Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

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BladeRunner1974
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Mittwoch 1. Mai 2019, 10:02

Gestern also Endgame geschaut (auf Englisch in 2D und in Dolby Atmos) und... wir wurden nicht enttäuscht. Ein würdiger Abschluss würd ich meinen, der mit seinem ruhigen Pacing eher überraschte und somit sich anders anfühlt als Infinity War. Trotz langer Laufzeit von rund 180' kam keine Langeweile auf. Ein guter Gradmesser jeweils ist meine Ehefrau, die nach dem Film meinte, dass ihr der Film nicht so lange vorkam. Das Film lief im grössten Saal des Multiplexkinos und war beinahe voll besetzt. Wir hatten auch optimale Plätze (Mitte/Mitte) und nahezu einen 1:1 Sehabstand. Der Sound resp. die Soundeffekte waren ziemlich brachial. Könnte sich also später zuhause auf UHD gut machen. Die Schauwerte waren teils grandios. Der Film sah super aus, und lädt beim Rewatch ein viele kleine Details zu entdecken, die beim erstmaligen Schauen untergingen.

Endgame funktioniert für sich selber nur bedingt, denn kennt man die anderen 21 MCU-Filme nicht, kann man mit den unzähligen Referenzen, Easter Eggs und Anspielungen wenig anfangen. So nervte denn bspw. die Sitznachbarin, welche wohl eben nicht alle voran gegangenen 21 Filme kannte und immer wieder ihren Partner fragen musste, wer/was denn jetzt gerade im Film zu sehen sei.

So wurde Endgame ein Film von Fans für Fans. Für Gelegenheitsgucker dürfte der Film nur bedingt funktionieren.

Wenn ich die vier Avengers-Movies heute ranken müsste, würde das wie folgt aussehen:

Avengers 5/5
Age of Ultron 3/5
Infinity War 4.5/5
Endgame 4/5

Man fragt sich nun, was da in Zukunft noch kommen will, denn irgendwie fühlt sich das MCU nun fertig erzählt an. Und so langsam aber sicher stellt sich auch eine gewisse Sättigung ein. Noch lodert das Feuer für Comicverfilmungen und für das MCU, aber längstens nicht mehr so intensiv wie zu Beginn dieser Comicflut. Ich bin daher gespannt, in welche Richtung die 4. Welle des MCU's schlägt und ob sie mutig genug sein werden, neue Pfade zu betreten. Da nun das Publikum daran gewöhnt wurde, dass der Handlungsbogen sich durchaus auf fremden Welten resp. in den Weiten des Universums abspielen kann, gibt es da Möglichkeiten zuhauf.
LG Stephan - Cinema Utopia

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BladeRunner1974
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 17. Mai 2019, 08:49

The Revenant (UHD)

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The Revenant – Der Rückkehrer (Originaltitel: The Revenant) ist ein US-amerikanischer Historien-Western-Thriller des mexikanischen Regisseurs Alejandro G. Iñárritu, der am 25. Dezember 2015 in ausgewählte Kinos in den USA und am 6. Januar 2016 in die deutschen Kinos kam. Das Drehbuch, verfasst von Mark L. Smith und Iñárritu, basiert auf dem Roman Der Totgeglaubte von Michael Punke und verfolgt die Geschichte des Trappers Hugh Glass. Die Hauptrollen spielen Leonardo DiCaprio und Tom Hardy.

The Revenant wurde im Rahmen der Oscarverleihung 2016 in zwölf Kategorien nominiert. Ausgezeichnet wurde Iñárritu letztlich für die beste Regie, DiCaprio als bester Hauptdarsteller und Emmanuel Lubezki für die beste Kamera.
(Quelle: Wikipedia)

The Revenant war eine meiner ersten UHD‘s; höchste Zeit, sich diesem Meisterwerk etwas genauer zu widmen.

Der Film hatte ein stattliches Budget von 135 Mio. USD und spielte weltweit knapp 533 Mio. USD ein. Ob die Oscars halfen, dass der Survival Western ein kommerzieller Erfolg wurde, sei dahingestellt.

Es gibt Filme, die sich tief ins Gedächtnis einbrennen, die mitunter etwas unbequem sind und vom Zuschauer auch einiges abfordern. The Revenant ist diese Kategorie Film. Kein Schmankerl für eben mal so ‚zwischendurch’, sondern eine epische, spirituelle, von emotionaler Wucht getragene Geschichte, die, lässt mich sich darauf ein, einen hypnotischen und fesselnden Sog entfacht, dem ich mich nur schwer entziehen kann. Der Film basiert auf der wahren Geschichte des Trappers Hugh Glass (großartig gespielt von Leonardo DiCaprio) im Amerika des späten 18. resp. frühen 19. Jahrhunderts, als Engländer und Franzosen plündernd und mit blutiger Spur durch den nordamerikanischen Kontinent zogen und die Ureinwohner unterdrückten, missbrauchten und aus ihren Habitaten gewaltsam vertrieben. Eine raue, unwirkliche Zeit, in der die Natur noch nicht gebändigt war und, so scheint es mir, nur echte Männer eine echte Überlebenschance hatten.

Dem mexikanischen Ausnahmeregisseur Alejandro G. Iñárritu gelang ein packendes, betörend schönes Westernepos. In den 156‘ Laufzeit gelang es ihm die Schönheit und die rohe Gewalt der nordamerikanischen Wildnis in wunderschönen Bildern einzufangen. Iñárritutypisch ist dieses Meisterwerk handwerklich erstklassig umgesetzt. So wurde beispielsweise kein künstliches Licht verwendet, was dem Film einen sehr natürlichen und unmittelbaren Look beschert. Die Kamera hält voll drauf, ist jederzeit mittendrin, sodass einem fast schwindlig wird. Großartig ist das, einfach nur großartig. Der Regisseur verlangte von sich, aber insbesondere von den Schauspielern während der Drehzeit alles ab. Leonardo DiCaprio ist denn Vegetarier, war sich aber nicht zu schade, rohen Fisch, rohe Leber etc. zu essen. Überhaupt ist sein Schauspiel sehr sehr intensiv und glaubwürdig, weshalb er verdientermaßen endlich seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller gewinnen konnte. Mehr als verdient, gehört er doch zu den besten und wandlungsfähigsten Schauspielern unserer Zeit. Auch der übrige Cast, allen voran Tom Hardy, spielen exzellent in dieser Produktion, die von den Schauspielern wohl alles abverlangte. So ist The Revenant einer der besten Filme meiner Sammlung, welcher auch nach mehrmaligem Sehen nichts von seiner Kraft und Faszination einbüßt. Solche Filme sind es denn, warum ich unser Hobby über alle Maßen liebe und höchsten Respekt vor der Filmcrew habe, die keine Mühen scheut, um solch großartige Filme in die Kinos und zu uns nach Hause zu tragen.

So genial der Film ist, so bestechend ist denn auch die Bildqualität. Basierend auf einem 4k-Master zeigt sich ein jederzeit sehr scharfes Bild, egal ob es sich um Close Ups oder Landschaftsaufnahmen handelt. Die Farben sind sehr natürlich gehalten und die HDR-Effekte sind großartig. Schwarzwert und Kontrast spielen auf hohem Niveau, was umso erstaunlicher ist, als dass nur mit natürlichen Lichtquellen ausgeleuchtet wurde. Demomaterial at his best!

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Die deutsche Tonspur liegt als DTS 5.1 vor, die Originalspur als DTS-HD Master 7.1. Bereits die deutsche Soundspur spielt auf sehr hohem Niveau. Sehr räumlich und top aufgelöst präsentiert sich der Mix, der eine wunderbar geschlossene Klangbühne aufbaut. So ist das Rauschen des Windes, das Knistern der Äste usw. wunderbar auf die 2D-Ebene verteilt, was ein tolles Mittendrinfeeling erzeugt. Da dürfen die Subwoofer mitunter beherzt zupacken, was dann in genialen Dynamikattacken mündet. Die minimalistische und äußerst atmosphärische Musik des Films löst sich wunderbar von den Lautsprechern und schwebt über allem, dass ich Gänsehaut kriege. Dolby Atmos vermisse ich hier nicht, denn dieser Mix ist überaus gelungen und kann ebenfalls mühelos als Demomaterial gezeigt werden.

