Ich suche... oder habe gefunden...

Antworten
jan_reinhardt
Beiträge: 31
Registriert: Sonntag 23. Juni 2019, 06:24
Wohnort: Rosenheim

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von jan_reinhardt » Mittwoch 16. Oktober 2019, 14:44

BladeRunner1974 hat geschrieben:
Mittwoch 16. Oktober 2019, 06:14

Damit meinst du wohl meine Resümees hier. Ist halt schon Sch..sse, dass es qualitativ toll abgemischte Musik gibt, die, wenn man recherchiert ohne Ende, auch durchaus findet.
Nein, meine ich nicht. Mir gings grundsätzlich darum, und das ist dann ja auch genau passiert, dass bei 3 Usern 3x unterschiedliche Standards für Referenzgedöns gelten.

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 26. Oktober 2019, 08:57

Max Cooper - Emergence (Blu-ray Pure Audio in Dolby Atmos 48kHz/24b und LPCM Stereo 2.0 48kHz/24b)

34AD5B73-43B4-4730-8F3F-4B305AA9D234.jpeg
7EB01780-DC42-4CA8-969A-52487245596E.jpeg

BladeRunner1974 hat geschrieben:
Samstag 14. September 2019, 07:53
Elektronische Musik ist hochauflösend so gut wie nicht zu finden. 3D-Tonformate schon gar nicht. Es gab zwei weitere Alben unterschiedlicher Künstler in Atmos & Auro 3D, die aber leider schon vom Markt sind und ich bis dato noch nicht finden konnte.

Seit dem 18.10.2019 ist dieses grandiose Album endlich wieder zu beziehen über Pure Audio Recordings. Die hatten den Titel schon früher im Katalog, war dann aber nicht mehr erhältlich. Umso erfreuter bin ich, dass es nun unverhofft geklappt hat.

Der hier vorliegende Titel basiert auf dem bereits 2016 erschienenen Album ‚Emergence‘, welches 11 Tracks umfasste und von der Fachpresse gelobt wurde.

Die Sounds bewegen sich zwischen Ambient und Minimaltechno und schränken den Hörkreis stark ein. Das ist keine Musik für die breite Masse. Wer mit elektronischer Musik aber was anfangen kann, dürfte von der vielseitigen und qualitativ hochwertigen Produktion sehr angetan sein.

Dieses Album wurde als ‚Experiment‘ neu in Dolby Atmos vertont. Neu umfasst das Album 18 Tracks mit einer Gesamtlaufzeit von 95‘. Für eine Pure Audio Blu-ray eher unüblich ist die Tatsache, dass sämtliche Tracks mit phantasievollen und teils sehr schönen Visuals konsequent begleitet werden.

Die vorliegende Atmosabmischung ist atemberaubend und liegt qualitativ gleich auf mit der Referenz ‚Kraftwerk 3-D Katalog‘. Wie lange habe ich auf etwas vergleichbares gewartet und gehofft. Wie ich schon mal geschrieben habe, ist elektronische Musik stark prädestiniert für Atmos. Man hat sich entsprechend ausgetobt und sämtliche Kanäle werden sehr aktiv und virtuos eingebunden und in Szene gesetzt. Das ist Science Fiction pur, denn alle Ebenen werden gleichermaßen bedient und die Sounds schwirren so elegant und überraschend um den Hörer rum, das Gänsehautmomente garantiert sind. Wie bei Kraftwerk auch gewinnen auch diese Tracks durch dieses verspielte Tanzen zwischen den verschiedenen Lautsprechern und Ebenen ungemein. Organische Musik zum anfassen. Die Soundqualität ist ebenfalls über alle Zweifel erhaben. Der Raum und die Tiefe scheinen unendlich, die hier geöffnet werden. Kristallklar und doch wohlig warm mit einer ausgeprägten Dynamik und Feinauflösung werden die Tönchen und Melodien in Szene gesetzt. Die Bassfrequenzen dürfen tief hinabsteigen oder so richtig kicken. Herrlich!

Ein weiteres Masterpiece wurde gefunden, welches ohne Umschweife auf die Referenzliste wandert und mir noch viele viele glückliche Stunden bescheren wird. Vielen Dank Max, darauf habe ich gewartet!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 26. Oktober 2019, 09:29

The Alan Parsons Project - Eye in the Sky (Blu-ray Pure Audio in DTS-HD MA 5.1 96kHz/24b, LPCM 5.1 96kHz/24b und LPCM Stereo 2.0 192kHz/24b)

83BE6733-A697-4D5D-867C-B97D98D68D57.jpeg
3DBC15C3-DBA6-4CC4-AC66-C44808F66CCB.jpeg

Eye in the Sky (engl.: „Auge am Himmel“) ist das sechste Studioalbum der britischen Progressive-Rock-Band The Alan Parsons Project, das im Juni 1982 veröffentlicht wurde. Es setzt sich thematisch primär mit der Annahme auseinander, unter ständiger Beobachtung zu stehen. Darüber hinaus beschäftigt sich das Konzept des Albums mit Glaubensanschauungen, unabhängig davon, ob diese religiös, politisch oder persönlich (z. B. beim Glücksspiel) motiviert sind. Der persönliche Aspekt verweist dabei auf das Vorgängeralbum "The Turn of a Friendly Card" (1980), während in musikalischer Hinsicht dessen Vorgänger "Pyramid" (1978) zitiert wird.

„Eye in the Sky“ gilt zusammen mit "Ammonia Avenue" (1984) als kommerziell erfolgreichstes Album der Formation. Es erreichte in Deutschland und Österreich die Spitzenplätze der Verkaufslisten und Platz 7 in den US-Charts. Eye in the Sky enthält mit dem Titelstück den größten Erfolg der Band. Er erreichte Platz 3 in den US-amerikanischen Billboard-Charts und Platz 6 in Kanada. Des Weiteren ist auf dem Album das bekannte Instrumentalstück Sirius enthalten, das weltweit äußerst populär bei Sportveranstaltungen ist und eine oft mit der Band assoziierte Melodie aufweist.
(Quelle: Wikipedia)

10 zeitlose Tracks als Continous Mix mit einer Spielzeit von total nur 42‘. Damit ist auch der einzige Nachteil dieser Top-Produktion identifiziert. Eine gewisse Verwandtschaft zum Sound von Pink Floyd lässt sich nicht verleugnen. Kein Wunder, war doch Alan Parson bspw. für das Mastering von ‚The Dark Side of the Moon‘ maßgeblich verantwortlich.

