Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

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BladeRunner1974
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Mittwoch 1. Mai 2019, 10:02

Gestern also Endgame geschaut (auf Englisch in 2D und in Dolby Atmos) und... wir wurden nicht enttäuscht. Ein würdiger Abschluss würd ich meinen, der mit seinem ruhigen Pacing eher überraschte und somit sich anders anfühlt als Infinity War. Trotz langer Laufzeit von rund 180' kam keine Langeweile auf. Ein guter Gradmesser jeweils ist meine Ehefrau, die nach dem Film meinte, dass ihr der Film nicht so lange vorkam. Das Film lief im grössten Saal des Multiplexkinos und war beinahe voll besetzt. Wir hatten auch optimale Plätze (Mitte/Mitte) und nahezu einen 1:1 Sehabstand. Der Sound resp. die Soundeffekte waren ziemlich brachial. Könnte sich also später zuhause auf UHD gut machen. Die Schauwerte waren teils grandios. Der Film sah super aus, und lädt beim Rewatch ein viele kleine Details zu entdecken, die beim erstmaligen Schauen untergingen.

Endgame funktioniert für sich selber nur bedingt, denn kennt man die anderen 21 MCU-Filme nicht, kann man mit den unzähligen Referenzen, Easter Eggs und Anspielungen wenig anfangen. So nervte denn bspw. die Sitznachbarin, welche wohl eben nicht alle voran gegangenen 21 Filme kannte und immer wieder ihren Partner fragen musste, wer/was denn jetzt gerade im Film zu sehen sei.

So wurde Endgame ein Film von Fans für Fans. Für Gelegenheitsgucker dürfte der Film nur bedingt funktionieren.

Wenn ich die vier Avengers-Movies heute ranken müsste, würde das wie folgt aussehen:

Avengers 5/5
Age of Ultron 3/5
Infinity War 4.5/5
Endgame 4/5

Man fragt sich nun, was da in Zukunft noch kommen will, denn irgendwie fühlt sich das MCU nun fertig erzählt an. Und so langsam aber sicher stellt sich auch eine gewisse Sättigung ein. Noch lodert das Feuer für Comicverfilmungen und für das MCU, aber längstens nicht mehr so intensiv wie zu Beginn dieser Comicflut. Ich bin daher gespannt, in welche Richtung die 4. Welle des MCU's schlägt und ob sie mutig genug sein werden, neue Pfade zu betreten. Da nun das Publikum daran gewöhnt wurde, dass der Handlungsbogen sich durchaus auf fremden Welten resp. in den Weiten des Universums abspielen kann, gibt es da Möglichkeiten zuhauf.
LG Stephan - Cinema Utopia

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BladeRunner1974
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 17. Mai 2019, 08:49

The Revenant (UHD)

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The Revenant – Der Rückkehrer (Originaltitel: The Revenant) ist ein US-amerikanischer Historien-Western-Thriller des mexikanischen Regisseurs Alejandro G. Iñárritu, der am 25. Dezember 2015 in ausgewählte Kinos in den USA und am 6. Januar 2016 in die deutschen Kinos kam. Das Drehbuch, verfasst von Mark L. Smith und Iñárritu, basiert auf dem Roman Der Totgeglaubte von Michael Punke und verfolgt die Geschichte des Trappers Hugh Glass. Die Hauptrollen spielen Leonardo DiCaprio und Tom Hardy.

The Revenant wurde im Rahmen der Oscarverleihung 2016 in zwölf Kategorien nominiert. Ausgezeichnet wurde Iñárritu letztlich für die beste Regie, DiCaprio als bester Hauptdarsteller und Emmanuel Lubezki für die beste Kamera.
(Quelle: Wikipedia)

The Revenant war eine meiner ersten UHD‘s; höchste Zeit, sich diesem Meisterwerk etwas genauer zu widmen.

Der Film hatte ein stattliches Budget von 135 Mio. USD und spielte weltweit knapp 533 Mio. USD ein. Ob die Oscars halfen, dass der Survival Western ein kommerzieller Erfolg wurde, sei dahingestellt.

Es gibt Filme, die sich tief ins Gedächtnis einbrennen, die mitunter etwas unbequem sind und vom Zuschauer auch einiges abfordern. The Revenant ist diese Kategorie Film. Kein Schmankerl für eben mal so ‚zwischendurch’, sondern eine epische, spirituelle, von emotionaler Wucht getragene Geschichte, die, lässt mich sich darauf ein, einen hypnotischen und fesselnden Sog entfacht, dem ich mich nur schwer entziehen kann. Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Trappers Hugh Glass (großartig gespielt von Leonardo DiCaprio) im Amerika des späten 18. resp. frühen 19. Jahrhunderts, als Engländer und Franzosen plündernd und mit blutiger Spur durch den nordamerikanischen Kontinent zogen und die Ureinwohner unterdrückten, missbrauchten und aus ihren Habitaten gewaltsam vertrieben. Eine raue, unwirkliche Zeit, in der die Natur noch nicht gebändigt war und, so scheint es mir, nur echte Männer eine echte Überlebenschance hatten.