Alejandro G. Iñárritus Meisterwerk ist wie geboren fürs Kino oder eben für unsere Heimkinos. Nur in angemessener Umgebung kann dieser Film seine ganze unbändige visuelle und tonale Kraft entfalten. Wer den Film noch nicht gesehen hat, hat hier eindeutig etwas verpasst. Ein Meilenstein des Films und für mich jetzt schon ein Klassiker seines Genres. Danke Alejandro G. Iñárritu, ich freue mich auf alles, was du in Zukunft noch für uns begeisterte Filmfans auf Zelluloid bannen wirst.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 17. Mai 2019, 15:41

Alien - 40th Anniversary Steelbook Edition (UHD)

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Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (Originaltitel Alien) ist ein amerikanisch-britischer Science-Fiction-Horrorfilm aus dem Jahr 1979 und der Beginn der gleichnamigen Filmreihe. Er gilt mit seinen von HR Giger geschaffenen Wesen und Umgebungen als einer der visuell beeindruckendsten Filme des modernen Kinos und leitete eine ganze Reihe von Alien-Filmen ein. Außerdem verhalf er mit Sigourney Weaver erstmals einer Frau zum Durchbruch im Actiongenre. Der Film startete am 25. Mai 1979 in den Vereinigten Staaten und am 25. Oktober 1979 in den deutschen Kinos. (Quelle: Wikipedia)

Das Produktionsbudget lag bei nur 11 Mio. USD und spielte weltweit knapp 105 Mio. USD ein. Grund genug für 20th Century Fox das ikonischte aller Weltraummonster in unzähligen Fortsetzungen und Cross Overs weiter leben zu lassen.

Ziemlich genau 40 Jahre ist es nun her, als einer der stilprägensten und einflussreichsten Sci-Fi Klassiker ins Kino kam. Ridley Scott erfand zu seiner Zeit einen krassen Gegenentwurf zu Star Wars, der fast genau so viele Fans über die Zeit heraufbeschwor, wie eben Star Wars. Nichts weniger als Kult ist Alien. Der Schweizer Künstler H.R. Giger erschuf eine fremde, von dunkler Fantasie geprägte Welt, die bis heute seines Gleichen sucht. Die Setdesigns, aber im Speziellen das Design des Alien bleiben bis heute unerreicht. Viele teils billige Kopien versuchten sich eine Scheibe dieses Erfolges über die Jahrzehnte abzuschneiden, doch an das Original reicht qualitativ nur noch Cameron‘s Nachfolgefilm Aliens heran.

Es ist schon erstaunlich, wie gut sich der Film gehalten hat. Ich bin hier wohl nicht alleine, welcher diesen Streifen schon dutzende Male gesehen hat und diesen Film abgöttisch liebt. Das überaus klaustrophobische Setting erzeugt denn eine fesselnde Grundstimmung, die trotz gemächlichen Erzählstil auch heute noch nichts an Suspense einbüßt. Es gab Zeiten, da fand ich den actiongeladeren Aliens eine Spur besser. Heute ist das nicht mehr so und ich zolle Ridley Scott meinen größten Respekt was er mit bescheidenem Budget erschaffen hat. Gefilmt ist der Film großartig. Die langen und teils bedächtigen Kamerafahrten kommen mit erfreulich wenig Schnitten aus ohne zu langweilen. Gewisse Bildkompositionen sind denn epischen Ausmaßes und absolut visionär. Ridley Scott war schon damals ein ganz Großer und sollte es mit Blade Runner etc. noch weiter unter Beweis stellen. Einer der bis heute umtriebigsten und sicherlich einflussreichsten Regisseure überhaupt, dem sicherlich viele mit die Liebe zum Film zu verdanken haben. Der Cast war für jene Zeit sehr namhaft und bestens aufgelegt. Jede Rolle ist top besetzt und gespielt. Sigourney Weaver hat sich mit der Rolle der Ellen Louise Ripley sicherlich ein Denkmal gesetzt und bleibt DIE weibliche Actionfigur im modernen Blockbusterkino, welches seine Anfänge in den 70er Jahren hatte. So bleibt ein Film, der nicht altern will und hoffentlich noch viele Generationen und aufstrebende Filmtalente beeinflussen wird. Für mich einer der besten Filme, der mich schon viele viele Jahre begleitet und sicherlich ein Leben lang einer meiner liebsten bleiben wird.

Ich habe mich auf das neue 4k-Master sehr gefreut. Beurteilen kann ich nur die Originalfassung, da ich den ominösen Directors Cut von 2003 ignoriere. So zeigt sich die Bildpräsentation in einer gesteigerten Qualität ggü. der bekannten BD, was sich vorallem in der Schärfe, dem Kontrast und den ruhigeren Farben zeigt. Vor allem Close Ups können ziemlich knackig sein, womit richtig viel aus dem alten Quellmaterial herausgekitzelt werden konnte. Ein referenzwürdiges Bild ist jedoch nicht zu ewarten. Eine summarische Steigerung trotz nur sehr geringer HDR-Effekte ist aber auszumachen. In der Summe trotz altersgerechtem leichten Korn ein nach wie vor sehr filmisches Bild, womit dieser Klassiker des SciFi-Kinos noch nie besser ausgesehen hat und es wohl in Zukunft auch nicht wird.

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Der Ton liegt in Deutsch als DTS 5.1 und in Englisch als DTS-HD Master 5.1 vor. Zu bevorzugen ist der englische Mix, da insbesondere die Stimmen sich viel natürlicher anhören als bei der etwas blechernen Originalsynchro. Der Zeit entsprechend kann nicht mit einem referenzwürdigen Ton gerechnet werden, der eher frontlastig abgemischt ist und auch nicht sonderlich räumlich und nuanciert daher kommt. Da man diesen Film nicht anders kennt, mag man es ihm verzeihen. So kommen die Subwoofer nur minimal zum Einsatz und die Auflösung liegt deutlich hinter modernen Produktionen. Atmosphärisch ist der Mix mit seiner passenden musikalischen Untermalung und der alientypischen Geräuschkulisse dennoch.

Einer der besten SciFi-Filme aller Zeiten hat den Weg ins moderne UHD-Zeitalter gefunden und ich bin sehr glücklich darüber. Sogar meine Frau findet den Film toll, obwohl ‚Sabber- und Mosterfilme‘ nicht so das ihre sind. Es gibt wohl niemand in unserem ‚Business‘, welcher diesen Kultstreifen nicht kennt und liebt. So können die ‚Liebenden‘ ruhig einen Blick auf die Jubiläumsedition werfen, denn besser, da bin ich mir ziemlich sicher, wird der Film in Zukunft nicht mehr aussehen.
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BladeRunner1974
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 31. Mai 2019, 11:36

Babylon Berlin (BD)

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Babylon Berlin ist eine deutsche Kriminal-Fernsehserie, die von X Filme Creative Pool in Koproduktion mit ARD Degeto, Sky und Beta Film produziert wird. Regie führen Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handloegten. Hauptdarsteller sind Volker Bruch in der Rolle des Kommissars Gereon Rath und Liv Lisa Fries als Charlotte „Lotte“ Ritter, die ebenfalls bei der Polizei arbeitet. Die Drehbücher der ersten beiden Staffeln basieren frei auf Volker Kutschers Kriminalroman Der nasse Fisch, der im Berlin der Weimarer Republik spielt.

Die Serie war zunächst auf 16 Folgen von jeweils rund 45 Minuten in zwei Staffeln angelegt und ist mit einem Budget von knapp 40 Millionen Euro die bislang teuerste deutsche Fernsehproduktion und teuerste nicht-englischsprachige Serie. Nach der Erstausstrahlung beim Bezahlsender Sky 1 im Herbst 2017 lief Babylon Berlin ab dem 30. September 2018 im Ersten, in Österreich auf ORF eins und in der Schweiz auf SRF zwei.

