus Bild & Ton ist denn das eigentlich Spektakuläre des Films. Der Schauspielercast ist namhaft. Der in Ungnade gefallene Kevin Spacey (in seiner letzten großen Kinorolle), der gut aufspielende Ansel Elgort als ‚Baby‘, Jamie Foxx oder Jon Berthal machen ihre Sache routiniert. Ein Film, der seine Momente hat und unter dem Strich zu unterhalten weiss. Eine leise Enttäuschung kann ich indes nicht verleugnen, da Wright mich in der Vergangenheit mit teilweise erstklassigen, absolut nonkonventionellen Filmen verwöhnt hat.

Die Bildqualität, welche auf einem 2k DI basiert, ist ansprechend, erreicht aber keine Höchstnoten und taugt für Demozwecke nicht wirklich. Die Schärfewerte sind ok, hier ginge es aber deutlich besser. Gut gefällt mir das Kontrastverhältnis und insbesondere das Color Grading, welches sehr natürlich und mitunter kräftig rüberkommt und ein schönes ‚analoges‘ und filmisches Feeling aufkommen lässt. Wie der Film ist auch das Bild bloss ok, denn 4k kann deutlich besser.

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Geschaut haben wir den Film im englischen O-Ton in Dolby Atmos. Die deutsche Soundspur liegt als DTS-HD MA 5.1 an. Von der Atmosspur bin ich etwas enttäuscht, da über die Höhenkanäle fast nur Musik kommt. Nur wenige Effekte dringen abseits der Musik von oben durch. Immerhin wird so eine schöne Räumlichkeit erzielt. An Dynamik und Wumms mangelt es nicht und die Sprachverständlichkeit ist gut. Da Musik ein wichtiger Teil des Films ist, ist diese etwas betonter als der Rest, was man goutieren muss. Keine Referenzscheibe in Sachen Ton, aber doch spassiger als die blosse 5.1 Abmischung.

‚Baby Driver‘ hat meine Frau besser unterhalten als mich. Ich werde aber dem Film schon alleine wegen dem ersten Drittel eine zweite und dritte Chance geben. Vielleicht breche ich dann wie viele Kritiker auch in Jubelstürme aus?! Die Technik ist ok, wobei die Soundqualität mehr zu gefallen weiss als die Bildqualität. Demomaterial sucht man hier aber vergebens.
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BladeRunner1974
 
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