Die rein instrumentalen Tracks ‚Sirius‘ und ‚Mammagamma‘, aber auch der Hit ‚Eye in the Sky‘ dürften den meisten geläufig sein. Alan Parson himself zeichnet sich denn verantwortlich für das vorliegende Mastering und die Mehrkanalabmischung. Es stehen zwei Mehrkanalformate zur Auswahl, wobei mir die LPCM 5.1 besser als die DTS-Version gefällt. Die LPCM-Spur löst etwa besser von den Lautsprechern und kommt luftiger daher. Geschmackssache letztlich, denn beide Spuren sind qualitativ sehr hochwertig. Auch hier werden sämtliche Kanäle sehr organisch und homogen eingebunden. Das hat nichts verspieltes, sondern wirkt sehr natürlich. Die Stimme löst sich schön vom Center. Das wirkt sehr ausbalanciert. Hier drängt sich nichts auf. Auch hier gelingt es unser kleines Kino gross tönen zu lassen. Die Räumlichkeit und die Tiefenstaffelung sind sehr ausgeprägt. Zudem ist die Feinauflösung auf Top Niveau und die Dynamik ist Killer. Das ist ein Album, dass man sehr laut hören kann, ohne dass es nervt oder man dabei ermüded. Großartig! Auch dieses zeitlose Album wandert schnurstracks auf die Referenzliste.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Sonntag 27. Oktober 2019, 23:01

Tiny Island - Opus 3 (SACD 5.0)

E88E8CB8-64AF-412A-AB44-C52CA6B81D6C.jpeg
BD5989E4-C488-4E06-887B-96B2644E1810.jpeg

Debutalbum der durch viele Eric Bibb Alben und Tourneen bekannt gewordenen Begleitband um den Multi-Saiteninstrumentalisten Göran Wennerbrandt.

1989 gründet der Gitarrist und Multi-Saiteninstrumentalist Göran Wennerbrandt die Band Tiny Island. Ab 1993 firmiert Tiny Island im Zuge der sehr engen Zusammenarbeit mit Eric Bibb als dessen komplette Back Up Band in identischer Besetzung als Needed Time.

Zwischen 1994 und 1998 touren Göran Wennerbrandt allein oder die gesamte Band als feste Begleitmusiker von Eric Bibb in Europa und Kanada. Wennerbrandt zeichnet darüberhinaus als Executive Producer für die beiden Eric Bibb Alben "Spirit and the blues" und "Good Stuff" verantwortlich - Alben, die Eric Bibb nach beinahe 20 Jahren Tätigkeit im Musikgeschäft endlich den langverdienten Erfolg bescherten. In der Hälfte aller Besprechungen zu den beiden Bibb-Alben findet die Leistung von Wennerbrandt und/oder Needed Time (sprich: Tiny Island) besondere Aufmerksamkeit bzw. Anerkennung. Einige Rezensenten (so zum Beispiel Franz Schöler im dt. Rolling Stone 5/98 sowie in STEREO 7/98) hielten seinerzeit ein eigenes Album von Göran Wennerbrandt und seiner Band für überfällig!

Die rein instrumentale und schwer kategorisierbare Musik des vorliegenden Debuts von Tiny Island ist geprägt von Blues, Calypso, einer Priese Buena Vista Social Club, orientalischen Elementen und nordischen Stimmungen. Neben den Eigenkompositionen der Bandmitglieder findet sich auch eine grandiose Coverversion des Taj Mahal Titels "When I feel the sea beneath my soul" - einer Interpretation, die ganz sicher zum stetig wachsenden Ruhm der Band beitragen wird!
(Quelle: dacapo-records.de)

Musik assoziiert Gefühle und damit verbundene Vorstellungen. Beim hören dieses Albums sah ich mich als alten Mann zufrieden auf einer Bank sitzen, lächelte vor mich hin und war zutiefst mit mir und der Welt im Reinen. Jedes Tönchen, jede Melodie ist von einer Leichtigkeit und unfassbaren Schönheit getragen. Das liest sich alles sehr kitschig, aber diese rein instrumentale Wohlfühlmusik ist es nicht und die damit verbundenen Gefühle auch nicht. Dabei handelt es sich nicht um experimentell vorgetragene ‚Kammermusik‘, sondern um sehr eingängige Songs, die mitunter sehr ausgefeilt komponiert sind und verschiedenste Sounds sanft miteinander verschmelzen lassen.

Das ist keine Musik, die laut gehört werden will. Ein sehr audiophil klingendes Album, das auch auf Stockfisch hätte veröffentlicht werden können. Die Sounds sind glasklar und dennoch warm. Die Surroundebene wird nur sanft dazu genutzt, um den Raum zu öffnen. Direktionale Sounds sucht man hier also vergebens, denn das Klanggeschehen erstreckt sich ‚nur’ über die ganze Front. Die Tiefenstaffelung ist sehr gut und die räumliche Darstellung ebenfalls. Musik, die für ein hochauflösendes Format wie gemacht ist. Hier gibt es nichts zu bemängeln, weswegen auch hier das Prädikat ‚Referenz‘ vergeben wird.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 2. November 2019, 20:51

Miles Davis - Bitches Brew (SACD Stereo 2.0)

39EDFBCA-7D22-4A07-9FFA-6533CDDF46E6.jpeg
CEF7375B-D318-459D-B1EF-8A6BE0050532.jpeg

Bitches Brew ist ein Studioalbum des US-amerikanischen Jazzmusikers Miles Davis, aufgenommen im August 1969 und veröffentlicht im März 1970 von Columbia Records. Berühmtheit hat das Doppelalbum erlangt, da es noch konsequenter als das Vorgängeralbum In a Silent Way (1969) Jazz mit Rockelementen verband, was später als Fusion bezeichnet worden ist. Es gilt als die Initialzündung der Fusion-Musik und nimmt damit nicht nur im Werk von Miles Davis, sondern auch in der Entwicklung des Jazz eine herausragende Stellung ein. Der Titel des Albums ist ein Wortspiel aus Witches’ Brew (dt. Zaubertrank, Hexengebräu, Teufelszeug) und bitch (dt. Hündin, Schlampe), das 1970 recht provokant klang. (Quelle: Wikipedia)

Ich taste mich weiter voran in der faszinierenden Jazz- und Fusions-Welt von Miles Davis. Erworben habe ich dieses Doppelalbum in einer schmucken Japan Edition (kleiner Exkurs: wenn immer möglich und preislich nicht zu abgehoben kaufe ich Japan Editions, da die Japaner Qualität über alles wertschätzen und bestmögliche Abmischungen verlangen. So unterscheiden sich japanische SACD‘s scheinbar oftmals qualitativ von europäischen oder US-amerikanischen Releases, was man immer wieder nachlesen kann. Beim neusten Miles Davis Album ‚Doo-Bop‘ kann ich den qualitativen Unterschied bestätigen, da ich sowohl einen japanischen als auch europäischen Release besitze. Einziger Nachteil: die Preise sind oftmals um einiges teurer).

Auch dieses Album ist nichts für den Mainstream, da die insgesamt 7 Tracks meist sehr viel fordern vom Hörer. Das ist teils sehr massiv und einnehmend, nur um dann wieder ganz entspannt und sweet zu tönen. Viele würden das wohl als ‚anstrengend‘ abtun. Ich mag solch ‚intellektuelle‘ Musik sehr, kann man sich doch bei entsprechender Stimmung richtig rein graben in die teils sehr komplexen, aber überaus spannenden und abwechslungsreichen Arrangements. Hier wurde denn auch mit ersten analogen Synthesizern experimentiert, was die Stücke zeitlos modern und eben experimentiell klingen lässt. Nur das nicht störende Rauschen erinnert daran, dass es sich dich schon um eine 50-jährige analoge Aufnahme handelt.