Anfang November 2017 bestätigte Tykwer, dass zwei weitere Staffeln in Planung seien. Eine dritte Staffel mit 12 Folgen soll bis Mai 2019 abgedreht sein, wobei als Vorlage der zweite Gereon-Rath-Roman Der stumme Tod dienen soll. Die Ausstrahlung der dritten Staffel, die bereits vor Ende der Dreharbeiten in mehr als 35 Länder verkauft wurde, wird Ende 2019 auf Sky Deutschland erwartet und ab Herbst 2020 im Ersten.
(Quelle: Wikipedia)

Handlung (Achtung: Spoiler)

Die Serie spielt in Berlin am Ende der 1920er Jahre, als sich wegen der zunehmenden wirtschaftlichen Probleme sowie des daraus resultierenden Erstarkens und der wieder zunehmenden Radikalisierung der extrem rechten und linken Organisationen bereits das Scheitern der Weimarer Republik abzeichnet. Die Protagonisten sind Kommissar Gereon Rath, der von Köln nach Berlin kommt, um im Rahmen eines Erpressungsfalls zu ermitteln, und Charlotte Ritter, eine junge Stenotypistin. Rath leidet, wie viele Veteranen in dieser Zeit, unter der posttraumatischen Belastungsstörung des Kriegszitterns, die eine Nachwirkung des Einsatzes im Ersten Weltkrieg ist. Im Berliner Polizeipräsidium lernt Rath Charlotte Ritter kennen und beginnt zusammen mit ihr und dem Berliner Kollegen Bruno Wolter seine Ermittlungen, wobei er mit Drogen, Politik, Mord und Extremismus in Berührung kommt. Einer der Schauplätze ist das Moka Efti, ein großer Nachtclub im Berlin der 1920er und 1930er Jahre. Raths Untersuchungen gehen bald über das ursprüngliche sittenpolizeiliche Umfeld hinaus und mischen sich mit den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Trotzkisten und Stalinisten, dem illegalen Waffenhandel und den Unruhen des Blutmais.

In der zweiten Staffel stoßen die Ermittlungen Raths auf die des republiktreuen Berliner Leiters der Preußischen Geheimpolizei, August Benda, der versucht, verfassungsfeindliche Tätigkeiten ranghoher Angehöriger der Schwarzen Reichswehr zu beweisen und damit rechtsnationale Staatsstreiche zu verhindern. Kommissar Rath wird von der Sitten- in die Kriminalpolizei unter Ernst Gennat versetzt, um von dort mithilfe von Charlotte Ritter und Stephan Jänicke die Arbeit Bendas zu unterstützen. Bald ergibt sich, dass der frühere Kollege Bruno Wolter in die Schwarze Reichswehr involviert ist, weswegen er heimlich, aber entschieden gegen die Ermittlungen Raths und Bendas vorgeht und Jänicke ermordet. Trotz zahlreicher Beweise verbrecherischer Vorhaben werden die Putschisten der Schwarzen Reichswehr durch Reichspräsident Paul von Hindenburg freigelassen und die Arbeit Bendas damit zunichte gemacht. Dieser verliert infolge eines Attentats das Leben, während Gereon Rath einen letzten Versuch unternimmt, die Ergebnisse der Untersuchungen zu retten. In einem Zweikampf mit Rath wird auch Bruno Wolter getötet; er stirbt durch die Gasexplosion eines Kesselwagens. Rath wird am Ende der Staffel in eine neue Position in der Berliner Polizei befördert, während Charlotte Ritter endlich die Stelle einer hauptamtlichen Kriminalassistentin der Preußischen Geheimpolizei erhält.
(Quelle: Wikipedia)

Babylon Berlin schlummerte schon eine Weile im Film- und Serienregal. Diese Woche wars nun soweit und haben beide Staffeln gleich durch ‚gebinged‘. Die Serie gefällt uns ausgesprochen gut und ist Zeugnis dessen, dass geniale Unterhaltung nicht ausschließlich aus den USA kommen muss. Der Mix aus zeitgenössischer Geschichte zu Zeiten der Weimarer Republik, die Kriminal- und Thrillerelemente als auch profane Chrakterstudien sind zu einem gelungenen und spannenden Ganzen verwoben. Kritiker bemängelten u.a. eine Kühle der Protagonisten und kritisierten auch die Erzählweise der Serie. Dinge, die meine Frau und ich nicht nachvollziehen können. Das Setting ist sehr gelungen. Dass es sich mit EUR 40 Mio. um die bisher teuerste deutsche Serienproduktion handelt, glaubt und sieht man sofort. Es gibt nur eine Szene am Schluss der 2. Staffel, die CGI-lastig ist und im Vergleich zu hollywoodschen Grossproduktionen wenig elegant aussieht. Das lässt sich aber verschmerzen. Die vielen Handlungsbögen werden gekonnt über die Zeit zu einem großen Ganzen zusammengeführt, womit ich keine Logiklöcher oder Plotholes ausmachen konnte. Das Schauspielerensemble ist erlesen. Viele interessante Charaktere werden eingeführt und teils vorzüglich gemimt. So hatten wir unsere Identifikationsfiguren und gehen auch in diesem Punkt nicht einig mit diversen Kritikern. Dass sogar Brian Ferry mit einer Gesangseinlage noch einen Cameoauftritt hatte, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Wer Berlin mag, auf zeitgenössische Geschichte steht und Film Noir Liebhaber ist, kommt hier ganz auf seine Kosten und dürfte wie wir sehr gut unterhalten werden. Klar eine der besten unzähligen Serien, die ich mein Eigen nenn.

Die 2k-Bildqualität schwankt von gut bis sehr gut. Close Ups bspw. kommen mitunter sehr crisp und scharf rüber. Vereinzelte Weitwinkelaufnahmen wirken etwas weicher und auch macht sich ein aber nicht störendes Filmkorn dann und wann bemerkbar. Um auch bildtechnisch ein 30er Jahrefeeling zu erzeugen, wurde mit diversen Filtern gearbeitet, die einen teils eher erdigen oder kühleren Look haben. Bunt resp. farbenfroh ist anders. Die Hautfarben kommen aber sehr natürlich rüber und insgesamt finde ich die Farbgebung gelungen. In dunklen Szenen kämpft die Serie allerdings mit einem teils schwächeren Kontrast, weshalb das Bild in seltenen Fällen etwas absäuft. In der Summe aber eine speziell für TV-Produktionen sehr gelungene Präsentation, die die hochwertig produzierte Serie mit ins rechte Licht rückt.

Die Soundspur liegt als DTS-HD Master 5.1 in Deutsch an und ist für eine TV-Produktion schlicht großartig. Ein überaus räumlicher Mix wird hier präsentiert, der wunderbar auflöst und auch den LFE-Kanal munter mit Informationen versorgt. Ein Flabfeuer bspw. kommt dermaßen kickend rüber, dass es eine wahre Freude ist. Die Surroundebene wird sehr harmonisch eingebunden. Krasse Direktionalität sucht man aber vergebens. Es ist denn mehr eine Klangwolke, die viel Atmosphäre erzeugt und meist auf Umgebungsgeräusche setzt. Die Sprachverständlichkeit ist ebenfalls sehr gut. Ebenso überzeugend sind die Gesangs- und Musikeinlagen. In der Summe für eine Serie top und für unsere Heimkinos wie geschaffen.

Wer Serien mit einer komplexen und ausgeklügelten Story mag, wer schönes Produktionsdesign, gute Schauspieler und vorallem einen Film Noir Stil zu schätzen weiss, ist hier genau richtig. So sei ihm/ihr Babylon Berlin wärmstens empfohlen, nicht zuletzt deshalb, weil das Ganze auch auf technischer Ebene eine tolle Figur macht. Schade ist es noch was hin bis zur 3. Staffel, mein einziger Kritikpunkt an dieser Stelle... :wink:
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Mittwoch 19. Juni 2019, 10:58

Backstock: Whiplash (BD)

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Whiplash (engl. für Schleudertrauma, Peitschenhieb) ist ein US-amerikanisches Musikfilmdrama aus dem Jahr 2014 von Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle mit Miles Teller und J. K. Simmons. Premiere hatte der Film am 16. Januar 2014 beim Sundance Film Festival. Kinostart in Deutschland war der 19. Februar 2015. Regisseur Chazelle hatte ein Budget von 3,3 Millionen Dollar zur Verfügung. Der Film spielte weltweit fast 49 Millionen Dollar in den Kinos ein.