Dem mexikanischen Ausnahmeregisseur Alejandro G. Iñárritu gelang ein packendes, betörend schönes Westernepos. In den 156‘ Laufzeit gelang es ihm die Schönheit und die rohe Gewalt der nordamerikanischen Wildnis in wunderschönen Bildern einzufangen. Iñárritutypisch ist dieses Meisterwerk handwerklich erstklassig umgesetzt. So wurde beispielsweise kein künstliches Licht verwendet, was dem Film einen sehr natürlichen und unmittelbaren Look beschert. Die Kamera hält voll drauf, ist jederzeit mittendrin, sodass einem fast schwindlig wird. Großartig ist das, einfach nur großartig. Der Regisseur verlangte von sich, aber insbesondere von den Schauspielern während der Drehzeit alles ab. Leonardo DiCaprio ist denn Vegetarier, war sich aber nicht zu schade, rohen Fisch, rohe Leber etc. zu essen. Überhaupt ist sein Schauspiel sehr sehr intensiv und glaubwürdig, weshalb er verdientermaßen endlich seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller gewinnen konnte. Mehr als verdient, gehört er doch zu den besten und wandlungsfähigsten Schauspielern unserer Zeit. Auch der übrige Cast, allen voran Tom Hardy, spielen exzellent in dieser Produktion, die von den Schauspielern wohl alles abverlangte. So ist The Revenant einer der besten Filme meiner Sammlung, welcher auch nach mehrmaligem Sehen nichts von seiner Kraft und Faszination einbüßt. Solche Filme sind es denn, warum ich unser Hobby über alle Maßen liebe und höchsten Respekt vor der Filmcrew habe, die keine Mühen scheut, um solch großartige Filme in die Kinos und zu uns nach Hause zu tragen.

So genial der Film ist, so bestechend ist denn auch die Bildqualität. Basierend auf einem 4k-Master zeigt sich ein jederzeit sehr scharfes Bild, egal ob es sich um Close Ups oder Landschaftsaufnahmen handelt. Die Farben sind sehr natürlich gehalten und die HDR-Effekte sind großartig. Schwarzwert und Kontrast spielen auf hohem Niveau, was umso erstaunlicher ist, als dass nur mit natürlichen Lichtquellen ausgeleuchtet wurde. Demomaterial at his best!

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Die deutsche Tonspur liegt als DTS 5.1 vor, die Originalspur als DTS-HD Master 7.1. Bereits die deutsche Soundspur spielt auf sehr hohem Niveau. Sehr räumlich und top aufgelöst präsentiert sich der Mix, der eine wunderbar geschlossene Klangbühne aufbaut. So ist das Rauschen des Windes, das Knistern der Äste usw. wunderbar auf die 2D-Ebene verteilt, was ein tolles Mittendrinfeeling erzeugt. Da dürfen die Subwoofer mitunter beherzt zupacken, was dann in genialen Dynamikattacken mündet. Die minimalistische und äußerst atmosphärische Musik des Films löst sich wunderbar von den Lautsprechern und schwebt über allem, dass ich Gänsehaut kriege. Dolby Atmos vermisse ich hier nicht, denn dieser Mix ist überaus gelungen und kann ebenfalls mühelos als Demomaterial gezeigt werden.

Alejandro G. Iñárritus Meisterwerk ist wie geboren fürs Kino oder eben für unsere Heimkinos. Nur in angemessener Umgebung kann dieser Film seine ganze unbändige visuelle und tonale Kraft entfalten. Wer den Film noch nicht gesehen hat, hat hier eindeutig etwas verpasst. Ein Meilenstein des Films und für mich jetzt schon ein Klassiker seines Genres. Danke Alejandro G. Iñárritu, ich freue mich auf alles, was du in Zukunft noch für uns begeisterte Filmfans auf Zelluloid bannen wirst.
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LG Stephan - Cinema Utopia

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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 17. Mai 2019, 15:41

Alien - 40th Anniversary Steelbook Edition (UHD)

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Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (Originaltitel Alien) ist ein amerikanisch-britischer Science-Fiction-Horrorfilm aus dem Jahr 1979 und der Beginn der gleichnamigen Filmreihe. Er gilt mit seinen von HR Giger geschaffenen Wesen und Umgebungen als einer der visuell beeindruckendsten Filme des modernen Kinos und leitete eine ganze Reihe von Alien-Filmen ein. Außerdem verhalf er mit Sigourney Weaver erstmals einer Frau zum Durchbruch im Actiongenre. Der Film startete am 25. Mai 1979 in den Vereinigten Staaten und am 25. Oktober 1979 in den deutschen Kinos. (Quelle: Wikipedia)

Das Produktionsbudget lag bei nur 11 Mio. USD und spielte weltweit knapp 105 Mio. USD ein. Grund genug für 20th Century Fox das ikonischte aller Weltraummonster in unzähligen Fortsetzungen und Cross Overs weiter leben zu lassen.