Die Stereoabmischung ist tonal top. Obwohl nur zweikanalig tut sich hier eine sehr breite Bühne auf, bei welcher die Instrumente klar ortbar sind, ohne jedoch an den Mains zu kleben. Der Raum und die Tiefenstaffelung sind beeindruckend und ebenso die Feinauflösung. An der nötigen Wärme resp. Dynamik fehlt es nicht. Das hört sich sehr stimmig und ausgewogen an und präsentiert sich mit teilweise sehr ausgeprägten Stereoeffekten. Letzteres ist mitunter ein Zugeständnis an die damalige neue Synthesizertechnik, die aus den heutigen Musikproduktionen oftmals nicht mehr weg zu denken ist.

Ein sehr schönes Album, welches die Sammlung sehr gelungen ergänzt und in meine Referenzliste wandert. Und Miles, wir sind noch lange nicht am Ende, es gibt noch so einiges von Dir zu entdecken. Time will tell, ich freu mich!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 2. November 2019, 21:22

Roberto Fonseca - Yesun (CD Stereo 2.0 in 44kHz/16b)

4C0D884D-6C26-4940-84CF-E22A9F2B915A.jpeg
610AEB41-47E5-4826-8914-503BDE386F4F.jpeg

Roberto Alain Fonseca Cortés (* 29. März 1975 in Havanna) ist ein kubanischer Pianist, Komponist und Arrangeur.

Fonseca wurde 1975 in Havanna als einer von drei Söhnen geboren. Seine Familie war sehr musikalisch, der Vater war Percussionist, seine Mutter Sängerin. Diese förderte besonders die musikalischen Ambitionen ihres Sohnes, der im Alter von 4 Jahren zunächst mit dem Schlagzeugspielen begann, dann aber zum Piano wechselte.

Nach seinem Abschluss des Kompositionsstudiums am Instituto Superior de Arte (ISA) in Havanna nahm Fonseca sein erstes Album auf, das auf dem Cubadisco-Festival von 1999 als bestes Jazzalbum ausgezeichnet wurde. Er sah sich zunächst als reinen Jazzmusiker an, was sich aber durch seinen Kontakt zum Buena Vista Social Club änderte; durch diesen entdeckte Fonseca für sich die traditionelle kubanische Musik. Er spielte in Vertretung des bereits kranken Rubén González beim Buena Vista Social Club und ersetzte González nach dessen Tod im Orchester von Ibrahim Ferrer, mit dem er in mehr als 400 Konzerten weltweit auftrat. Auch war Fonseca als Arrangeur und Ko-Produzent für Ferrers letztes Album, Mi Sueño, das 2007 für einen Grammy nominiert war, tätig. Weiterhin war er mit Omara Portuondo, Orlando „Cachaíto“ López, Miguel „Angá“ Díaz, Carlinhos Brown, Bebo und Chucho Valdés, Herbie Hancock, Michael Brecker, Wayne Shorter und anderen Musikern zu hören.

Mit seinem beim Münchener Label Enja erschienenen Album Zamazu (2007) erreichte Roberto Fonseca die internationalen Bühnen. Seine Klavierkunst beeindruckt durch eine Kombination aus präziser Rhythmik und intensiver Emotion. Das Album Zamazu hat diesen Eindruck gefestigt. „Es handelt sich schlicht um ein Meisterwerk“, schrieb die Jazzthetik, „eine Platte, die ohne Übertreibung als eine der schönsten bezeichnet werden kann, die die kubanische Musik bis heute hervorgebracht hat.“ Oliver Hochkeppel erkannte in der Süddeutschen Zeitung „die Handschrift eines kommenden Weltstars“.

Sein im Frühjahr 2009 erschienenes Album Akokan (Yoruba für „Herz“) entstand im Egrem-Studio in Havanna, wo in den 1950er Jahren Stars wie Nat King Cole aufnahmen. Begleitet von Musikern, die seit mehr als zwölf Jahren mit ihm arbeiten, gelang es Roberto Fonseca auf Akokan, die Kraft einer Live-Performance in ein Studioalbum zu packen. Auf dem Album At Home (2015), das gemeinsam mit der malinesischen Sängerin Fatoumata Diawara beim Festival in Marciac entstand, hat der Pianist die musikalischen Brücken zwischen Mail und Kuba erkundet.
(Quelle: Wikipedia)

Normalerweise stehe ich Empfehlungen von einschlägigen Hifi-Fachmagazinen skeptisch ggü. und grabe lieber selber etwelche Perlen für mich aus. Für einmal bin ich allerdings mit der Empfehlung @LowBeats sehr glücklich und auch dankbar, denn gekannt habe ich diesen tollen Künstler bis dato nicht.

Das jüngste Album vom Ausnahmekünstler Roberto Fonseca ist sehr abwechslungsreich und süffig arrangiert. Hier verschmelzen verschiedenste Soundstyles über Jazz, klassischen Elementen, kubanischer Musik und Elektronika zu einer gelungenen Synopsis, die alles andere als anstrengend oder experimentiell tönt. Das ist pure Lebensfreude, mit welcher uns der Pianist hier verwöhnt. Ein Stück kubanische Lebensfreude und reichlich Sonne im herbstlichen Mitteleuropa. Ein Album, das man denn in den Player einschiebt, problemlos dazu tanzen könnte und kaum hat es angefangen, schon wieder fertig ist. Und dies etwa nicht aufgrund kurzer Tracks, nein, es ist einfach herrlich kurzweilig und keine Sekunde langweilig.

Tonal bin ich ebenfalls sehr positiv überrascht. Das ist eine sehr hochwertige, audiophile Produktion, die sich sehr räumlich und fein nuanciert präsentiert. Eine geniale Tiefenstaffelung und eine tolle Feinauflösung zeichnet die Abmischung zudem aus. Hier ist auch Dynamik zu finden, was den überaus positiven Eindruck gekonnt abrundet.

Ein Volltreffer durch und durch, der mir noch viel Freude machen wird. Ein weiteres Album von Roberto Fonseca (diesmal etwas ‚klassischer‘ angehaucht) ist schon unterwegs. Ich bin gespannt, genieße aber erstmal weiter die kubanische Sonne im Herzen Europas.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
HighEndHarry
Beiträge: 465
Registriert: Sonntag 26. Februar 2012, 18:31
Wohnort: Chiemgau

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von HighEndHarry » Freitag 6. Dezember 2019, 22:42

Sarah Connor - Herz Kraft Werke

Soundtechnisch top, schön differenzierter Mix, satter Bass und Drums, Vocals klar darüber gemischt. Für mich für ein Livekonzert perfekt, macht richtig Druck und genauso viel Spaß.