Der Spielfilm ist ein Remake von Chazelles Kurzfilm Whiplash aus dem Jahre 2013, in dem Simmons ebenfalls den Musiklehrer spielt.

Whiplash wurde für fünf Oscars nominiert, darunter für den Besten Film und das Beste adaptierte Drehbuch und konnte drei gewinnen, unter anderem wurde J. K. Simmons als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet.
(Quelle: Wikipedia)

Es gibt ‚kleine’ Filme abseits des Mainstreams, die einfach nur gross sind und mit zum Besten gehören, was je auf Zelluloid gebannt wurde. ‚Whiplash‘ gehört zweifelsohne in diese Kategorie. Ein nahezu perfekter Film mit einer emotionalen Wucht, wie es nur ganz wenige Filme in der Geschichte des Films bisher geschafft haben. ‚Whiplash‘ gehört denn in die Kategorie ‚Die Verurteilten‘ und thront somit ganz weit oben auf in meiner ewigen Bestenliste.

Die Story eines jungen aufstrebenden Schlagzeugers und seines diabolischen Lehrers (GENIAL gespielt von J.K. Simmons, der absolut zurecht den Oscar als bester Nebendarsteller gewonnen hat) kommt überaus spannend, authentisch, sehr berührend und trotz tragischer Momente sehr leichtfüßig daher. Die schauspielerischen Leistungen gehören denn zum Besten der jüngeren Filmgeschichte. Egal ob man Jazz mag oder nicht ist auch die Musik ein tragendes Element des Films, die mit sehr viel Körperhaftigkeit und Leidenschaft vorgetragen wird. Die Balance zwischen Story, Schauspiel und Musik ist denn perfekt und nimmt einem von der ersten bis zur letzten Minute gefangen. So hat im Speziellen die Musik einen Live-Touch, an denen sich so manch jüngere Musikfilme die Zähne ausbeißen. Großartig! ‚Whiplash‘ ist denn auch eine dieser Perlen, die man immer und immer wieder mal schauen kann, ohne dass sich der Film abnützen würde. Sich wiederholende Gänsehautmomente, wie es nur wenige Filme bis dato geschafft haben. Ein Meilenstein der Filmgeschichte.

Die Bildqualität ist auf gutem BD-Niveau, ohne aber Referenzwerte zu erreichen. Die Close Ups kommen ziemlich scharf rüber. Schlechter fokussierte Shots kommen weicher rüber. Der Kontrast in dunklen Szenen ist nur befriedigend. Bandingartefakte sind hier mitunter auszumachen. Das Colorgrading, das vornehmlich auf Gelb- und Grüntöne setzt, gibt dem Film einen eigenen Look, was mir gut gefällt. Leichtes Korn sucht man vergebens. Insgesamt ein filmisches, wenn auch in dunklen Szenen schwächelndes Bild, das in der Summe gefällt, aber nicht zu Demozwecken taugt.

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Referenzwürdig sind hingegen der deutsche und englische Soundmix, beide in DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt. Obwohl hier keine Direktionalität in der Surroundebene hörbar ist und der Mix eher frontlastig geprägt ist, schafft es der Mix dennoch eine tolle Räumlichkeit zu produzieren. Die einzelnen Instrumente sind mühelos zu orten und man merkt, dass speziell beim Soundmix sehr viel auf Qualität gesetzt wurde. So wähnt man sich inmitten der Gigs, die sich durch Lebendigkeit, Präzision und Dynamik auszeichnen. Hier dürfen die Frontspeakers zeigen was sie können. Da dies kein effekthaschender Film ist, ist man ‚nur‘ im Kickbassbereich unterwegs. An Dynamik fehlt es aber nicht, ganz im Gegenteil! Vieles spielt sich gerade am Anfang über den Center ab, und hier muss ich zu meinem Leidwesen eingestehen, dass meinem Center die Grenzen aufgezeigt werden und es am letzten Quäntchen Präzision und Dynamik fehlt. Wer hier aber settingmässig superb aufgestellt ist, darf sich mmn richtig freuen. Ein Mix also, der speziell in den Musikszenen beste Demoqualität bietet und jeden Klangfetischisten in Entzückung versetzen dürfte.

Denke die meisten hier kennen dieses Meisterwerk und werden mir wohl beipflichten zur vorzüglichen Qualität des Filmes. Nebst einem packenden und lange nachhallenden Movie wird man insbesondere in den Musikszenen mit genialer Tontechnik belohnt, welche den Streifen zu einem Highlight machen. Diejenigen unter euch, die diesen ‚Klassiker‘ noch nicht kennen, sei er von ganzem Herzen empfohlen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 3. August 2019, 13:56

The Doors - The Final Cut Steelbook Edition (UHD)

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The Doors ist ein US-amerikanischer Film des Regisseurs Oliver Stone aus dem Jahr 1991.

Der Film thematisiert die Geschichte der Musikgruppe The Doors und vor allem den Werdegang des Sängers Jim Morrison, dargestellt durch Val Kilmer. Morrison wird als Ikone der 1960er-Jahre-Rock-Kultur und des zeitgemäßen Hippie-Lebensstiles dargestellt, dessen Leben stark von einem Geflecht aus Alkoholkonsum, Einnahme halluzinogener Substanzen, Esoterik und einer Obsession vom Tod beeinflusst war.

Zur detailgenauen Darstellung der Band, ihrer Umgebung und insbesondere der Konzertszenen trug die Mitarbeit der Doors-Mitglieder Robby Krieger und John Densmore bei. Der Doors-Keyboarder Ray Manzarek sowie zahlreiche Weggefährten kritisierten den Film ob seiner fehlenden Authentizität und der unrealistischen Darstellung von Jim Morrison. Der Soundtrack enthält zahlreiche Stücke der Doors. Der Hauptdarsteller Val Kilmer beeindruckte die Kritiker mit seinem Gesang, der im Film über die instrumentalen Originalaufnahmen der Doors gesetzt werden konnte.

Der Film zeigt fiktiv die Lebensgeschichte von Jim Morrison, beginnend mit Erinnerungen an seine Kindheit und an seine Familie, mit der er 1949 auf einer Wüstenstraße fährt, wo er einen älteren Indianer am Straßenrand sterben sieht. Im Jahr 1965 kommt er nach Kalifornien und ist fasziniert von der alternativen Kultur und dem Strandleben. Während er an der UCLA-Filmschule studiert, trifft er seine zukünftige Freundin Pamela Courson und hat die erste Begegnung mit Ray Manzarek, Robby Krieger und John Densmore, den späteren The Doors.

Jim reist mit seinen Bandkollegen zum Death Valley, um die Wirkungen psychedelischer Drogen zu erfahren. Zurück in Los Angeles, spielen sie im berühmten Nachtclub Whisky a Go Go, werden stetig bekannter und haben bald eine wilde „Fangemeinde“.

Mit zunehmendem Erfolg kapselt sich Jim immer stärker ab und degeneriert in Alkoholismus und Drogen. Jim trifft Patricia Kennealy, eine Rockjournalistin mit Hang zur Hexerei, und nimmt mit ihr an mystischen Zeremonien teil, unter anderem an einer heidnischen Hochzeitszeremonie.

Jims Unzuverlässigkeit, verpasste Aufnahmetermine und Abwesenheiten bei Konzerten werden immer mehr zur Belastung für die Band. Als er in Miami nach Pfiffen wegen seiner Verspätung dem Publikum den entblößten Hintern zeigt, ist es ein Tiefpunkt in der Beliebtheit der Band. Es folgen Strafanzeigen, Annullierungen von Konzerten, Zusammenbrüche in Jims persönlichen Beziehungen und wachsende Distanz zu den anderen Bandmitgliedern.