Ziemlich genau 40 Jahre ist es nun her, als einer der stilprägensten und einflussreichsten Sci-Fi Klassiker ins Kino kam. Ridley Scott erfand zu seiner Zeit einen krassen Gegenentwurf zu Star Wars, der fast genau so viele Fans über die Zeit heraufbeschwor, wie eben Star Wars. Nichts weniger als Kult ist Alien. Der Schweizer Künstler H.R. Giger erschuf eine fremde, von dunkler Fantasie geprägte Welt, die bis heute seines Gleichen sucht. Die Setdesigns, aber im Speziellen das Design des Alien bleiben bis heute unerreicht. Viele teils billige Kopien versuchten sich eine Scheibe dieses Erfolges über die Jahrzehnte abzuschneiden, doch an das Original reicht qualitativ nur noch Cameron‘s Nachfolgefilm Aliens heran.

Es ist schon erstaunlich, wie gut sich der Film gehalten hat. Ich bin hier wohl nicht alleine, welcher diesen Streifen schon dutzende Male gesehen hat und diesen Film abgöttisch liebt. Das überaus klaustrophobische Setting erzeugt denn eine fesselnde Grundstimmung, die trotz gemächlichen Erzählstil auch heute noch nichts an Suspense einbüßt. Es gab Zeiten, da fand ich den actiongeladeren Aliens eine Spur besser. Heute ist das nicht mehr so und ich zolle Ridley Scott meinen größten Respekt was er mit bescheidenem Budget erschaffen hat. Gefilmt ist der Film großartig. Die langen und teils bedächtigen Kamerafahrten kommen mit erfreulich wenig Schnitten aus ohne zu langweilen. Gewisse Bildkompositionen sind denn epischen Ausmaßes und absolut visionär. Ridley Scott war schon damals ein ganz Großer und sollte es mit Blade Runner etc. noch weiter unter Beweis stellen. Einer der bis heute umtriebigsten und sicherlich einflussreichsten Regisseure überhaupt, dem sicherlich viele mit die Liebe zum Film zu verdanken haben. Der Cast war für jene Zeit sehr namhaft und bestens aufgelegt. Jede Rolle ist top besetzt und gespielt. Sigourney Weaver hat sich mit der Rolle der Ellen Louise Ripley sicherlich ein Denkmal gesetzt und bleibt DIE weibliche Actionfigur im modernen Blockbusterkino, welches seine Anfänge in den 70er Jahren hatte. So bleibt ein Film, der nicht altern will und hoffentlich noch viele Generationen und aufstrebende Filmtalente beeinflussen wird. Für mich einer der besten Filme, der mich schon viele viele Jahre begleitet und sicherlich ein Leben lang einer meiner liebsten bleiben wird.

Ich habe mich auf das neue 4k-Master sehr gefreut. Beurteilen kann ich nur die Originalfassung, da ich den ominösen Directors Cut von 2003 ignoriere. So zeigt sich die Bildpräsentation in einer gesteigerten Qualität ggü. der bekannten BD, was sich vorallem in der Schärfe, dem Kontrast und den ruhigeren Farben zeigt. Vor allem Close Ups können ziemlich knackig sein, womit richtig viel aus dem alten Quellmaterial herausgekitzelt werden konnte. Ein referenzwürdiges Bild ist jedoch nicht zu ewarten. Eine summarische Steigerung trotz nur sehr geringer HDR-Effekte ist aber auszumachen. In der Summe trotz altersgerechtem leichten Korn ein nach wie vor sehr filmisches Bild, womit dieser Klassiker des SciFi-Kinos noch nie besser ausgesehen hat und es wohl in Zukunft auch nicht wird.

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Der Ton liegt in Deutsch als DTS 5.1 und in Englisch als DTS-HD Master 5.1 vor. Zu bevorzugen ist der englische Mix, da insbesondere die Stimmen sich viel natürlicher anhören als bei der etwas blechernen Originalsynchro. Der Zeit entsprechend kann nicht mit einem referenzwürdigen Ton gerechnet werden, der eher frontlastig abgemischt ist und auch nicht sonderlich räumlich und nuanciert daher kommt. Da man diesen Film nicht anders kennt, mag man es ihm verzeihen. So kommen die Subwoofer nur minimal zum Einsatz und die Auflösung liegt deutlich hinter modernen Produktionen. Atmosphärisch ist der Mix mit seiner passenden musikalischen Untermalung und der alientypischen Geräuschkulisse dennoch.

Einer der besten SciFi-Filme aller Zeiten hat den Weg ins moderne UHD-Zeitalter gefunden und ich bin sehr glücklich darüber. Sogar meine Frau findet den Film toll, obwohl ‚Sabber- und Mosterfilme‘ nicht so das ihre sind. Es gibt wohl niemand in unserem ‚Business‘, welcher diesen Kultstreifen nicht kennt und liebt. So können die ‚Liebenden‘ ruhig einen Blick auf die Jubiläumsedition werfen, denn besser, da bin ich mir ziemlich sicher, wird der Film in Zukunft nicht mehr aussehen.
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