Bild ist ebenfalls super. Bin positiv überrascht von der Scheibe.
"Das Bessere ist stets der Feind des Guten" - Voltaire

HeroPleXx

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 7. Dezember 2019, 14:01

Grüß Dich Harry,

schön mal wieder von Dir zu lesen und danke natürlich für den Tipp! :)
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Donnerstag 26. Dezember 2019, 17:39

Es gibt soviel Neues hier vorzustellen - höchste Zeit den Thread auf den aktuellsten Stand zu bringen... :headphones:
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Donnerstag 26. Dezember 2019, 18:33

Various - Awaken (DVD-Audio in MLP 5.1 48kHz/24b, DD Stereo 2.0 48kHz und als CD in Stereo 2.0 44.1kHz/16b)

DC746296-7C0D-4BB1-A6A4-B8C111B675FB.jpeg
85D68C6D-A71C-4EF4-8490-F5FBE661D66A.jpeg

(MLP (meridian lossless packing) Meridians Lossless Packing (MLP) ist eine von der Firma Meridian Inc. entwickelte verlustfreie Audiokompression für Mehrkanalton, das als Quasi-Standard für DVD-Audio gilt. Das MLP-Verfahren ist ein sehr effizientes Verfahren, mit dem die Audio-Datenströme im Schnitt um über 50 % komprimiert werden. Im Gegensatz zu Dolby-Digital, Digital Theatre Sound (DTS) und MPEG arbeitet die MLP-Kompression verlustfrei indem es mehrfach vorhandene Daten gepackt speichert und bei der Dekompression wieder in ihren ursprünglichen Zustand bringt. Die MLP-Kompression arbeitet im PCM-Format mit Abtastraten von 44,1 kHz, 48 kHz, 96 kHz und 192 kHz. Die Quatisierung beträgt 16 Bit, 20 Bit und 24 Bit. Bei der geringsten Abtastrate von 44,1 kHz und einer Quantisierung von 16 Bit können auf einer DVD-Audio bis zu 25 Stunden Musik in Monophonie und 12 Stunden Stereofonie gespeichert werden. Für die Wiedergabe werden spezielle MLP-Decoder benötigt, die das Originalsignal ohne Qualitätsbeeinflussung wiederherstellen.
// Quelle: ITWissen.info)


My Utopia Records ist ein in L.A. stationiertes Label, welches die Musikstile Leftfield, Techno, Downtempo, Electro und Hip Hop auf dieser Compilation vereint hat. Wegen meinem unermüdlichen Suchtrieb nach guter Aufnahmequalität (vorzugsweise Multichannelformate) bin ich zufällig über dieses Label gestolpert, welches schon munter Mehrkanalmusik released hat.

Dass sich hier Künstler verewigt haben, die offensichtlich ein Fabel für hochwertige Multichannelmusik haben, konnte ich nicht erahnen. Um es auf den Punkt zu bringen: die hier vorliegende 5.1 Abmischung zählt zum Besten meiner Sammlung. Hier wird ein 3D-Feeling at his best zelebriert und man wähnt sich in einer Atmosaufnahme, wüsste man es nicht besser. Hier passiert soviel über, vor, neben und hinter dem Kopf, dass mir die Worte fehlen das passend und lebhaft zu beschreiben. Muss man gehört haben. Dass dabei die Auflösung top ist, die Bässe kicken und sich ein weiter weiter Raum öffnet, in welchem die Lautsprecher nicht auszumachen sind, weil sich der Sound so wunderbar löst von den Speakern, ist beileibe nicht selbstverständlich. Die Aufnahmequalität ist superb von A-Z. Auch Stereo hört sich sehr plastisch an. Natürlich kein fairer Vergleich zur Mehrkanalabmischung, aber doch eine Vorzeigestereoaufnahme.

Ich bin hin und weg und hab mir diverse weitere Alben in Mehrkanal des selbigen Labels bestellt in der Hoffnung, mehr solche grandiose Qualität zu ergattern.

Die Musik grenzt die Hörerschaft sicherlich ein und wird nicht jedermanns Sache sein. Wer aber etwas mit elektronischer Musik per se anfangen kann, sei diese Compilation wärmstens empfohlen. Referenzscheibe - Check it out!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Zuletzt geändert von BladeRunner1974 am Donnerstag 26. Dezember 2019, 19:53, insgesamt 1-mal geändert.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Donnerstag 26. Dezember 2019, 19:51

Clemens von Reusner - Electroacoustic Works (SACD 5.0 und Stereo 2.0)

4EC7C4A8-9685-4482-812B-D83FFD6D8CDA.jpeg
878304E1-92A0-4C9B-B666-801EADBFAAD3.jpeg

(Clemens von Reusner wurde 1957 geboren. Er ist Komponist vornehmlich elektroakustischer Musik. Studium Musikwissenschaft und Musikpädagogik, Schlagzeug bei Peter Giger und Abbey Rader. Seit Ende der 1970er-Jahre Auseinandersetzung mit elektroakustischer Musik, radiophone Hörstücke, Soundscape-Kompositionen.

Im Zentrum seiner Arbeiten stehen gleichermaßen rein elektronisch erzeugte wie an besonderen Orten vorgefundene Klänge, z.B. solche, die der Alltagserfahrung meist entzogen sind, wie die Klanglandschaft eines Industriehafens, Orte mit speziellen technischen Anlagen oder auch nächtliche Klangszenen in einer Großstadt.

Seine Arbeit “de monstris epistola”, die sich mit Leben und Werk des Dichters Jean Paul auseinandersetzt, wurde im Jahr 2013 ausgezeichnet mit dem 1. Preis in der Kategorie “Radiophone Klangkunst” im Rahmen eines internationalen Kompositionswettbewerbs aus Anlass des 250. Geburtstages Jean Pauls. Zum 130. Geburtstag des Dichters Gottfried Benn im Jahr 2016 entstand ein radiophones Hörstück über den Gedichtzyklus “Morgue” als Auftragswerk für den Hessischen Rundfunk.

Zahlreiche internationale Aufführungen seiner Werke bei namhaften Festivals u.a. in Brasilien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, Russland, Südkorea, Tschechische Republik, USA, Uruguay, Vereinigtes Königreich. Einladungen zu den Weltmusiktagen für Neue Musik im Jahr 2011 (Zagreb) und 2017 (Vancouver).

Ende der 1980er-Jahre Entwicklung der Musiksoftware KANDINSKY MUSIC PAINTER.

Clemens von Reusner ist Mitglied des Deutschen Komponistenverbandes (DKV) und der Gesellschaft für Neue Musik (GNM). Von 2010 bis 2013 war er Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für elektroakustische Musik (DEGEM).

Kuratorische Tätigkeit, Jurymitglied bei internationalen Festivals für elektroakustische Musik.)
Quelle: luechow-dannenberg.de

Auch dieses Album wird den Hörerkreis stark eingrenzen, denn hier wird höchst experimentelle Musik zelebriert, was längst nicht jedem gefällt. Ziemlich sperrig und eigenwillig kommen diese psychoaktiven elektronischen Tönchen daher. Clicks and Cuts triffst es am ehesten, um diese sehr minimal gehaltene elektronische Musik in einen Musikstil zu packen. Da muss man schon in Stimmung sein für solche Musik. Gibt man sich der Musik aber vollends hin, wird man mit einzigartigen Klängen und Arrangements belohnt, die sich in den Weiten des Raums förmlich verlieren. Das Utopia wird richtig richtig gross bei dieser Aufnahme, die sich mal abwechselnd als 5.0 oder als Stereoaufnahme präsentiert. Die Auflösung ist messerscharf und auch ziemlich dynamisch, geht’s mal in seltenen Fällen bis in den Keller runter. Auch diese Aufnahme ist egal ob in Stereo oder 5.0 sehr plastisch und dreidimensional. Das ist ein eindrucksvolles Erlebnis und ist rein aufnahmetechnisch ebenfalls Referenzmaterial.