1970 wird Jim zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, darf jedoch bis zur Rechtskraft des Urteils in Freiheit bleiben. Patricia erzählt ihm, dass sie schwanger ist, aber Jim überredet sie zur Abtreibung. Jim besucht seine Band-Kollegen ein letztes Mal, und auf einer Party von Ray wünscht er der Band Glück für die Zukunft. Im Vorgarten trifft er spielende Kinder und erkennt seine eigene Kindheit wieder. Jim kommentiert: „Dies ist das seltsamste Leben, das ich je gekannt habe.“

Im Jahr 1971 findet Pam Jim tot in einer Badewanne in Paris. Die letzten Szenen des Films zeigen Jims Grab auf dem Friedhof Père Lachaise, während „A Feast of Friends“ im Hintergrund spielt, dann ein weißer Bildschirm und der Text: „Jim Morrison soll an Herzversagen gestorben sein, er war 27. Pam folgte ihm drei Jahre später.“

Bandmitglied Ray Manzarek mochte den Film überhaupt nicht. Für ihn konzentrierte sich die Geschichte zu sehr auf den drogensüchtigen Jim Morrison und vernachlässigte dabei andere Facetten seiner Persönlichkeit: „Oliver Stone sollte sich schämen. Zu sensationsgierig. Zu abgefahren. Die ganze Zeit Jim mit einer Flasche in der Hand. Es ist lächerlich. Es ist ein Film über einen Alkoholiker. … Es ging nicht um Jim Morrison. Es ging um Jimbo Morrison, den Trunkenbold. Gott, wo war der sensible Poet und der witzige Mensch? Der Typ, den ich gekannt hatte, war nicht auf der Leinwand. Das war nicht mein Freund.“

Der Gitarrist Robby Krieger sah zwar auch Schwachstellen in dem Film, war aber insgesamt mit dem Resultat zufrieden: „Ich denke, der Film ist ganz gut geworden für einen Rock’n’Roll-Film, die ziemlich schwer zu machen sind. … Val Kilmer war großartig. Sie haben eine Menge ausgelassen. Manches war übertrieben, aber vieles war sehr gut gemacht, denke ich.“
(Quelle: Wikipedia)

Oliver Stone hatte ein Budget von 38 Mio. USD zur Verfügung. Es sind nur die Einspielergebnisse aus den USA bekannt: 34 Mio. USD.

Schon unglaubliche 28 Jahre ist dieses Meisterwerk nun alt, und hat noch nichts von seinem Glanz verloren. Stone gelang ein wahrlich psychedelischer Trip; der geglückte Versuch, das schillernde Leben der Rocklegende Jim Morrison und den Doors nachzuzeichnen. Man darf zurecht sagen, dass die Interpretation Stones heute durchaus Kultstatus hat und sich verdammt gut gehalten hat. Nebst JFK und Platoon sicher einer seiner besten Filme.

Getragen wird der Film ganz klar von Val Kilmer, der hier wohl die Performance seines Lebens ablieferte. Nicht nur, dass Kilmer Jim Morrison sehr ähnlich sieht, nein, auch dessen Gesang imitiert täuschend echt jenen des Originals. Das verdient höchsten Respekt. Der übrige teils sehr namhafte Cast ist passend bis in die Nebenrollen besetzt und zeigt viel Spielfreude (sogar Billy Idol hat seine Momente). Das Setting ist sehr gelungen und greift die 60er gekonnt und stilsicher auf.

Ein tragendes Element des Movies ist natürlich die mitunter geniale Musik der Doors, die hier einnehmend Platz bekommt, gewürdigt wird und gekonnt mit den hypnotischen Bildern verwoben ist. Der oftmals kontroverse Regisseur hat sich hier selber übertroffen und, so scheint es, eine gehörige Portion Passion und Herzblut in dieses Filmprojekt gesteckt.

Das Bild wurde restauriert, von Stone überwacht, woraus ein 4k Scan entstand. Der Film liegt u.a. in Dolby Vision vor. Die Bildqualität ist passend zum Film. Referenzwerte dürfen hier nicht erwartet werden. So sind die Schärfewerte nur durchschnittlich. Überhaupt kämpft der Film mit der einen oder anderen Unschärfe, die aber wohl als Stilmittel hier so gewollt sind. Punkten kann die Neuauflage mit einem guten Kontrast und mitunter gelungenen HDR-Effekten. Die Farben driften nie ins künstliche ab und der Look ist eher erdig, teils verwaschen gehalten. Trotzdem gefällt mir das Color Grading resp. die ganze Bildkomposition sehr gut, passt doch dieses durch Filmkorn geprägtes Bild bestens zur Musik und dem Setting als solches.

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Kommen wir nun zum eigentlichen Highlight, dem Ton. Dieser liegt auf der UHD in Deutsch als DTS-HD Master 5.1 und im englischen O-Ton als Dolby Atmos Abmischung vor. Die deutsche Spur ist richtig gut geworden, wird aber deutlich getoppt von der schlicht perfekten Atmosabmischung. Was hier an scheinbar unendlicher Räumlichkeit und Auflösung geschaffen wurde, sucht seinesgleichen. Man schwebt insbesondere in den Musikszenen in einer äußerst homogenen und losgelösten Musikwolke, was ich so in dieser Perfektion noch nicht gehört habe. Man sitzt denn bspw. in den Musikkonzerten mitten drin, in einer Soundglocke, die immersiver nicht sein könnte. Tief wummernde Bässe sucht man vergebens. Die Balance zwischen Dynamik und Feinauflösung ist aber superb. Hier ist jedes noch so unscheinbare und feine Detail herauszuhören. Auch der Gesang resp. die Sprachverständlichkeit ist hervorragend in Szene gesetzt. Nach den Matrix 1-3 4k Upgrades mit seinen ebenfalls hervorragenden Atmosabmischungen hier also ein weiterer Beweis, dass bei entsprechender Sorgfalt ein Maximum an Klangqualität hervor gezaubert werden kann. Besser wird man diesen Film nicht mehr hören können. 100% Demo- resp. Referenzmaterial.

Ich bin sehr sehr glücklich mit diesem Remaster, das vorallem in Sachen Sound zeigt, was heute mit Atmos möglich ist. Das lässt hoffen für die Zukunft. Ist die Qualität auf diesem Niveau, will man nichts mehr anderes hören (Offtopic: und wenn dann endlich mal ein Decoding in 96kHz/24bit hardwaretechnisch möglich sein wird, sind wir dem Himmel ein großes Stück näher gekommen). Die hier vorliegende Version kann als Final Cut oder als bekannte Kinoversion abgespielt werden. Wir haben uns den Final Cut gegeben, der mich aber nicht vollends überzeugt hat. Ich ziehe die Kinoversion vor. In der Summe also ein sehr überzeugendes Upgrade, das hier jedem wärmstens empfohlen wird. Schon alleine der Technik wegen. Bitte in Zukunft mehr in dieser Qualität - Danke!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von dirk48 » Samstag 3. August 2019, 21:06

schöne Kritik Stephan,
fand den Film damals schon grandios , für solche Umsetzungen bin auf damals auf 4k gegangen, nicht um irgend welche Legomännchen in 4k zu sehen.
Das nächste was u.a. ansteht ist CASINO und Apokalypse now !
Mal wann und wo ich UHd günstig bekomme.

P.S. schade er das er nur noch Dokus u.a. über Putin macht.

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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 3. August 2019, 21:57

Grüß Dich Dirk,

wünsche Dir demnach viel Freude an diesem Titel und den von Dir aufgezählten (auf welche ich auch schon sehr gespannt bin!).

Geht’s um weitere ‚Klassiker‘ in neuem 4k-Gewand habe ich auch diese im Visier:

Shining
Scarface
Batman 1-4
Angel Heart
Akira

Zieht sich aber noch was bis zum Release...
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von jan_reinhardt » Sonntag 4. August 2019, 07:02

Heat. Erscheint auch in 4K, absoluter Oberklassiker.

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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Sonntag 4. August 2019, 08:21

jan_reinhardt hat geschrieben:
Sonntag 4. August 2019, 07:02
Heat. Erscheint auch in 4K, absoluter Oberklassiker.
Das wäre ‚fett‘. Woher hast du diese Neuigkeiten? Ich finde da nix, resp. habe diesbezüglich auch nichts gelesen. Per 2017 gab‘s ein 4k-Remaster. Wurde als BD veröffentlicht und gab bei mir ein Upgrade (siehe Pic). Zudem konnte man via iTunes Heat als 4k-Stream gucken.

Wäre ich sofort bei mit einem UHD-Release!!

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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von jan_reinhardt » Sonntag 4. August 2019, 09:16

Bill Hunt / thedigitalbits.com hat ihn auf der 4K Release List für 2019. Noch ohne Datum, aber ich habe gelernt, Bill zu vertrauen.

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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Sonntag 4. August 2019, 10:01

Da lese ich nur sporadisch - ist mir also entgangen. Danke für den Tipp.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Sonntag 1. September 2019, 11:06

Avengers: Endgame - Steelbook Edition (UHD)

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Avengers: Endgame ist ein von Marvel Studios produzierter US-amerikanischer Science-Fiction-Actionfilm, der in Teilen auch Eigenschaften eines Filmdramas und Heist-Movies aufweist. Der Film kam am 24. April 2019 in die deutschsprachigen und zwei Tage später in die US-amerikanischen Kinos. Es handelt sich um den 22. Spielfilm innerhalb des Marvel Cinematic Universe (MCU) und den vierten Avengers-Film. Er führt die Handlung von Avengers: Infinity War aus dem Vorjahr fort. (Quelle: Wikipedia)

Ein Wahnsinnsbudget von 356 Mio. USD hatten die Russos zur Verfügung. ‚Endgame‘ löst denn ‚Avatar‘ als erfolgreichsten Film ab und katapultiert sich mit 2.796 Mrd. USD an die Spitze der ewigen Bestenliste.

Der meist erwartete Blockbuster im laufenden Jahr hat geliefert, und wie! Und dies nicht nur kommerziell. Das schier Unmögliche nach rund 10 Jahren MCU wurde zu einem sehr würdigen Ende geführt und ist der perfekte Abschluss des Thanos-Arks. ‚Spider-Man Far from Home‘ bildet zwar den Abschluss der 3. MCU-Phase, aber für mich ist dies ganz klar ‚Endgame‘ geworden.

Die Hoffnungen waren gross, dass nach dem sehr guten ‚Infinity War‘ die Story zu einem rühmlichen Ende geführt wird. Es hätte so ziemlich alles schief laufen können, denn nichts weniger als ein episches Finale musste her, dass nochmals einen drauf setzt. Dass sich die Russos denn eher für ein ruhigeres Storytelling entschieden haben, sich mehr auf die Charakterentwicklung konzentrierten und weniger von einer Actionszene zur nächsten hetzten, muss als Geniestreich und als sehr mutigen Entscheid anerkannt werden. So wird hier eine Tiefe, eine spürbare Verzweiflung aufgebaut, die emotional fassbar und sehr rührend daher kommt und die Tragweite des von Thanos heraufbeschworenen jüngsten Gerichts jederzeit spürbar werden lässt. Der Humor ist dabei nicht deplatziert und untergräbt die düstere Stimmung keineswegs. Großartig. Das gigantische Starensemble und die vielen Cameos sind eine Wucht. Dass denn die Ur-Avengers ihre verdiente Screentime erhalten und die Schauspieler diese mit grosser Spiellaune quittieren, macht einfach nur Freude beim zuschauen. Dies lässt einem aber auch mit Wehmut zurück, denn das wars, unwiderruflich. Die alte Garde ist in der Zukunft nicht mehr. Und die ‚neuen‘ Avengers werden dieses Vakuum nur bedingt ausfüllen können.

Natürlich dürfen umwerfende Schauwerte wiederum und marveltypisch nicht fehlen. Dem Film sieht man denn jeden $ an. Eine wahre Augenweide von A-Z.

Großes Kino wurde hier produziert, ein fast perfekter Schlussakt und der Beweis dessen, dass auch Blockbuster auf einem filmischen sehr hohen Niveau aufspielen können.

Die Bildqualität ist 4k-würdig. Obwohl nur auf einem 2k-DI basierend, kommt die Präsentation sehr crisp und scharf rüber. Die Close Ups bieten einen sehr hohen Detailgrad und auch Weitwinkelaufnahmen überzeugen mit einem scharfen Bild. Die Tiefenschärfe ist mal mehr mal weniger ausgeprägt, spielt aber auf hohem Niveau. Die Farben sind sehr natürlich und wo nötig sehr kräftig gehalten. Leider verzichtet Disney auf Dolby Vision. HDR 10 macht aber bereits eine gute Figur und Spitzenlichter kommen mitunter sehr ausgeprägt rüber. Dafür wird ein überzeugender Schwarzwert und ein sehr guter Kontrast präsentiert, der die Details in den dunklen Passagen gut erkennen lässt. In der Summe definitiv Demomaterial und beinahe perfekte Bildqualität.


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Die deutsche Abmischung kommt als Dolby Digital Plus 7.1 daher. Die native englische Spur in Dolby Atmos. Wir haben bisher nur in Deutsch geschaut. Erstaunlicherweise ist bereits diese Abmischung top! Sehr räumlich, feinzeichnend und sehr dynamisch ohne an Präzision zu verlieren, macht diese Abmischung ggü. anderen Disney-Discs sehr vieles richtig. Eine ausgeprägte Direktionalität und ein sehr immersives Feeling prägen diesen Mix, der mit seinen Tiefbassattacken gehörig Spass macht. Beinahe perfekt und mit Sicherheit Demomaterial.

In allen Belangen bin ich sehr sehr glücklich mit diesem Avengersmovie. Nicht nur, dass die Story zu fesseln weiss und trotz stattlicher Lauflänge der Film sehr kurzweilig daher kommt, nein, er gewinnt auch mit mehrmaligem Sehen, was gute Filme einfach auszeichnet. Hier ist ein grosser Wurf gelungen, der sich mühelos in die Reihen der besten Comicverfilmungen mit einreiht. Auch die Technik in Bild und Ton macht mächtig Freude, was der Film auch mehr als verdient hat. Es leben Iron Man & Co. Hier wurde euch ein mehr als verdientes Denkmal gesetzt. Aus Fansicht vielen vielen Dank hierfür.
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 7. September 2019, 15:56

Chernobyl (BD)

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Chernobyl ist eine US-amerikanisch-britische Miniserie des Senders HBO, die vom 6. Mai bis zum 3. Juni 2019 ausgestrahlt wurde. Im deutschsprachigen Raum ist sie seit dem 14. Mai 2019 beim Sender Sky Atlantic HD im Fernsehen zu sehen und zudem über Sky Ticket abrufbar. Inzwischen (August 2019) ist sie auch bei Maxdome und Amazon Prime verfügbar. Schöpfer der Serie ist Craig Mazin und Regie führte Johan Renck, in den Hauptrollen sind Stellan Skarsgård, Emily Watson und Jared Harris zu sehen.

Die Serie zeigt die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im April 1986 und stützt sich dabei weitgehend auf reale Gegebenheiten. Zentrale Figur ist der Wissenschaftler Waleri Legassow, der von der Regierung als Experte nach dem Unglück hinzugezogen wird und damit die Verantwortung für die Reaktion auf das Unglück übertragen bekommt.

Die Produktion begann im April 2018 in Litauen. Die Dreharbeiten begannen am 13. Mai 2018 in Fabijoniškės, einem Wohngebiet in Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Der Vorort kommt sehr nah an die Atmosphäre der Sowjetunion heran und dient der Darstellung der ukrainischen Stadt Pripyat. Die dicht an dicht gebauten Plattenbauwohnungen dienten als Kulisse für die Evakuierungsszenen. Regisseur Johan Renck gefielen die auffälligen modernen Fenster in den Häusern nicht, ließ sie aber in der Postproduktion nicht entfernen.