Ich weiß schon, welchem HCM‘ler ich das beim nächsten Besuch zeigen werde. :wink:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 27. Dezember 2019, 07:31

Richie Hawtin - DE9 / Transitions (DVD-Video in DD 5.1 48kHz/16b, LPCM Stereo 2.0 48kHz/16b und als CD in Stereo 2.0 44.1kHz/16b)

EBC47F6B-B663-44B1-8ACF-72C152151273.jpeg
182EC9B1-4C57-484C-BCB7-C2069B596682.jpeg

Richie Hawtin (eigentlich Richard Hawtin, * 4. Juni 1970 in Banbury, Oxfordshire, England) ist ein DJ, Musiker und Techno-Produzent, der dieses Genre maßgebend mitgeprägt hat. Seine Platten hat er unter zahlreichen Pseudonymen veröffentlicht, unter anderem Plastikman und F.U.S.E. Als Innovator gilt er auch in der Disziplin des DJ-Mixings, das er durch die Nutzung technischer Hilfsmittel um größere Veränderungsmöglichkeiten der Musik erweiterte, als es beim bloßen Ineinandermischen einzelner Platten möglich ist.

DE9 | Transitions
Compilation album by Richie Hawtin

Released
October 26, 2005

Genre
Detroit techno, minimal music

Length
75:21 (CD)
97:07 (DVD)

Label
Novamute Records, Minus

Producer
Richie Hawtin


(Quelle: Wikipedia)

Das ist denn auch voll meine Mucke hier, mit der ich in den 80er Jahren gross geworden bin. Zu einer Zeit, wo es anfänglich noch keine Bezeichnung für diesen Musikstil gab und DJ‘s und Producers noch völlig unbekannt und unbedeutend waren. Eine jungfräuliche und unverbrauchte neue Musikwelt war geboren, die ihre Helden und Inspiration in Kraftwerk und Yello fand... man stelle sich vor...

Meine Generation hatte als Letzte das Privileg die Geburtsstunde und Entwicklung einer neuen und heute nicht mehr wegzudenkenden Musikrichtung, dem Techno, beizuwohnen. Ach was waren das noch für Zeiten, als u.a. durch mich in einem Hinterzimmer des als Autowerkstatt getarnten Piratensenders ‚Radio Lora’ im tiefsten Zürich Vinyl-Scheiben die ganze Nacht durch aufgelegt wurden und die Crowd über den Äther mit neuer und unverbrauchter Musik verwöhnt wurde. Ich schwelge in Nostalgie, verzeiht mir bitte... Aber es waren definitiv gute, ja außergewöhnliche und bis heute unvergessene Zeiten.

Die hier vorgestellte Scheibe war schon einmal in meinem Besitz zu einer Zeit, als Stereo und nicht Surround mein Musikhören beeinflusste. Heimkino resp. das Utopia waren zu dieser Zeit noch weit weit weg... diese und zig andere hunderte CD‘s und tausende Vinyl-Scheiben wurden schon vor ein paar Jahren zur Gänze verkauft. Übrig geblieben aus dieser Zeit ist ein Destillat mit ‚nur’ ca. 200 GB Musik, die ich auf Festplatte gebannt und verewigt habe.

Nun, viele Jahre später, habe ich diese Mix-Compilation auf der Suche nach Multichannel-Musik freudig wieder entdeckt...

Richie Hawtin ist definitiv einer der Größten seines Fachs und hat den Stil Minimaltechno maßgeblich geprägt und beeinflusst. Er war seiner Zeit voraus, nutzte er doch schon früh den Computer, um Musikstücke zu fragmentieren und neu zusammen zu setzen. Das gleiche geschah bei diesem Mix. Ihm lagen die Masters verschiedenster Minimalrechno-Stücke vor, die er in seine Einzelteile zerlegte und neu zusammen mischte. So kreierte er gänzlich ‚neue‘ Musikstücke in einem atemberaubenden Mix.

Der Surroundmix darf als gelungen bezeichnet werden. Die Surroundebene wird gekonnt und effektiv verwendet und die Sounds verteilen sich zu einem harmonischen Ganzen über die sechs Kanäle. Obwohl hier nur ein komprimiertes Format zum Einsatz kam, ist die Aufnahmequalität sehr ansprechend. Auflösung, Räumlichkeit und auch die Plastizität sind überdurchschnittlich. Die Dynamik passt und die Basslines werden sehr differenziert wieder gegeben. Unter dem Strich ist das eine sehr ausbalancierte und referenzwürdige Abmischung, mit welcher ich ‚meine‘ Musik in einer nicht gekannten Qualität genießen kann. Dass ich das noch erleben darf... :)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 27. Dezember 2019, 08:06

Jean Michel Jarre - Oxygene (DVD-Video in DD 5.1 48kHz/16b, LPCM Stereo 2.0 48kHz/16b und als CD in Stereo 2.0 44.1kHz/16b)

F3A20106-E0C9-4E60-AA9E-A86972EDB74F.jpeg
3E20E30A-7A28-476D-9395-FFDD538F0C1F.jpeg

Oxygène (französisch für Sauerstoff) ist ein Instrumental-Album der elektronischen Musik, komponiert und produziert vom französischen Musiker Jean-Michel Jarre. Ursprünglich wurde es im Dezember 1976 in Frankreich veröffentlicht, im Juli 1977 dann weltweit. Oxygène brachte Jarre als drittes Studioalbum den Durchbruch und verkaufte sich weltweit rund 12 Millionen Mal. Besonderen Anklang fand das Stück Oxygène (Part IV), das, neben Part II, als Single ausgekoppelt wurde.

Das Covermotiv entstammt einem Werk des französischen Künstlers Michael Granger, welches kurz vor Veröffentlichung des Albums von Jarres damaliger Partnerin Charlotte Rampling entdeckt wurde.

Zum 30. Jubiläum spielte Jarre im Jahr 2007 das komplette Album noch einmal neu ein und begab sich zudem auf eine größere Tournee mit dem Original-Equipment. Die neue Einspielung und eine Aufzeichnung der Konzertform – allerdings ohne Publikum – wurden unter dem Titel Oxygene (New Master Recording) veröffentlicht.
(Quelle: Wikipedia)

Wer kennt diesen Künstler nicht, der wohl mit die pompösesten Konzerte der jüngeren Zeit zum Besten gab und an Orten spielen durfte, die westlichen Künstlern verwehrt waren/sind?

Oxygène ist sicherlich sein bekanntestes Werk und liegt in dieser Neuauflage von 2007 in zwei Versionen vor: einmal als längere und sehr spannende ‚Jam Session‘ und als ‚normales‘ Album (welches sich auch auf CD wiederfindet).