Da eine Vielzahl an Wissenschaftlern mit der Katastrophe sowie der Aufbereitung des Hergangs beschäftigt waren, entschied man sich die Figur eines fiktiven Wissenschaftlers zu erschaffen, der symbolisch für die Arbeit aller anderen stehen sollte. Die Figur Ulana Khomyuk wurde auch deshalb ausgewählt, um auch zu zeigen, dass Frauen in der UdSSR stark in der Gesellschaft vertreten waren und dabei auch leitende Funktionen übernahmen.

Ende März wurde weiter in Visaginas gedreht. Hauptkulisse war das Innere des Kernkraftwerk Ignalina, einem stillgelegten Kernkraftwerk, das wegen seiner optischen Ähnlichkeit zu Tschernobyl ausgewählt wurde. Ignalina wird manchmal als „Schwester von Tschernobyl“ bezeichnet und hatte auch einen RBMK-Kernreaktor. Ab Anfang Juni 2018 wurde in der Ukraine gedreht, hauptsächlich kleinere Endsequenzen. Die Dreharbeiten zu Chernobyl dauerten insgesamt 16 Wochen.
(Quelle: Wikipedia)

Es ist schon eine Weilchen her, dass uns eine Produktion dermaßen in den Bann gezogen und erschüttert hat. Die auf fünf eindringliche Folgen reduzierte Miniserie mit einer Gesamtlaufzeit von rund 5h hat es auf sehr unbequeme und zugleich fesselnde Art und Weise geschafft. Das postapokalyptische Szenario ist ein Horrortrip im wahrsten Sinn des Wortes. Trotz des dokumentarischen Erzählstils wird hier in zutiefst bewegenden Bildern und Dialogen über das menschliche Unvermögen, der Skrupellosigkeit einer machthungrigen Elite, der blinden Ignoranz und Selbstüberschätzung eines verkrusteten staatlichen Apparates erzählt, der, hat man sich mit dieser Katastrophe noch nicht in diversen Dokus damit auseinandersetzt, fassungslos zurück lässt.

Rund 12 Jahre alt war ich, als die Katastrophe passierte. Ich erinnere mich nur noch, dass die Medien davor warnten, selbstgepflückte Pilze und dergleichen zu verspeisen. Die Katastrophe war zu weit weg hinter dem eisernen Vorhang, als dass man als Kind die Tragweite dessen hätte erkennen können. Auch später habe ich mich nicht wirklich damit auseinandergesetzt, weshalb mich dieses Ereignis nun mit aller Gewalt einholt.

Die Serie soll sich nah an den tatsächlichen Ereignissen orientiert haben. Der eine oder andere dramaturgische und fiktionale Kniff wurde eingebaut, um als Zuschauer zusätzliche Identifikationsschwerpunkte zu haben. Die Geschichte ist denn so spannend in Szene gesetzt, dass wir die Serie gleich am Stück durchschauten. Meine als Frühschläferin bekannte Frau und ich konnten unsere Blicke nicht abwenden und waren wie gefesselt vor dem Bildschirm.

Die Produktion kommt sehr glaubwürdig rüber. Das Setting und insbesondere die Schauspieler sind top und unterstreichen die Qualität dieser Ausnahmeserie. Die einzelnen Rollen sind hervorragend und glaubhaft besetzt, ohne mmn irgendwelche Klischees zu bedienen. Auch der überaus passende und fiebrige Soundtrack des Isländers Hildur Gudnadóttirs unterstreicht die beklemmende Atmosphäre vorzüglich und hat eine ähnliche ‚schauspielerische’ Qualität wie jener in ‚Dunkirk‘. So liegt hier von der Kameraarbeit, dem Schnitt, der glaubwürdigen Ausstattung und Drehorte bis über das grandiose Make Up (welches so manchen Horrorfilm alt aussehen lässt) und dem ausgeklügelten Sounddesign eine sehr hochwertige Serienproduktion vor, die Spielfilmqualität aller erster Güte besitzt.

Das wohl digital gefilmte und mit zahlreichen Filtern bearbeite Bild hat einen sehr analogen Touch. Die Farben wirken etwas ausgebleicht, ohne ins künstliche abzudriften. Damit und auch bspw. mit dem Filmkorn wird die sowjetische Tristesse der Plattenbauten etc. wunderbar eingefangen. Hier hat man sich bewusst gegen eine Hochglanzproduktion und für eine dreckig wirkende Aufnahmetechnik entschieden, da eine solche einfach besser zum Thema und zu dieser Zeit passt. Close Ups sind ordentlich scharf, ansonsten ist das Bild weicher gehalten. Kontrast und Schwarzwert sind ordentlich und lassen Details in den Dunklen Szenen meist gut erkennen. Mir gefällt der Look der Serie, die keine 4k-Auflösung vermissen lässt.

Vorzüglich hingegen ist die deutsche DTS-HD MA 5.1 Abmischung. In Englisch liegt das gleiche Format vor. Ungemein räumlich, feinauflösend und differenziert, aber auch dynamisch und sehr atmosphärisch kommt der Mix rüber, der erstaunlich viele 3D-Momente hat (wenn bspw. Hubschrauber rumfliegen) und die Surroundebene sehr aktiv miteinbezieht (seien es direktionale oder rein atmosphärische Effekte). Da könnte sich so mancher Film eine Scheibe davon abschneiden. Hätte nicht gedacht, dass sich hier Demomaterial auf technischer Ebene finden lässt.

HBO in Zusammenarbeit mit Sky ist eine Topserie gelungen, die sich im Serienhimmel problemlos bei den Besten einreiht und zum Sehenswertesten der jüngeren Zeit gehört. Eine Serie, ein Inhalt, der einen auch noch Tage nach der Sichtung kopfschüttelnd zurück lässt und einem vor Augen führt, dass eine durch den Menschen todgeschwiegene Katastrophe wie ‚Chernobyl‘ es schon mehrfach gab (Enronskandal und und und...) und wohl auch in Zukunft weiter geben wird. So ist denn auch die Kernbotschaft der Serienschöpfer, die einem machtlos und erschlagen zurück lässt. Eine große Serie, nein, großes, ganz großes Kino ist das. Nicht mehr, nicht weniger. Unbedingt empfehlenswert!
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von Cinemarte » Samstag 7. September 2019, 19:45

Servus Stephan,
mit Deiner ausführlichen Rezession der Miniserie hast Du mich angefixt. Zu der Zeit war ich 15 wie es passiert ist. Werde mir die Serie bestellen. Bitte mache weiter so, mit Deinen Berichten.

LG

Martin
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 7. September 2019, 20:46

Servus Martin,

freue mich, dass Du Dich inspiriert fühlst. Machst Du mmn nichts falsch und berichte dann bitte, ob Dir diese fesselnde Produktion ebenso gut gefallen hat wie uns.

Und vielleicht klappt es ja dieses Mal mit dem Stammtisch... :)

Schönes Wochenende wünsche ich Dir!
LG Stephan - Cinema Utopia

dirk48
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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von dirk48 » Mittwoch 11. September 2019, 17:42

Habe die MiniSerie direkt bei VÖ, bei sky gesehen, war anfangs sehr skeptisch, da es ja nicht durch die Augen der Russen gesehen wird , sondern von "aussen".
Absolut sehenswert, die Männer die damals Ihr Leben gegeben haben, sind wahre Helden!
Schade das die Russen das nicht selbst gedreht haben.
Bei uns in der DDR war es am Tag danach eine 5 Zeilenmeldung, gab ne Havarie, aber die Genossen habens im Griff....dummerweise hatten wir Westfernsehen...