Zeitlose und unvergängliche Musik werden in einer sehr ansprechenden Qualität u.a. auf DVD-Video festgehalten. Auch hier kommt nur ein komprimiertes Format zur Anwendung, was aber nicht zu hören ist. Wie schon ‚Jarre in China‘ ist auch diese Aufnahme prädestiniert für das Multichannelformat. So wird die Surroundebene sehr aktiv einbezogen, wenn auch weniger verspielt als bspw. bei der erwähnten ‚Jarre in China‘. Der Mix hört sich dadurch homogener an, was sehr passend zu dieser sphärischen Musik passt. Es wird eine breite Bühne und ein tiefer Raum geöffnet, gepaart mit guter Auflösung und ordentlicher Dynamik. Eine sehr gelungene Abmischung, die in die Referenzliste gehört.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 27. Dezember 2019, 08:29

Donald Fagen - Nightfly (SACD 5.1)

84B9EEAA-B3CB-482F-B1AF-7423E52925EE.jpeg
C4E2FCD0-D360-4868-9188-CB36DF743E05.jpeg

Donald Jay Fagen (* 10. Januar 1948 in Passaic, New Jersey) ist der Sänger und Keyboarder des US-amerikanischen Duos Steely Dan.

Donald Fagen und Walter Becker lernten sich in den 1960er Jahren am Bard College, Annandale-on-Hudson (New York), kennen. 1972 gründeten sie die Gruppe Steely Dan. Fagen und Becker waren der Kern der Gruppe und schrieben gemeinsam alle Titel. Bei Studioaufnahmen und Konzerten spielte Becker E-Bass und später Leadgitarre. Fagen spielte Tasteninstrumente und war in der Regel der Sänger der Gruppe.

Nachdem Steely Dan 1974 ihr drittes Album herausgebracht hatten, verließen die übrigen Musiker nach und nach die Gruppe, und sie wurde zu einem Duo-Projekt Beckers und Fagens, die von da an begannen, ihre Alben mit hervorragenden Studiomusikern des Jazz- und Rockgenres einzuspielen. Ihr größter Erfolg war das Album Aja von 1977, das Platin-Status erreichte. Der Rolling Stone listete Fagen und Becker 2015 auf Rang 71 der 100 besten Songwriter aller Zeiten. Fagens Duopartner Walter Becker starb am 3. September 2017.

The Nightfly ist das erste Soloalbum des Steely-Dan-Mitbegründers Donald Fagen. Es wurde vollständig digital in New York und Los Angeles aufgenommen. Das von Gary Katz produzierte Album erschien 1982 und erreichte Platz 11 in den US-Charts.

Donald Fagen verwendet auf The Nightfly musikalische Motive des Jazz der 1950er Jahre – im Text von New Frontier zum Beispiel heuchelt der Protagonist Bewunderung für den Pianisten Dave Brubeck, weil er ein Mädchen beeindrucken will (Zitat: „Er [Dave Brubeck] ist ein Künstler, ein Pionier – wir brauchen Musik an der «New Frontier»“). Das Material aus der Musik jener Zeit transformiert Fagen in zeitgemäße Popmusik der 1980er-Jahre. Fagens Musik klingt dabei ähnlich wie die von Steely Dan, er arbeitet solo aber mehr mit elektronischen Mitteln und setzt die auch von Steely Dan bekannten komplexen Bläserarrangements ausgiebig ein.
(Quelle: Wikipedia)

Donald Fagen als auch Walter Becker waren für ihren Perfektionismus berüchtigt. Perfekt arrangiert hören sich denn auch diese acht Tracks an. Das ist nicht analytische, sondern mit viel Groove und Herz vorgetragene Musik, die immer mal wieder ins funkige abdriftet. Die Aufnahmequalität ist superb. Die Sounds, welche sehr gekonnt über alle Kanäle lebhaft und intelligent verteilt sind, zeichnen ein hohes Mass an Auflösung und Räumlichkeit. Die Instrumente sind klar ortbar. Die Tiefenstaffelung ist ausgeprägt und öffnet den Raum und erweitert die Bühne. Wie schon bei den übrigen ‚Steely Dan‘-Releases liegt auch hier eine perfekte und referenzwürdige Scheibe vor.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 27. Dezember 2019, 08:43

Donald Fagen - Morph the Cat (DVD-Audio in MLP 5.1 96kHz/24b, MLP Stereo 2.0 96kHz/24b und als CD in Stereo 2.0 44.1kHz/16b)

2A158ACE-650A-4C74-A844-AB7FA56D0B26.jpeg
29634194-585D-44B9-8867-A17311088921.jpeg

Morph the Cat is the third studio album by American singer-songwriter Donald Fagen. Released on March 7, 2006 to generally positive reviews from critics, Morph the Cat was described by Fagen as his "death album" in an interview with Fred Kaplan of The New York Times. Musicians on the album include drummer Keith Carlock, saxophonist Walt Weiskopf, bassist Freddie Washington, and guitarists Frank Vignola, Jon Herington, Wayne Krantz, and Hugh McCracken.

Studio album by Donald Fagen

Released
March 7, 2006

Recorded
2004-05

Genre
Jazz-rock, jazz-funk

Length
52:49

Label
Reprise

Producer
Donald Fagen

Morph the Cat was released on CD and on a CD/DVD-Audio 2-disc package, with a 5.1 surround sound mix engineered by Elliot Scheiner. The surround recording won the Grammy Award for Best Surround Sound Album.
(Quelle: Wikipedia)

Es ist schon verwunderlich, warum sich Mehrkanalmusik beim Konsumenten nicht durchgesetzt hat und ein Nischendasein fristet. Denn auch diese Aufnahme spielt auf sehr hohem Niveau und macht wie alle Steely Dan oder Donald Fagen Releases einfach sehr viel Freude beim hören. Perfekte Tracks in einem perfekten technischen Gewand. Nicht umsonst gewann man mit dieser Abmischung den Grammy. Sämtliche Attribute vom Album ‚The Nightfly‘ passen hier auch. Referenzscheibe ohne wenn und aber.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Freitag 27. Dezember 2019, 08:57

Steely Dan - Two Against Nature (DVD-Audio in MLP 5.1 96kHz/24b und MLP Stereo 2.0 96kHz/24b)

B58E761A-5360-451E-A89F-090B92FC4342.jpeg
07D80995-0E2D-4F19-9C2F-451CA0F704F7.jpeg

Two Against Nature is the eighth studio album by Steely Dan. It was released on February 29, 2000 and marked Steely Dan's first studio album for Warner Bros. Records – through a sub-label, Giant Records. The album won the group four Grammy Awards: Album of the Year, Best Pop Vocal Album, Best Engineered Album – Non-Classical, and Best Pop Performance by a Duo or Group with Vocal for Cousin Dupree. It marked the first Steely Dan studio album in 20 years, following 1980's Gaucho. It has been certified Platinum in the United States. (Quelle: Wikipedia)

Unverkennbarer Steely Dan Sound. Jazz-Rock meets Jazz-Funk. Auch dieses Album ist perfekt arrangiert und wird ebenfalls in einer beeindruckenden Aufnahmequalität hier gezeigt. Auch hier gelten die obigen Attribute uneingeschränkt. Ergänzend ist zu erwähnen (was auch für die beiden vorstehenden Soloalben von Donald Fagen gilt), dass dieses Album sehr laut gehört werden kann, ohne anstrengend zu werden. Die Dynamik ist WoW und gerade die Basslines kommen sehr knackig rüber. Top! Auch diese Scheibe ist definitiv Referenzmaterial.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Mockingjay
Beiträge: 388
Registriert: Samstag 17. Oktober 2015, 12:44

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von Mockingjay » Freitag 27. Dezember 2019, 14:05

BladeRunner1974 hat geschrieben:
Freitag 27. Dezember 2019, 08:43
......

Es ist schon verwunderlich, warum sich Mehrkanalmusik beim Konsumenten nicht durchgesetzt hat und ein Nischendasein fristet.......
2004 fing ich an, SACD's zu sammeln. Der Bertelsmann Club brachte eine Edition 100 heraus, eine ideale Basis für eine Musiksammlung.
Wobei es damals eigentlich nur um Multichannel und weniger um DSD direkt ging.

Und bei Multichannel das große Problem: Wie im WZ 5 LS unterbringen ohne Störung des Hausfriedens?

Dann stellte der Bertelsman Club unvermittelt das SACD-Angebot ein, weil eben am Markt keine Nachfrage herrschte.

Erst 2014 mit der Anschaffung meiner Surroundanlage, dem Pioneer-Multi-Player und dem AVR mit dem DSD-Chip fanden die im Regal schlummernden SACD's ein Comeback. Ich kaufte noch einige SACD's, aber hegte schon mehr Interesse an Pure Audio und Musik in Dolby Atmos.

3-D-Audio fristet auch ein Nischendasein, selbst beim Kinoton, weil dabei einzig und allein eine 3 m Leinwand zählt.

Und bei LIcht betrachtet: Wer geht schon gerne zum Musikhören in den Keller. :sick:

Benutzeravatar
BladeRunner1974
Beiträge: 710
Registriert: Samstag 23. Dezember 2017, 16:05
Wohnort: Schweiz

Re: Ich suche... oder habe gefunden...

Beitrag von BladeRunner1974 » Samstag 18. Januar 2020, 12:34

Pink Floyd - The Later Years 1987 - 2019 (u.a. Blu-ray Audio & Video in DTS-HD MA 5.1 96kHz/24b, PCM 5.1 96 kHz/24b und PCM Stereo 2.0 96kHz/24b / 48kHz/24b)

8FCBC411-5C77-4C64-8FC8-5378E7C420B1.jpeg
7DF01000-5CC1-4332-AE3D-C2FD19C86C33.jpeg


Die Box im Überblick

5 CDs in einem eigenen, 40-seitigen gebundenen Buch mit einer Beschreibung des Inhalts, dem Tracklisting und ausführlicher Inhaltsbeschreibung, Details und Credits.
CD 1: »A Momentary Lapse Of Reason« Remixed & Updated (51 Min.)
CD 2 & 3: »Delicate Sound Of Thunder« Remixed (140 Min.)
CD 4: Live Recordings, 1987 & 1994 Unreleased Studio Recordings (65 Min.)
CD 5: Knebworth Concert 1990 (57 Min.)

6 Blu-ray Discs, jede in einem eigenen Klappcover mit spezieller Cover-Art, Tracklisting und Veröffentlichungs-Credits für die Musik. Die Discs befinden sich in einer Plastik-Schutzhülle in einem Täschchen.
Blu-ray 1: Surround & Hi-res Audio Mixes (152 Min.)
Blu-ray 2: »Delicate Sound Of Thunder« Restored & Remixed (120 Min.)
Blu-ray 3: »Pulse« Restored & Re-edited (145 Min.)
Blu-ray 4: Venice Concert 1989 & Knebworth Concert 1990 (147 Min.)
Blu-ray 5: Unreleased Live Films, Music Videos & Concert Screen Films (154 Min.)
Blu-ray 6: Documentaries & Unreleased Material (122 Min.)

5 DVDs (mit demselben Inhalt wie die Blu-rays 2–6), jede in einem eigenem Klappcover mit spezieller Cover-Art, Tracklisting und Veröffentlichungs-Credits für die Musik.

Zwei 7"-Vinyl-Singles in brandneu bebilderten Hüllen. Enthalten die Arnold-Layne-Performance von Pink Floyd beim Syd-Barrett-Tribut-Konzert 2007 und »Lost For Words« aus den Proben zur »Pulse«-Tour im Earl’s Court.

60-seitiges, gebundenes Buch mit Fotos, designt von Aubrey Powell von Hipgnosis und Peter Curzon von StormStudios, mit vielen vorher nicht gezeigten Motiven.

Ein neu geschaffenes Set von Reproduktionen von Tourprogrammen (Pink Floyd World Tour 1987 / 1988, Pink Floyd Live 1989, Pink Floyd European Tour 1994) und ein brandneues Textbuch, designt von Aubrey Powell von Hipgnosis und Peter Curzon von StormStudios.

Eine Sammlung von reproduzierten Memorabilien, darunter Tourpässe, Sticker und Poster, alle originalgetreu nachgedruckt und in einem Prestige-Card-Umschlag.


Unboxing - Schritt für Schritt

78C60D7F-0C40-4A32-AB67-5B3F5B289634.jpeg
DF78BD0E-17E4-430E-8A5C-10DDB759408B.jpeg
0D2CCB6F-799F-43AA-9E29-D95F56769FA4.jpeg
683F4FAA-53C1-4447-B663-1B684C8FDA1D.jpeg


Inhalt im Detail

Blu-rays

AD749866-6B4F-4BC4-BF01-A9AF5E2FC93C.jpeg


DVD‘s

ECF99BA2-5455-460D-89B6-9E1B46598C7A.jpeg


CD‘s

CEFE14E0-ED8F-4009-8930-8475E9BED285.jpeg
56DE74DE-6443-494E-903D-1747AD496FC7.jpeg


Vinyl Singles 7‘

3BC56A54-C42A-4219-BA4F-F70E6B5FA5ED.jpeg
55EA40F8-9405-4731-8B6B-4DC11EEBCB0F.jpeg
3E4DC930-50CC-46BF-A73F-A52FD553ABFB.jpeg
342F946B-E0A3-4B19-8A80-136FFB157BF2.jpeg


Tickets

3084D040-0E0D-473C-8E8E-C150E056BA85.jpeg


Poster

728E4849-992B-404C-B06D-9129345D2957.jpeg
C99BC8A6-F45E-4930-89AD-84D2A4C89540.jpeg
DB0B56C7-03ED-444A-AE2B-170D8C336F59.jpeg
DDABE5E3-BF8C-46A1-AD9B-EF1484F5E8AB.jpeg


Stickers

E3CD4499-EB12-4C85-BC5D-128E547C02C8.jpeg


Artbooks

0B97C8F9-C725-45CE-B28C-25E80EDD0711.jpeg
940BC031-6DA2-4938-8E9F-57D4F50C718E.jpeg
EF840267-A441-4FAD-80E4-D724D6738C74.jpeg
2B47BE7E-5911-4A5F-A7F0-78485CD6DA60.jpeg
620690D1-DDFF-4436-9A96-DA4B6992624E.jpeg
B4CFB021-1D6C-43D1-9F97-84140FE57405.jpeg


The Later Years is a box set by British rock band Pink Floyd released on 13 December 2019 by Pink Floyd Records. It follows the 2016 boxset The Early Years 1965–1972, and compiles Pink Floyd's work under the leadership of David Gilmour after the departure of founding member Roger Waters.