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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Donnerstag 12. September 2019, 07:19

Guten Morgen Dirk,

doch, die Russen drehen nur ihr eigenes Chernobyl. Und man konnte diesbezüglich lesen, dass der Supergau auf Grund des CIA‘s und deren Manipulationen zustande kam... naja :weg:

Haben denn die Ost-Medien seinerzeit nicht zeitnah darüber berichtet? Das muss ja absolut verrückt gewesen sein zu dieser Zeit...
LG Stephan - Cinema Utopia

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Re: Steph's Film- und Seriencorner- Welcome to the Pleasuredome

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 20. September 2019, 00:33

Dunkirk (UHD)

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Dunkirk ist ein historischer Kriegsfilm von Christopher Nolan. Der Film kam am 21. Juli 2017 in die britischen und US-amerikanischen Kinos, am 27. Juli 2017 in die Kinos in Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz. Dunkirk erzählt von der Operation Dynamo, der bis dahin größten militärischen Rettungsaktion der Weltgeschichte, bei der während der Schlacht von Dünkirchen im Zweiten Weltkrieg fast das gesamte britische Expeditionskorps aus der von deutschen Truppen eingekesselten Stadt Dünkirchen (englisch: Dunkirk) über den Ärmelkanal evakuiert wurde.

Operation Dynamo war der Codename für eine militärische Evakuierungsaktion der britischen Admiralität im Zweiten Weltkrieg, bei der mit 85 Prozent das Gros des britischen Expeditionskorps (BEF) und Teile der französischen Armee per Schiff nach England transportiert werden konnten. Diese Truppenteile wurden von der Wehrmacht bei der Schlacht um Dünkirchen eingekesselt, wobei ein – bis heute nicht endgültig geklärter – Haltebefehl für die rasch vorstoßenden deutschen Panzertruppen ein Zeitfenster für die Alliierten öffnete, in dem vom 26. Mai bis zum 4. Juni 1940 fast 340.000 Soldaten, davon etwa 110.000 Franzosen, unter Zurücklassung fast des gesamten Materials evakuiert werden konnten. Diese bis dahin größte Rettungsaktion der Weltgeschichte bildete die Grundlage für das Durchhaltevermögen Großbritanniens, denn der Verlust fast der gesamten britischen Berufsarmee hätte zum damaligen Zeitpunkt nicht kompensiert werden können.
(Quelle: Wikipedia)

USD 100 Mio. hat sich Warner dieses Meisterwerk kosten lassen, und wurde mit einem weltweiten Einspielergebnis über rund USD 526 Mio. belohnt. Die Acadamy nominierte den Kriegsfilm in 8 Kategorien (u.a. bester Film). 3 Kategorien (Schnitt, Sound, Soundschnitt) konnte der Streifen für sich entscheiden.

Heute hatte ich mal wieder Lust auf diese intensive Filmerfahrung. Lust muss man haben, denn mal eben so im Vorbeigehen schaut man ihn nicht. Ein Filmerlebnis, dass wenn man sich dem Film vollends hingibt, einen tief fesselnd in den Sitz presst und die 106‘ Laufzeit dabei wie im Flug vergehen.

Meisterregisseur Nolan schuf einen der unbequemsten Kriegsfilme, da hier nicht etwa Blut, Gedärme oder Glieder umher spritzen oder fliegen, sondern der Terror, die ständige Bedrohung und die Gräuel des Krieges permanent spürbar sind. Man leidet und zittert mit den Soldaten förmlich mit. Es lässt sich entfernt erahnen, welche unheimliche psychologische Belastung ein solches Kriegsszenario sein musste, in dem oft der Zufall über Leben oder Tod entschied. Diesbezüglich bietet der Film fast keine Verschnaufpause, legt gleich entsprechend los und zieht es fast bis zum Ende hin durch. Es gibt einige sehr sehr gute Kriegsfilme, aber keiner der Kriegsfilme konnte mir diesen Psychoterror bis heute so unmittelbar vermitteln wie ‚Dunkirk‘.

Dass Nolan dabei mit mehreren Zeitebenen gekonnt spielt (das kommt ja in fast all seinen Filmen so vor) und wir gleiche Szenen aus immer neuen Perspektiven sehen und erleben, hat was geniales. Meisterlich verwebt er die drei Ebenen und fügt die Bilder stilsicher Schritt für Schritt zu einem ganzen Großen zusammen.

Der Film kommt mit erstaunlich wenigen Dialogzeilen aus. Die Schauspieler, allen voran Fionn Whitehead, Mark Rylance, Tom Hardy, Kenneth Branagh, um nur die wichtigsten zu nennen, spielen sehr glaubwürdig und lassen keine Zweifel über den Schrecken des Krieges aufkommen.

Der heimliche Star des Films ist jedoch Hans Zimmers Musik, die dermaßen intensiv und bedrohlich rüberkommt und die Spannung deutlich zu steigern weiss. Die Musik wirkt sehr organisch und passend und untermalt die jeweiligen Szenen mit einer Intensität und Wucht, was so nicht oft zu sehen resp. zu hören ist. Der Film lebt durch und durch von diesen beissenden und bedrohlichen Sounds. Wären diese nicht, wüsste ich nicht ob ich die gleich intensive Erfahrung mit dem Film machen würde. Ich bezweifle es.

Handwerklich lässt sich Nolan einmal mehr nicht lumpen. Hauptsächlich Handarbeit und Practical Effects dominieren den Film. CGI ist nicht auszumachen und das Setting wirkt sehr realistisch und detailgetreu. 85% des Films sind im hochauflösenden IMAX-Format (70mm) gedreht. Der Rest in 65mm resp. in wenigen Szenen in 35mm. Projektorbesitzer dürften auch bei diesem Nolanfilm wenig Freude an den teils etwas willkürlichen Formatwechseln haben. Mich stören sie nicht und mag sie als Stilmittel durchaus.

Es gibt sicherlich Leute, die diesen Film nicht mögen. In einer gewissen Weise kann ich das verstehen, ist er doch wenig konventionell erzählt und sehr bedrückend. Für mich ist es ein weiteres Meisterwerk und schon jetzt ein Klassiker und findet sich locker bei den All Time Favorits wieder.

Die Bildqualität, der ein 4K-DI als Basis dient, ist über jeden Zweifel erhaben. Die IMAX-Szenen bieten ein sehr plastisches und scharfes Bild, das kleinste Details sichtbar macht und mitunter einen dreidimensionalen Effekt erzielt. Die Tiefenschärfe ist oftmals und gerade bei den Luftkämpfen beeindruckend, womit man sich inmitten des Schlachtgetümmels wähnt. Das Color Grading wirkt dreckig und erdig und somit sehr passend und filmisch. Knallige Farben sucht man denn vergebens. Die Explosionen resp. Feuer kommen aber satt rüber. Hierbei hat HDR seine Momente oder wenn die Sonne bspw. am Horizont versucht durch die Wolken zu scheinen. Das sieht richtig gut aus. Insgesamt bewegt sich die Bildqualität auf sehr hohem Niveau und hat oft Referenzniveau. Nur die 35mm-Aufnahmen flachen da etwas ab, was aber nicht störend oder negativ ins Gewicht fällt. Demomaterial!

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Die Soundspuren in Deutsch und Englisch, beide als DTS-HD MA 5.1 vorliegend, schenken sich nichts und sind schlicht hervorragend. Sehr räumlich und atmosphärisch wiegt das Ganze. Feinauflösung, Sprachverständlichkeit und die Dynamik sind top. Letztere ist teilweise brachial und lässt unser Spasszimmer erzittern. Dabei ist der Bassbereich extrem nuanciert und driftet nie ins Übertriebene ab. Hammer! Obwohl hier ‚nur‘ ein 5.1 Mix vorliegt, kommt ein sehr immersives Feeling auf. Das wirkt alles sehr homogen und geschlossen. Die Surroundebene darf mit Direktionalität aufwarten, fügt sich aber sehr harmonisch ins Klanggeschehen ein, sodass man immer voll mitten drin in den Sounds sitzt. Tonal ist das grosse Klasse und würdiges Referenz- resp. Demomaterial.

Ein großer Film, der zu Nolans Besten gehört und auch technisch eine sehr sehr gute Figur macht. Ein Film, der wie geschaffen für die große Leinwand resp. unsere Heimkinos ist und mit dem Gäste an einem Filmabend locker beeindruckt werden können.
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LG Stephan - Cinema Utopia

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