The Later Years includes a remixed version of A Momentary Lapse of Reason (1987), with restored contributions by keyboardist Richard Wright and new contributions by drummer Nick Mason, to "restore the creative balance between the three Pink Floyd members". It also includes surround sound mixes of A Momentary Lapse of Reason, The Division Bell (1994), and The Endless River (2014), the latter accompanied by a film by Ian Emes.

Also included is an expanded version of the 1988 live album Delicate Sound of Thunder with additional tracks; re-edited versions of the concert films Delicate Sound of Thunder (1989) and Pulse (1995); a live recording of Pink Floyd's headline performance at the Knebworth 1990 charity concert; a previously unreleased concert film from Pink Floyd's performance in Venice; 5.1 surround sound mixes and high-resolution stereo mixes; single B-sides; demos from The Division Bell sessions; and memorabilia.

On 30 October 2019, Pink Floyd announced that the box set edition had been delayed from 29 November. A single-disc compilation of "highlights" from the box set, The Later Years: 1987–2019, was released on 29 November 2019.
(Quelle: Wikipedia)


Was für eine fantastische Sammleredition... als leidenschaftlicher Sammler und langjähriger Pink Floyd Fan geht mit diesem wunderschönen Set ein wahrer Traum in Erfüllung, denn mit meine liebsten Alben & Live-Konzerte wurden hier liebevoll vereint und remastered und werden in einer teilweise umwerfenden Qualität präsentiert. Fanherz, was willst du mehr?

Ich werde ‚nur‘ die Blu-rays 6-8 als Reviews hier vorstellen, da auf diesen Discs die für mich vier wichtigsten Werke verewigt wurden.


A Momentary Lapse of Reason / The Division Bell

AE51BDD8-BCBE-4F15-B21B-E7645859E551.jpeg
88B9EEB3-1E68-4DDD-96C2-CB7E57865A53.jpeg

Ich habe Gänsehaut, wenn ich mir vor Augen führe, wie toll sich diese 5.1-Abmischungen der beiden Alben anhören, die sich in puncto Qualität nichts schenken. Die Auflösung ist superb. Ich höre Sachen, die mir bei den ursprünglichen Masters bis dato verborgen blieben. Wahnsinn! Die Räumlichkeit und Tiefe dieser epischen Sounds ist erste Klasse. Einmal mehr scheint unser kleines Utopia grenzenlos groß zu sein. Eine perfekte Ausgangslage, um sich in den Sounds förmlich zu verlieren. Die naturgemäß eher dünne Stimme Gilmours tritt schön in den Raum und sumpft zu keiner Zeit ab, wow! Die Surroundebene ist denn das grandiose i-Tüpfelchen. Die Sounds kommen mal direktional, mal total verwoben/flächig mit den Mains, ein immersives Fest. Zumal hier immer wieder eine Dreidimensionalität geschaffen wird, die sich spektakulär anhört. Die Dynamik ist at his best. Die Alben können richtig laut gehört werden, ohne je einmal zu nerven. Gerade bei Frauenstimmen oder Saxofoneinlagen fällt das deutlich auf. Hier wurden mit sehr viel Liebe nahezu perfekte Abmischungen realisiert. Definitiv Referenzmaterial resp. bestes Demomaterial.


Delicate Sound of Thunder

D55F724A-A37B-4EA7-BDF5-7ABA0A7194AF.jpeg
3C5D6112-6906-487E-B0A2-D420673959B4.jpeg

Einer meiner Lieblingssampler, hier als mir nicht bekanntes Livekonzert. Eigentlich bin ich nicht der Konzerttyp (live ja / zuhause nein), weil selten, sehr selten gescheite Abmischungen zu finden sind. Hier ist das definitiv anders... die Bildqualität in 16:9 ist überraschend gut. Vollendetes High-Def Feeling darf nicht erwartet werden, aber das Bild ist schmutzfrei, rauscht nur wenig und die Schärfe ist ordentlich. Passt schon mal... das wesentliche ist aber die hochauflösende 5.1 Abmischung, die in großen Teilen die Qualität der obigen Studioalben erreicht. Normalerweise bevorzuge ich Studioalben, da Liveaufnahmen oftmals wenig nuanciert und aufgelöst sich präsentieren. Nicht aber bei diesem Livekonzert von 1988. Die oben beschriebene Soundqualität kann hier zu 95% wiedergefunden werden, was sehr bemerkenswert ist. In Sachen Dynamik werden die Studioalben gar noch etwas übertrumpft. Der Bass kickt mächtig und schiebt richtig an, ohne dabei zu ‚fett‘ zu klingen. Das ist sehr harmonisch abgemischt. So kommt Livefeeling auf, denn auch dieses Konzert kann richtig laut gehört werden, ohne zu nerven oder zu ermüden. Definitiv Referenzmaterial resp. bestes Demomaterial.


P-U-L-S-E

8E77ED7B-AEED-4741-92C4-6660E8082F09.jpeg
BECD4E3E-16A5-4FF0-AF2B-0D17E1E627B7.jpeg

P-U-L-S-E, eines meiner All Time Favorite Konzerte, habe ich bereits auf DVD. Umso glücklicher bin ich nun, hier in Bild & Ton eine restaurierte Variante mein Eigen zu nennen. Das 1994 aufgezeichnete Livekonzert wird in 4:3 präsentiert. Das Bild ist besser als bei der DVD. High-Def Feeling ist auch hier nicht zu finden, aber die Qualität ist ganz passabel. Wie die obigen Abmischungen auch ist die Hi-Res Abmischung in 5.1 ein Gedicht. Die Liveversionen der verschiedenen Tracks sind legendär, und so auch die Soundqualität dieses Konzertes. Was für Delicate Sound of Thunder gilt, findet sich auch hier. Das sind unbezahlbare Glücksmomente eines der besten Konzerte ever in einer vorzüglichen Qualität und Dynamik hören zu dürfen. Ebenfalls Referenzmaterial resp. bestes Demomaterial.


Resümee

Natürlich hat die Box ihren Preis und manche wird dies abschrecken, diesen Milestone der Musikreleases zu erwerben. Ich kann diese Edition jedenfalls jedem Pink Floyd Fan bedingungslos wärmstens empfehlen. Viele viele glückliche Stunden sind garantiert, denn die Aufnahmequalität ist wie gemacht für unsere Heimkinos. Besser geht es mmn nicht. So dürfen unsere Kinos brillieren und zeigen, wie emotional und audiophil sich Musik zuhause anhören kann.

Ich kann es jedenfalls kaum abwarten, die Scheiben beim nächsten :hcm_logo: - Besuch als Demomaterial laufen zu lassen. Danke Pink Floyd, auch wenn euch viele da draußen ‚Abzockerei‘ vorwerfen, mich habt ihr abgeholt und einfach nur glücklich gemacht. Danke, einfach nur danke!
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG Stephan - Cinema Utopia

Antworten